3. Eine Berufsfeuerwehr entsteht (1928 - 1949)

1928

Am 5. September wird die Feuerwache in der Hegede geräumt. Von hier und von allen anderen Stellplätzen und Remisen werden die Gerätschaften zunächst zur Sankt Marienkirche gebracht. Anschließend ziehen sie in das neue Feuerwehrdepot an der Frischen Grube um. Durch die Teilung in „ständige Feuerwehrleute“ und „Reservefeuerwehrleute“ ist aus der Wismarer Freiwilligen Feuerwehr eine Reservefeuerwehr geworden.

1933

In einem Festakt erfolgt die Ernennung von Brandinspektor Kiesewetter zum Branddirektor. Der Rat der Stadt beschließt dies als Zeichen der Anerkennung.

1934

Aus der „Ständigen Feuerwehr“ ist weiterhin keine Berufsfeuerwehr geworden. Die Übernahme in ein Angestelltenverhältnis ist bisher nicht erfolgt.

1937

Mit der Anerkennung der öffentlichen Feuerwehr als Berufsfeuerwehr erhält diese zugleich den Charakter der Polizeiexekutive. Die Berufsfeuerwehr Wismar ist damit die jüngste Feuerwehr Deutschlands. Sie besteht aus einem Brandinspektor, zwei Oberfeuerwehrmännern, dreizehn Feuerwehrmännern und einem Telefonisten. Der zuvor völlig unzureichende Zustand des Fuhrparks und der Geräteausrüstung wird auf den modernsten Stand der Technik gebracht, sodass die Wismarer Feuerwehr für die Größe der Stadt in jeder Hinsicht als mustergültig anzusehen ist.

1938

Der Hafenfeuerschutz wird durch den Schleppdampfer „Walfisch“ wahrgenommen.

1938

Im Zuge der Neuordnung des Feuerlöschwesens erfolgt die Übernahme der Männer der Berufsfeuerwehr in das Beamtenverhältnis. Aus Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr entsteht eine Einheitsfeuerwehr. Der Dienstplan sieht 36 Stunden Dienst und 24 Stunden Freizeit vor.

1945

Bei Kriegsende sind fast alle Feuerwehrgeräte beschädigt oder abhandengekommen. Erst am 3. August 1946 meldet die „Landeszeitung“, die Feuerwehr des Kreises Wismar sei wieder voll einsatzbereit.

1947

Die Berufsfeuerwehr wird dem Rat der Stadt unterstellt und kehrt in die Stadtverwaltung zurück. Die umfangreiche Aufgabe des vorbeugenden Brandschutzes kann sie nicht allein bewältigen. Zur Überprüfung aller Feuerstellen der Stadt werden Schornsteinfeger hinzugezogen; außerdem werden Brandschaukommissionen gebildet.

1949

Die Wismarer Berufsfeuerwehr wird der Landesregierung in Schwerin formal unterstellt. Durch die Verordnung über das Brandschutzwesen erhält die Feuerwehr die erste gesetzliche Grundlage für ihre Tätigkeit.