Sportstätten

In der Hansestadt Wismar gibt es viele Möglichkeiten, Sport zu treiben. Dazu zählen vor allem die städtischen Sportstätten.
Einen Überblick über die Sportstätten und die Möglichkeit deren Buchung erhalten Sie hier.

Historische und besondere Sportstätten

Kurt-Bürger-Stadion

Nahe des historischen Stadtzentrums befindet sich das Kurt-Bürger-Stadion mit seinen Nebenanlagen.

Nebenanlagen vom Kurt-Bürger-Stadion

1997 wurde die Sportplatzanlage neben dem Kurt-Bürger-Stadion an der Bürgermeister-Haupt-Straße saniert bzw. neu gebaut. Es entstanden zwei Multi-Gummiplätze sowie ein Kunst- und ein Naturrasenplatz.

Informationen über die Entstehung des Kurt-Bürger-Stadions

Das Kurt-Bürger-Stadion an der Bürgermeister-Haupt-Straße liegt städtebaulich reizvoll gegenüber der Altstadt – zwischen dem Niederungsgebiet Lübsche Torweide und dem damals neu entstandenen Stadtteil Wismar-Südwest. Es wurde zum zentralen Teil eines Sport- und Erholungsparks nach einer städtebaulichen Konzeption von Hans-Otto Sachs. 1970 kam die Sport- und Mehrzweckhalle auf der anderen Straßenseite hinzu, 1976 die Volksschwimmhalle (heute: Wonnemar) westlich davon.

Design

Das Stadion-Oval mit Spielfeld und Laufbahnen wird von den Wällen der Tribünen umrahmt. Zwei wuchtige Bastionen – eine davon als „Marathon-Tor“ mit einer Durchfahrt – markieren die Enden. Die Längsseite wird von dem leichten Dach der Haupttribüne, der eingeschossigen Anlage mit Kassenhäuschen und Nebengebäuden sowie der Treppenanlage zur Straße geprägt. Errichtet ist sie aus dem für die Hansestadt typischen roten Backstein.

Entstehung und Verlauf

1950 begannen die in drei Abschnitte aufgeteilten Arbeiten, die von Sportlern kräftig unterstützt wurden. So entschieden die Fußballer der BSG Schiffsreparaturwerft, an zwei Tagen pro Woche nach Feierabend für je zweieinhalb Stunden beim Bau des „Werksportstadions“ mitzuhelfen. Auch andere packten ehrenamtlich mit an.

Zunächst musste viel Erde bewegt werden. Es gab Probleme beim Beschaffen von Großbaugeräten und wegen des schlechten Untergrunds. Dennoch wurde am 30. April 1950 der erste Abschnitt mit einem Fußballspiel der ZSG Anker Wismar – seit 1951 unter dem Namen BSG Motor Wismar – gegen den ETV aus Hamburg-Eimsbüttel eingeweiht.

Zweieinhalb Jahre später war das Stadion, das nach dem verstorbenen Ministerpräsidenten von Mecklenburg, Kurt Bürger (1894–1951), benannt wurde, fertig. Mit Platzkonzert, Leichtathletik-Wettkämpfen, dem Fußballspiel BSG Motor Wismar gegen BSG Chemie Leipzig, Bodenturnen der BSG Motor, Boxkämpfen der BSG Motor gegen BSG Empor Schwerin, einem Kulturprogramm des Philipp-Müller-Ensembles der Werft sowie einem Feuerwerk wurde das Stadion am 21. September 1952 eingeweiht. Die Ostsee-Zeitung schrieb über den „unvergesslichen“ Einmarsch der „kraftgestählten Sportler“ sowie der See-, Grenz- und Schutzpolizei in das neue Stadion, der die etwa 16.000 Zuschauerinnen und Zuschauer immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinriss.

In den folgenden Jahrzehnten war es vor allem Heimat für Fußballer und Leichtathleten. Höhepunkte waren die seit 1965 jährlich auf Kreisebene ausgetragenen Kinder- und Jugendspartakiaden. Der Volkssport nahm mit dem Schulsport und den Sportfesten der Werktätigen einen breiten Raum ein. Aber auch Rad- und Motorsport sowie Kulturveranstaltungen, wie ein Konzert der Rockgruppe „Puhdys“, gehörten zum Programm des Stadions.

Auch herausragende Athletinnen und Athleten kamen aus Wismar: Die Weltrekordläuferin Marita Koch (sie lief 1985 die 400 Meter in 47,60 Sekunden) zum Beispiel drehte hier ihre ersten Stadionrunden.

Den Besucherrekord brachte ein Feuerwehr-Wettkampf mit 15.000 Zuschauerinnen und Zuschauern. Heute ist es die Heimspielstätte der 1. Männermannschaft des FC Anker Wismar, die in der Amateur-Oberliga spielt.

Im Stadion befinden sich außerdem die Geschäftsstelle des FC Anker Wismar sowie ein Sportumkleidegebäude.

Das HW-Leasing-Stadion in Vor-Wendorf

Die neue Anlage ist ausgestattet mit einem Kunstrasenspielfeld und einer Kunststofflaufbahn mit modernsten Sportbelägen und -geräten, die allen Anforderungen für einen optimalen Wettkampf- und Trainingsbetrieb entsprechen, insbesondere für die Sportart Leichtathletik.

Vereinbart ist ebenfalls die Nutzung des Sportplatzes durch die Wismarer Schulen. Sportfeste und andere schulische Wettkämpfe können dort unter hervorragenden Bedingungen durchgeführt werden.

Die Gesamtkosten beliefen sich auf circa 1,4 Millionen Euro. Die Förderung des LSB betrug 500.000 Euro. Zudem hat der PSV gemeinsam mit der Hansestadt Wismar einen Erbbaupachtvertrag über diese Anlage abgeschlossen. Der Erbbauzins wird dem PSV laut Beschluss der Bürgerschaft erstattet.

Zur Sportstättenübersicht und Belegung