Martens, Johann Gottfried
Schiffsklarierer und Kaufmann, Mitinitiator des Wismarer Friedhofs
geboren am 25. November 1786 in Wismar,
gestorben am 21. Februar 1864 in Wismar
Unter seinen Zeitgenossen war Johann Gottfried Martens für seine mitunter derben Scherze bekannt – und berüchtigt.
Für den Wismarer Friedhof hat er sich jedoch nachhaltig und mit großem Engagement eingesetzt.
Nach der Weihe des Friedhofs im Jahr 1831 rief er die Bürgerinnen und Bürger Wismars dazu auf, Sträucher und Bäume aus ihren Gärten zur Verschönerung der Anlage zu spenden.
Bald darauf konnten nach den Plänen des Architekten I. G. Borgwardt die Anpflanzungen von Liguster, Eiben, Fichten, Birken, Trauerweiden, Pappeln und Linden umgesetzt werden.
Martens war an zwei bedeutenden Friedhofsbauten beteiligt:
am Entwurf des Wohn- und Leichenwärterhauses am Rasenrondell sowie an seiner eigenen Grabkapelle.
Mit dem Bau dieser neoklassizistischen Kapellenanlage aus dem Jahr 1832 setzte er sich und seiner Familie ein in Mecklenburg einzigartiges Denkmal.