Schaufenster-Ausstellung "DAMALS HEUTE HIER – Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus"
Der Widerstand von Frauen gegen den Nationalsozialismus war mutig, vielfältig, risikoreich – und ist doch heute fast vergessen. Daran wollen die "OMAS gegen RECHTS" in Wismar etwas ändern. Die Gruppe lädt, unterstützt vom Büro für Chancengleichheit der Hansestadt Wismar sowie gefördert durch den Bund Deutscher Pfadfinderinnen Mecklenburg-Vorpommern und die Gleichstellungsbeauftragten der Hansestädte Greifswald und Wismar, zur Schaufensterausstellung "DAMALS HEUTE HIER – Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus" ein.
Vom 16. April bis zum 31. Mai 2026 zeigen 22 Schaufenster in Wismar rund um die Uhr 22 Frauen des Widerstands. Ein Veranstaltungsprogramm mit Gesprächen, Filmen und Lesungen ergänzt die Ausstellung und schlägt eine Brücke in die Gegenwart.
Die Schaufenster-Ausstellung wird am Donnerstag, dem 16. April 2026, um 18.00 Uhr durch Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, im Hotel "Das Kittchen", Kellerstraße1 in Wismar, eröffnet. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sowie weitere Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.
Wer waren die Frauen im Widerstand? Die Ausstellung "DAMALS HEUTE HIER – Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus" zeigt, dass es sie gab. Unterschiedlich in Herkunft, Weltanschauung und Temperament, leisteten Frauen Widerstand und stellten dem totalitären System ihre Menschlichkeit entgegen – allen Gefahren zum Trotz.
Wie sah ihr Widerstand damals aus? Frauen wehrten sich gegen Unrecht und Unterdrückung, halfen Verfolgten, organisierten Fluchten oder beschafften gefälschte Papiere. Sie verbreiteten Flugblätter oder unterstützten Widerstandsaktionen. Viele ließen sich weder einschüchtern noch durch Verhaftungen brechen. Einige wurden in Konzentrationslager verschleppt – nicht wenige bezahlten ihren Mut mit dem Leben.
Was bedeutet das hier und heute? Die Schaufenster-Ausstellung lädt zu einem besonderen Stadtspaziergang durch Wismar ein. Die "OMAS gegen RECHTS" Wismar haben der vom Evangelischen Presseverband Bayern kuratierten Ausstellung widerständige Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern zur Seite gestellt. QR-Codes auf den Plakaten führen in einen digitalen Ausstellungsbereich.
Die Frauen des Widerstands von damals mahnen, nicht wegzuschauen, nicht zu schweigen, sondern Zivilcourage zu zeigen und die Demokratie zu schützen – heute und hier – mehr denn je.
Begleitprogramm:
- Ausstellungsgespräch am 25. April 2026 um 19.00 Uhr: "Treffpunkt Kohlehandlung", Lern- und Gedenkort für Annedore und Julius Leber, mit Dörte Döhl und Egon Zweigart aus Berlin; Ort: "Kulturwohnzimmer", Bohrstraße 13
- Filmveranstaltungam 28. April 2026 um 19.00 Uhr: "Aug in Aug mit Himmler", ein Portrait der Widerstandskämpferin Lina Haag, Dokumentarfilm von Andreas Gruber, Ort: "Kulturwohnzimmer", Bohrstraße 13
- Ausstellungsgespräch am 4. Mai 2026 um 18.30 Uhr: "Das kurze Leben der Cato Bontjes von Beek", Keramikladen Anne Jahn; Ort: Breite Straße 20
- Filmveranstaltung am 7. Mai 2026 um 19.30 Uhr: "Geschichte einer Liebe – Freya", Dokumentarfilm von Antje Starost; Ort: Tikozigalpa, Dr.-Leber-Straße 38; Eintritt: 3 Euro
- Lesung am 10. Mai 2026 um 15.00 Uhr: "Erst brannten die Bücher, dann Menschen", die Bücherverbrennungen im Mai 1933; Ort: Garten der ijgd und des Vereins Kulturmühle, Hinter dem Chor 13
- Ausstellungsgespräch am 12. Mai 2026 um 19.00 Uhr: "Mit Herz und Spachtel gegen Naziparolen", mit Irmela Mensch-Schramm; Ort: "Kulturwohnzimmer", Bohrstraße 13
- Filmveranstaltung am 17. Mai 2026 um 14.00 Uhr: "A Call to Spy – Spion aus Berufung", Spielfilm von Lydia Dean Pilcher; Ort: phanTECHNIKUM, Zum Festplatz 3
- Ausstellungsgespräch am 18. Mai um 17.00 Uhr: "Emmi, Gerda, Paula und all die Anderen", Widerstand im ländlichen Raum; Ort: "das füllwerk", Dankwartstraße 37
- Lesung am 20. Mai 2026 um 19.00 Uhr: "Man lebt ja nicht um seiner selbst willen", die Frauenrechtlerin Käthe Kern und der 20. Juli 1944, mit Ludger Fittkau, Journalist und Autor; Ort: Medienwerkstatt Wismar, Bürgermeister-Haupt-Straße 51-53
- Filmveranstaltung am 22. Mai 2026 um 19.00 Uhr: "Cato – Leben will ich, leben, leben!", Konzertfilm von Helge Burggrabe; Ort: Heiligen-Geist-Kirche, Lübsche Straße 31
- Ausstellungsgespräch am 27. Mai 2026 um 19.00 Uhr: "Demokratie braucht Erinnerung – Erinnerung braucht Demokratie!" (Referenten und Ort noch unklar)
- Filmveranstaltung am 28. Mai 2026 um 19.30 Uhr: "Widerstandsmomente", Dokumentarfilm von Jo Schmeiser; Ort: Tikozigalpa, Dr.-Leber-Straße 38; Eintritt: 3 Euro