4. Das Löschwesen in der DDR (1949 - 1989)
1949
Mit der Gründung der DDR beginnt auch für die Feuerwehr ein neuer Entwicklungsabschnitt. Durch die Einführung der Bezirksreform wird das Unterstellungsverhältnis weiter forciert. Die Feuerwehr wird zudem für polizeiliche Maßnahmen in Anspruch genommen. Zum Schutz der Stadt ist eine kasernierte Unterbringung der Feuerwehrangehörigen notwendig.
1950
Die Berufsfeuerwehr wird der Deutschen Volkspolizei angegliedert und in Volkspolizei-Kreisamt, Abteilung Feuerwehr umbenannt. Den Krankentransport übernimmt das Deutsche Rote Kreuz.
1952
Um Sicherheit und Brandschutz im Seehafen zu gewährleisten, besteht die dringende Notwendigkeit, das Kommando „Feuerlöschboot“ zu bilden. Die Indienststellung des Bootes „Freundschaft“ markiert die offizielle Gründung des Kommandos. Liegeplatz ist der Schuppen neben der Fischhalle am Alten Hafen. Das Löschboot wird 1962 nach Stralsund überführt und übergeben.
1953
Das Kommando „Feuerlöschboot“ erhält ein neues Dienstgebäude mit Bootsschuppen gegenüber der Werft.
1954
Mit der Erweiterung des Kommandos „Feuerlöschboot“ wird das Feuerlöschboot „Fortschritt“ (18-4) beschafft. Bis 1973 ist das Löschboot im Einsatz.
1962
Das Feuerlöschboot „Ibis“ (32-2) wird in Dienst gestellt. Bis zu seiner Verschrottung 1982 leistet es Dienst im Kommando „Feuerlöschboot“.
1963
Der Rat der Stadt pachtet für die Freiwillige Feuerwehr Wismar das Grundstück Gerberstraße 14a. Die Kameradinnen und Kameraden leisten bei der Instandsetzung des Gebäudes viele freiwillige Aufbaustunden.
1970
Der Rat der Stadt kauft das Grundstück Gerberstraße 14 als Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Wismar.
1973
Das Feuerlöschboot „23-4“ wird im Kommando „Feuerlöschboot“ in Dienst gestellt.
1974
Die Volkskammer der DDR verabschiedet ein neues Brandschutzgesetz, das die Basis für die weitere Arbeit der Feuerwehr bildet.
1982
Das Feuerlöschboot „40-2“ wird in Dienst gestellt. Gebaut auf der Yachtwerft Berlin, eignet es sich für den selbstständigen Einsatz bei Feuerlösch-, Bergungs- und Rettungsarbeiten in den Seehäfen, auf Reede und im Küstenbereich – auch außerhalb der Hoheitsgewässer.
1988
Im Wismarer Kurt-Bürger-Stadion wetteifern im Mai bei den XIV. Internationalen Wettkämpfen im Feuerwehrkampfsport neun Mannschaften aus sozialistischen Staaten.
1989
Der Beginn der politischen Wende in der DDR bedeutet auch eine Wende für die Feuerwehr. Schon lange besteht Unmut über die Zugehörigkeit zum Ministerium des Innern.