Rückblick 2024: Unternehmerinnen und Bürgerschaft im Dialog
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Bild: © Henriette Grosse
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Bild: © Gleichstellungsbeauftragte
Auf Einladung von Petra Steffan, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Wismar, trafen sich am 28. Februar 2024 mehrere Unternehmerinnen sowie Vertreterinnen der Fraktionen Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und Für-Wismar-Forum. Der Abend stand unter dem Thema, wie die Arbeit in der Bürgerschaft funktioniert, wie Politik und Verwaltung zusammenwirken und wie Frauen sich gegenseitig unterstützen können.
Ein Schwerpunkt war die geringe Zahl weiblicher Mitglieder in der Wismarer Bürgerschaft: Von 37 Sitzen sind derzeit nur zehn von Frauen besetzt. Diese deutliche Unterrepräsentanz führte zu Diskussionen darüber, warum Frauen nicht häufiger Frauen wählen und wie sich die Parität verbessern ließe.
Zur Sprache kamen auch die vielfältigen Aufgaben der Kommunalpolitik – vom Bau von Kindergärten, Sportanlagen und Kultureinrichtungen über Fragen der Gleichstellung bis hin zu Feuerwehr, Ordnungsamt sowie Wasser- und Energieversorgung. Dabei wurde deutlich, dass zwischen Pflicht- und freiwilligen Aufgaben unterschieden wird, was für Außenstehende oft schwer nachvollziehbar ist.
Die Unternehmerinnen äußerten Ernüchterung über die langen Entscheidungswege: Von einer Idee bis zur Umsetzung vergehe viel Zeit, Vorhaben scheiterten oft an Finanzierungsproblemen oder fehlenden Mehrheiten. Sie plädierten daher für strukturelle Veränderungen und schnellere Verfahren.
Die Bürgerschaftsmitglieder empfahlen, Anliegen direkt in die Fraktionen einzubringen oder die Fragestunde vor den Bürgerschaftssitzungen zu nutzen. Sie betonten, dass Veränderungen nur gemeinsam möglich sind und reine Kritik wenig hilfreich sei.
Von Seiten der Unternehmerinnen wurden mehr Grünflächen, zusätzliche Sitzgelegenheiten und kleine Veranstaltungsformate zur Belebung der Innenstadt angeregt. Zudem forderten sie kürzere Fristen für Antragstellungen, eine bessere Kommunikation zwischen Verwaltung, Citymanagement und Unternehmen sowie die Einrichtung eines „Runden Tisches“, um Prozesse zu beschleunigen.
Fazit: Der Austausch erwies sich als lohnenswert. Missverständnisse konnten ausgeräumt werden, und es besteht der gemeinsame Wunsch nach weiteren Gesprächen.