Städtepartnerschaften

Die Hansestadt Wismar hat sieben Partnerstädte. Hier informieren wir Sie über die laufenden Projekte und Aktivitäten. Sie möchten gern mehr Informationen zu den Städtepartnerschaften oder haben Interesse sich in einem Projekt zu engagieren? Nehmen Sie gern Kontakt auf.

Aalborg

Lage: in Nordjütland in Dänemark

Einwohner: 122.550 (2026)

Partnerschaft: seit 1961

https://www.aalborg.dk/

 

Wismars dänische Partnerstadt Aalborg

Aalborg liegt in der Region Nordjütland und ist nach Kopenhagen, Aarhus und Odense die viertgrößte Stadt Dänemarks. Die Stadt liegt am Limfjord, der sich hier zu einer engen, flussartigen Passage verengt. Architektonisch reizvoll ist das Zusammentreffen von Tradition und Moderne. Malerische Altstadtgassen mit historischen Fachwerkhäusern wechseln sich mit der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts ab. Aalborg befindet sich im Strukturwandel von einer Industriemetropole zu einer innovativen Hochtechnologie- und Dienstleistungsstadt. Im Bereich der klimafreundlichen und nachhaltigen Stadtentwicklung gilt Aalborg als Vorreiter in Dänemark und Europa.

Die Stadt Aalborg veranstaltet alle vier Jahre internationale Jugendspiele (auf Dänisch: Ungdomslegene), ein Sportfest, zu dem Gäste aus allen Partnerstädten eingeladen werden. Aus Wismar haben schon mehrfach Jugendliche an diesem sportlichen Großereignis teilgenommen.


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Calais

Lage: am Ärmelkanal in Frankreich

Einwohner: 67.571 (2023)

Partnerschaft: seit 1971

https://www.calais.fr/


Wismars französische Partnerstadt Calais

Die nordfranzösische Hafenstadt Calais liegt an der engsten Stelle des Ärmelkanals, gegenüber der auf Klippen gelegenen Stadt Dover, und ist der wichtigste Ort für Fährfahrten zwischen Frankreich und England. Calais ist Mittelpunkt der Tourismusregion Opalküste. Mit dem Glockenturm des Rathauses, dem Belfried, ist Calais außerdem Welterbestadt. Vor dem Rathaus befindet sich die berühmte Bronzeplastik „Die Bürger von Calais“ des Künstlers Auguste Rodin. Mit dem „Drachen von Calais“ wurde an der neu gestalteten Strandpromenade eine Attraktion geschaffen, die Einheimische und Gäste gleichermaßen begeistert.

Wismar gehört zu einer Reihe von Städten, die in der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik Partnerschaften mit französischen Städten begründet haben. Als Land mit revolutionären Traditionen, der Französischen Revolution, als Heimat der Résistance und mit einer starken kommunistischen Partei war Frankreich von großem Interesse. Dem Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik Deutschland sollte mit der Förderung diplomatischer und kultureller Beziehungen und der Begründung von Städtepartnerschaften Präsenz entgegengesetzt werden. Seit Ende der 1960er-Jahre bestanden in Wismar Kontakte zu Calais, das damals eine kommunistische Stadtspitze hatte.

Nach einer längeren Ruhephase wird die Städtepartnerschaft seit den 2020er-Jahren durch gegenseitige Besuche zu besonderen Anlässen wieder gepflegt und weiterentwickelt. Ein starker Partner ist dabei die Deutsch-Französische Gesellschaft Wismar, ein eingetragener Verein.

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Hansestadt Lübeck

Lage: an der Ostsee in Deutschland

Einwohner: 218.100 (2022)

Partnerschaft: seit 1987

https://www.luebeck.de/

Projekte / Austausch

Der Lübecker Bürgermeister Jan Lindenau war am 2. Oktober 2024 Gastredner bei der festlichen Sitzung der Wismarer Bürgerschaft zum Tag der Deutschen Einheit. Er hob die langjährige Verbindung der beiden Hansestädte hervor und unterstrich die Bedeutung der zukünftigen Zusammenarbeit.

Seit vielen Jahren pflegen die Gleichstellungsbeauftragten beider Städte einen kontinuierlichen Austausch. Sie unterstützen sich beispielsweise gegenseitig bei Veranstaltungen.

Kalmar

Lage: an der Ostsee in Schweden

Einwohner: 41.852 (2020)

Partnerschaft: seit 2002

https://kalmar.se/

Wismars schwedische Partnerstadt Kalmar

Die Städtepartnerschaft zwischen der Hansestadt Wismar und der südschwedischen Stadt Kalmar besteht seit 2002. Sie verbindet zwei Städte, die über Jahrhunderte hinweg wichtige Hafen- und Handelsorte im Ostseeraum waren.

Kalmar liegt in der südschwedischen Provinz Kalmar län und der historischen Provinz Småland an dem zur Ostsee gehörenden Kalmarsund. Die Stadt war in der Geschichte Schwedens ein politisch bedeutendes Zentrum und hat heute etwa 42.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Mit dem Schwedenfest erinnert Wismar an die 155-jährige Zugehörigkeit zum Königreich Schweden zwischen 1648 bis 1803 und feiert heute die Verbundenheit beider Länder.
Ein sichtbares Beispiel der Zusammenarbeit ist die regelmäßige Teilnahme offizieller Delegationen aus Kalmar am Schwedenfest. Vertreterinnen und Vertreter beider Städte nutzen das Fest für Begegnungen, Empfänge und den fachlichen Austausch.

Darüber hinaus gab es in den vergangenen Jahren wechselseitige Besuche von Kommunalpolitikerinnen und -politikern sowie Kontakte zwischen Schulen und Vereinen. So standen unter anderem Themen wie Stadtmarketing, Tourismusentwicklung im Ostseeraum und nachhaltige Stadtentwicklung auf der Agenda gemeinsamer Gespräche.

Enge Beziehungen nach Kalmar pflegt auch die Deutsch-Schwedische Gesellschaft Wismar e.V., die regelmäßig Fahrten nach Schweden und insbesondere nach Kalmar für ihre Mitglieder organisiert.
Die Partnerschaft dient vor allem der Pflege historischer Verbindungen und der deutsch-schwedischen Verständigung auf kommunaler Ebene.


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Kemi

Lage: am Bottnischen Meerbusen in Finnland

Einwohner: 19.368 (2023)

Partnerschaft: seit 1959

https://www.kemi.fi/


Wismars finnische Partnerstadt Kemi

Die Städtepartnerschaft zwischen der Hansestadt Wismar und der finnischen Stadt Kemi besteht seit 1959.

Kemi liegt im Norden Finnlands am Bottnischen Meerbusen, unweit des Polarkreises, und hat rund 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Als Tor zu Lappland ist die Stadt bekannt für ihre arktische Natur, die Holzindustrie sowie den weltweit bekannten SnowCastle-Komplex, der jährlich neu aus Schnee und Eis errichtet wird.

Die Städtepartnerschaft wird durch regelmäßige Begegnungen und den fachlichen Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern beider Städte mit Leben erfüllt. In den vergangenen Jahren standen insbesondere Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung und des Tourismus im Mittelpunkt gemeinsamer Gespräche.

Ein weiterer Schwerpunkt der Partnerschaft ist der Ausbau der Kontakte zwischen jungen Menschen. Derzeit wird der Aufbau einer Schulpartnerschaft vorbereitet. Sie soll den Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern beider Städte fördern und das gegenseitige Verständnis für Kultur, Sprache und Lebensweise stärken.

Die Partnerschaft zwischen Wismar und Kemi steht für den europäischen Gedanken, den Austausch von Erfahrungen und den Aufbau persönlicher Beziehungen.


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Pogradec

Lage: am Ohridsee in Albanien

Einwohner: 46.070 (2023)

Partnerschaft: seit 2019

https://www.bashkiapogradec.gov.al/

Projekte / Austausch

Gesundheitsmobil für Pogradec

Das ehemalige Gesundheitsmobil des Landkreises Nordwestmecklenburg, das außer Betrieb war, wurde im Sommer 2024 wieder instandgesetzt.

Jugendliche nahmen an einem Ferienworkshop „Schrauben und Sprayen“ teil. In einer Autowerkstatt halfen sie bei der Reparatur des Fahrzeugs mit und entwickelten gemeinsam mit dem Graffiti-Künstler Arkadij Blinow ein Gestaltungskonzept, das sie anschließend umsetzten.

Im August 2024 übergab Bürgermeister Thomas Beyer das überholte Fahrzeug an die Partnerstadt Pogradec.

Das Gesundheitsmobil wird künftig für das städtische Krankenhaus in Pogradec und Umgebung im Einsatz sein.

Gefördert wurde das Projekt mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie der Familie Christiansen-Stiftung.

Die Überführung des Fahrzeugs nach Pogradec übernahm der Christliche Hilfsverein Wismar e.V..



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Tschornomorsk

Lage: am Schwarzen Meer in der Ukraine                                               

Einwohner: 57.983 (2022)

Partnerschaft: seit 2023

https://od.cmr.gov.ua/

Projekte / Austausch

Ein Kleinbus für Tschornomorsk

Im Jahr 2024 hat die Hansestadt Wismar ihre ukrainische Partnerstadt Tschornomorsk unterstützt: Sie half bei der Anschaffung eines Kleinbusses für Menschen mit Behinderungen. Der Bus wird vor allem eingesetzt, um Kinder im Rollstuhl zur Schule zu bringen.

Bislang verfügte Tschornomorsk über kein solches Fahrzeug. Wegen der Auswirkungen des russischen Angriffskrieges war es der Stadt nicht möglich, die Kosten aus eigenen Mitteln zu tragen.

Die Anschaffung des Kleinbusses, seine rollstuhlgerechte Ausstattung sowie die Überführung nach Tschornomorsk wurden zu 90 Prozent aus Fördermitteln von „Engagement Global“ finanziert – mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Um den erforderlichen Eigenanteil aufzubringen, rief die Hansestadt Wismar zu Spenden auf – mit Erfolg: Dank großzügiger Beiträge von Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern konnte das Projekt umgesetzt werden.

Im Jahr 2024 kam es zu gegenseitigen Delegationsbesuchen in Wismar und Tschornomorsk. Außerdem nahmen Vertreterinnen und Vertreter beider Städte gemeinsam am Deutsch-Ukrainischen Netzwerktreffen in Warschau teil.

Für 2025 sind weitere Treffen im Rahmen von Konferenzen und Delegationsreisen geplant. Außerdem wird an einem neuen Projekt gearbeitet: An der stark frequentierten Strandpromenade in Tschornomorsk soll ein modularer Schutzraum aufgestellt werden – als Reaktion auf die anhaltende Bedrohung durch den Krieg.

  • Kleinbus für Tschornomorsk

    Copyright: Stadtverwaltung Tschornomorsk



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