28 Tonnen schwerer Ruderpropeller für die phanTECHNIKUM-Sammlung
Am Vormittag des 16. März 2026 wurde ein 3,6 Meter hoher und 28 Tonnen schwerer Ruderpropeller vom Schottel-Produktionsstandort in Wismar zum phanTECHNIKUM gebracht und dort als neues Großexponat im Außenbereich aufgestellt. Der funktionstüchtige Ruderpropeller wurde von der international tätigen Schottel GmbH, die eine Niederlassung in Wismar hat, gestiftet.
Der Ruderpropeller kombiniert Antrieb und Steuerung in einem einzigen System. Der Antrieb kann sich um 360 Grad endlos drehen und vereint Antrieb und Schub. Dadurch wird der Schub in jede gewünschte Richtung gelenkt. Schiffe werden dadurch deutlich wendiger, präziser manövrierbar und benötigen kein separates Ruder mehr.
Im Inneren arbeitet ein sogenannter Z-Antrieb: Die Kraft des Motors wird über zwei Winkelgetriebe jeweils um 90 Grad umgelenkt, sodass der Antrieb vom Motor vertikal nach unten und zum Propeller übertragen wird. Besonders bei Arbeits- und Spezialschiffen – etwa Schleppern, Offshore-Schiffen oder Feuerlöschbooten – hat sich dieses System weltweit durchgesetzt.
Seit seiner Einführung in der Mitte des 20. Jahrhunderts gilt der Ruderpropeller als eine der bedeutendsten Innovationen der modernen Schiffstechnik. Heute ist das Prinzip aus der internationalen Schifffahrt kaum mehr wegzudenken.
Für das imposante Exponat am phanTECHNIKUM wurde eigens eine sichere Befestigung konstruiert: Sie verteilt das enorme Gewicht von 28 Tonnen gleichmäßig auf stabile Stahlfüße. Allein diese Konstruktion stellt bereits eine bemerkenswerte ingenieurtechnische Leistung dar.
Der gespendete Propeller war ursprünglich für einen Schiffsneubau in Asien vorgesehen, der nicht realisiert wurde. Mit der Unterstützung des Technischen Landesmuseums Mecklenburg-Vorpommern erhielt die Sammlung ein außergewöhnliches technisches Objekt und ein beeindruckendes Beispiel moderner maritimer Ingenieurskunst – "Made in Wismar".
Mit dem neuen Großexponat erweitert das phanTECHNIKUM seine Sammlung um ein weithin sichtbares technisches Highlight und macht zugleich die technische Leistungsfähigkeit der maritimen Industrie in Wismar erlebbar.