Orangefarbene Bank steht vor der Buchhandlung Peplau

Quelle: Pressestelle der Hansestadt Wismar

Ein neuer Standort für eine auffällige Sitzgelegenheit: Die orangefarbene Bank mit der Aufschrift "NEIN ZU GEWALT gegen Frauen!" steht nun vor der Buchhandlung Inge Peplau in der Krämerstraße in Wismar. Dort soll die Holzbank, die Petra Steffan, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Wismar, am 17. September 2026 an Buchhändler Ralf Peplau übergeben hatte, etwa vier Wochen lang zum Ausruhen, aber auch zum Nachdenken einladen.

Die orangefarbene Bank war in den vergangenen Monaten an mehreren Orten zu sehen, zuletzt am "Galeriecafé" in Kirchdorf auf der Insel Poel und davor vor dem "Café Glücklich" an der Schweinsbrücke in Wismar. Ein Schloss sichert die Sitzgelegenheit vor Diebstahl.

"Die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar", betont Ralf Peplau. "Dennoch gibt es Gewalt gegen Frauen und Mädchen, auch in Familien und Beziehungen, das ist leider noch immer ein Tabu-Thema. Deshalb unterstütze ich es, mit dem Aufstellen dieser orangefarbenen Bank ein Zeichen zu setzen und für das Thema zu sensibilisieren, aber auch auf Hilfeangebote aufmerksam zu machen."

Petra Steffan sagt: "Gewalt gegen Frauen darf nicht unsichtbar bleiben. Und darum bin ich froh, dass sich Zivilpersonen, Geschäftsinhaber und -inhaberinnen sowie Vereine und Verbände klar positionieren, indem sie die orangefarbene Bank vor ihren Geschäften beziehungsweise Räumen aufstellen. Denn es braucht mehr Aufmerksamkeit und ein klares gesellschaftliches Bewusstsein für die unterschiedlichen Formen von Gewalt – ob körperlich, psychisch, sexualisiert oder im sozialen und digitalen Raum. Dabei stehen wir alle in der Verantwortung: die Zivilgesellschaft, die Verwaltung und die Politik. Nur wenn wir gemeinsam hinschauen, Betroffene ernst nehmen und bestehende Hilfsangebote stärken, können wir wirksam gegen Gewalt vorgehen."

Laut Petra Steffan gehört dazu auch, dass Beratungsstellen und Frauenhäuser verlässlich gesichert und bedarfsgerecht ausgestattet sind. "Betroffene müssen schnell, niedrigschwellig und unabhängig von ihrer persönlichen Situation Unterstützung und Schutz erhalten", so die Gleichstellungsbeauftragte. "Gleichzeitig braucht es einen konsequenten Blick auf die Täter. Täterarbeit und Präventionsangebote sind ein wichtiger Bestandteil, um Gewalt zu verhindern, Verantwortungsübernahme zu fördern und Wiederholungstaten zu vermeiden. Gewalt gegen Frauen ist kein individuelles Problem, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Hinschauen, ansprechen, unterstützen und handeln – dafür tragen wir gemeinsam Verantwortung."

Wer die orangefarbene Bank ausleihen und so auf die Thematik aufmerksam machen möchte, kann sich bei Petra Steffan melden: per E-Mail an PSteffan@wismar.de, Telefon 03841 251-9032.