Wir sind Juden aus Breslau - Sondervorführung

Jeweils mit Einleitung durch die Regisseurin und Filmgespräch nach der Vorführung.
Der Regisseurbesuch wird von der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.

FSK: ab 12 Jahre
Länge: 108 Minuten

Datum:
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Ort:

CineStar Wismar, Schweriner Straße 16, Wismar

Kosten:
14,90 Euro, an der Kinokasse, 13,90 Euro bei Online-Kauf

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Wir sind Juden aus Breslau

Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933 - Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies

Protagonisten:
Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate LaskerHarpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, 
Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław
Projektkoordination:
Maria Luft
Wissenschaftliche Beratung:
Katharina Friedla
In Kooperation mit der Bente-Kahan-Stiftung in Wroclaw
Nach den Premieren in Wroclaw am 6.11.16 im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt 2016, der Deutschland-Premiere am 12.11. auf dem Internationalen Filmfestival in Cottbus und der Berliner Premiere im Zeughauskino des Deutschen 
Historischen Museums erfolgte der bundesweite Kinostart am 17.11.16

Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. 
Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.
14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.