Sanierung der Hochschiffgewölbe in der St.-Nikolai-Kirche in Wismar ist abgeschlossen
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Bild: © A&P Wismar Architekten
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Seit den 1990er-Jahren saniert die Hansestadt Wismar die mehr als 600 Jahre alten Mauern der St.-Nikolai-Kirche. Mitte März 2025 konnten die im Jahr 2021 begonnenen Arbeiten an den Hochschiffgewölben vollendet werden. Außerdem wurden zwischen Februar 2024 und März 2025 die Gewölbe im nördlichen Seitenschiff und in der nördlichen Kapelle sowie die beiden Gewölbe über der Sakristei restauriert.
Neben dem Austausch schadhafter Ziegel wurden unter anderem Risse im Mauerwerk geschlossen, marode Fensterrippen aufgemauert, Anschlussfugen an Fenstern saniert sowie Quereisen, Wind- und Spanneisen der Fenster sowie die Hängestangen an Kronleuchtern mit Rostschutz behandelt.
Weiterhin haben Restauratorinnen und Restauratoren Putz gesichert, gefestigt und ergänzt, Gewölbekappen entsalzt sowie Malereien an Gewölben und Wänden gereinigt, konserviert, retuschiert und zum Teil rekonstruiert. Die Stuckköpfe der Gewölbeanfänger wurden gereinigt und die Zerrbänder im Hochschiff restauriert.
Einzigartig ist, dass eines der beiden Gewölbe über der Sakristei jetzt wieder Ausschnitte der freigelegten mittelalterlichen Fassung neben der instandgesetzten letzten Fassung zeigt. Die Engelsfigur am Rippenbogen zwischen den beiden Gewölben war bis zur Unkenntlichkeit verschmutzt. Restauratorisch wurden behutsam mehrere übereinanderliegende Farbschichten abgenommen und die sehr dekorative, mehrfarbige Originalfassung freigelegt.
Teil der Maßnahme waren auch die Überarbeitung der riesigen Bleiglasfenster im Hochschiff sowie das Anfertigen und Anbringen neuer Schwitzwasserrinnen zum Auffangen von Feuchtigkeit. Erneuert wurden auch die Kronleuchter-Verkabelungen in den Bearbeitungsbereichen.
Die erfolgten Arbeiten wurden in drei Bauabschnitten realisiert. 2021: zwei Hochschiffgewölbe, 2022: vier Hochschiffgewölbe, 2024/2025: zwei Hochschiffgewölbe, ein Gewölbe im nördlichen Seitenschiff, ein Gewölbe in der nördlichen Seitenkapelle, zwei Gewölbe über der Sakristei. Die Gesamtkosten lagen bei etwa 1,53 Millionen Euro. Die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wurden aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert.
Die ausführenden Unternehmen kamen aus Wismar und der Umgebung und aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen. Für die umfangreiche Restaurierung war eine Firma aus Sachsen zuständig.
Auch in den kommenden Jahren wird die Hansestadt Wismar ihr Augenmerk auf den Substanzerhalt der St.-Nikolai-Kirche durch Bauunterhalt und notwendige Sanierungsmaßnahmen legen.