Wismar bewirbt sich um das Siegel "Kinderfreundliche Kommune"
Gemeinsame Pressemitteilung der Hansestadt Wismar, des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V., UNICEF Deutschland und des Deutschen Kinderhilfswerks.
Die Hansestadt Wismar verpflichtet sich, die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen vor Ort zu stärken. Bürgermeister Thomas Beyer hat dazu am 10. März 2026 eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen unterzeichnet. Im nächsten Schritt wird die Hansestadt einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen in Wismar besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen.
Für den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt wird, vergibt der Verein das Siegel "Kinderfreundliche Kommune". Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Hansestadt und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen begleitet den gesamten Prozess.
Die Hansestadt Wismar ist die erste Kommune in Mecklenburg-Vorpommern, die dem Vorhaben "Kinderfreundliche Kommune" beitritt.
Bürgermeister Thomas Beyer betont: "Uns sind die Interessen der Kinder und Jugendlichen sehr wichtig, dazu gehört selbstverständlich auch die direkte Einbeziehung. Die Hansestadt Wismar war bereits die erste Kommune, die ein Kinder- und Jugendparlament eingerichtet hat in Mecklenburg-Vorpommern. Und jetzt wollen wir die erste Kommune in MV werden, die das Siegel ,Kinderfreundliche Kommune‘ erhält."
Dominik Bär, Geschäftsführer des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, freut sich darüber, Wismar im Programm der Kinderfreundlichen Kommunen e.V. begrüßen zu dürfen: "Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung setzt die Hansestadt Wismar ein starkes und zukunftsgerichtetes Zeichen für die nachhaltige Verankerung von Kinderrechten. Nun gilt es, die Lebenslagen junger Menschen systematisch zu analysieren, bestehende Strukturen zu überprüfen und gezielt weiterzuentwickeln, damit ihre Bedürfnisse noch konsequenter im Mittelpunkt kommunalen Handelns stehen. Mit dem Kinder- und Jugendparlament verfügt Wismar bereits über eine wichtige Grundlage, die nun strategisch eingebunden werden muss. Der geplante Aktionsplan bietet die große Chance, Beteiligung verbindlich abzusichern und Kinderrechte langfristig wirksam zu stärken. Wir freuen uns sehr, diesen Weg zu begleiten."
Das Programm "Kinderfreundliche Kommunen" läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird nach einer Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach dem Beschluss des Aktionsplans durch die Bürgerschaft prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.
Seit über zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen Städte und Gemeinden und nun auch Landkreise bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Mehr als 60 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich dem Vorhaben "Kinderfreundliche Kommune" angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg.
Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Weitere Informationen:
www.kinderfreundliche-kommunen.de
www.childfriendlycities.org