Mitteilungen von Bürgermeister Thomas Beyer zur Bürgerschaftssitzung am 30.04.2026
(ohne Veranstaltungstipps)
- es gilt das gesprochene Wort -
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren,
seit dem 26. April 2026 wissen wir, wer Bürgermeister wird und meine Nachfolge am 20. Juli dieses Jahres antreten wird. Ich möchte auch von hier aus Herrn Junge herzlich zu seiner Wahl gratulieren. Mögest du, Frank, nunmehr das Vertrauen, das in Dich gesetzt wurde, als Ansporn verstehen, Dein Amt mit Klarheit in der Haltung, mit Energie und mit Empathie für alle Einwohnerinnen und Einwohner in ihrer Vielfalt in unserer Stadt annehmen und damit auch all die Herausforderungen der nächsten Jahre meistern.
Herzlichen Glückwunsch noch einmal.
Ich möchte ausdrücklich allen an der Wahl Beteiligten herzlich danken. Die ca. 250 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer bzw. Wahlvorstände bekommen zwar auch ein Dankschreiben, aber man kann es nicht oft genug wertschätzen, dass sie sich für die Wahl, oder besser gesagt für Wahlen, immer wieder zur Verfügung stellen. Vielen Dank auch dafür.
Und auch meinem Team, unter Leitung von Frau Sydow, darf ich ein herzliches Dankeschön sagen. Sie haben die Wahl ausgesprochen gut organisiert. Es ist absolut nicht selbstverständlich, dass die angeforderten Briefwahlunterlagen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt beispielsweise verteilt werden. So konnten wir sichergehen, dass sie auch die Adressaten erreichten. Aber das ist nur ein Beispiel für die wirklich gute Organisation der Wahl. Auch hier sei allen Beteiligten herzlich gedankt.
So viel, meine Damen und Herren, zur Bürgermeisterwahl am 12. bzw. am 26. April 2026.
Nun einige weitere Informationen:
Das Projekt "km2 Bildung Wismar", das am Montag auf den Weg gebracht wurde, fördert durch ein lokales Netzwerk der Bildungsakteure vor Ort die sozialräumliche Schulentwicklung im Stadtteil Wendorf, um den Bildungserfolg in einem herausfordernden Umfeld zu verbessern. Im Fokus steht die Etablierung einer Pädagogischen Werkstatt, die als zentrale Koordinationsstelle zwischen Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen fungiert. Die Seeblick-Grundschule agiert als Schlüsselschule und integriert die sozialraumorientierte Entwicklung direkt in ihr Schulprogramm. Langfristig zielt die Initiative darauf ab, durch Zusammenarbeit und Qualifizierung die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu erhöhen. Durch die Bildungspartner im Quartier identifizierte Themen sind: Bildungsübergänge Kita-Schule-weiterführende Schule; Schule-Hort, Medienkompetenz, Sprachbildung, sozial-emotionale Kompetenzstärkung.
Die Hansestadt Wismar nimmt im Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge und in ihrer Zuständigkeit als Schulträgerin – auf eigene Kosten – im Wesentlichen folgende Aufgaben wahr:
- Zum einen Bereitstellung von räumlicher bzw. sächlicher Infrastruktur,
- zum Zweiten Mitfinanzierung der Sachkosten des Projektes km2 Bildung Wismar in Höhe von maximal 5.100,00 Euro pro Kalenderjahr durch Eigenmittel oder eingeworbene Fördermittel (Partner sind Wobau, WGU, Perspektive, Sparkassenstiftung) – da unsere Partner finanziell unterstützen ist unsere Arbeit auf 1.100 Euro begrenzt
- und zum Dritten Vermittlung von Netzwerkkontakten und Eröffnung von Zugängen zu Netzwerken, z.B. Kontaktvermittlung zu Stiftungen oder Arbeitsgruppen bzw. Interessengemeinschaften sowie Unterstützung bei der Einwerbung weiterer Fördermittel.
Das Projekt ist zunächst bis zum Jahr 2029 angelegt, kann dann aber bis 2034 verlängert werden.
Nun zum Kurt-Bürger-Stadion:
Die Hansestadt Wismar hat sich erneut erfolgreich um Fördermittel für ein Großprojekt bemüht.
Im Rahmen des Projektaufrufs zum Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten 2025/2026" wurde das Projekt "Sanierung Kurt-Bürger-Stadion 2. BA" der Hansestadt Wismar ausgewählt. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von 7,5 Millionen Euro und erhält eine Bundesförderung von 75% in Höhe von 5.625.000,00 Euro.
In einem Auswahlverfahren setzte sich die Hansestadt Wismar mit dem Projekt "Sanierung Kurt-Bürger-Stadion 2. BA" erfolgreich gegenüber 3.600 bundesweite Interessenbekundungen durch.
Mit dem Projekt "Sanierung Kurt-Bürger-Stadion 2.BA" soll das Stadion umfassend modernisiert und an die Anforderungen einer zeitgemäßen Sportinfrastruktur angepasst werden. Insbesondere sollen die Tribüne, das Kassenhaus 1 sowie die Außenanlagen saniert werden. Dies erfolgt vorrangig unter dem Aspekt der Barrierefreiheit. Ebenso wird das Vorhaben auch unter nachhaltigen Gesichtspunkten neugestaltet.
Ziel ist es, weitere denkmalgeschützte Bestandteile des Stadions langfristig zu sichern und neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen.
Wo Licht ist, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist leider auch Schatten. Ich will hier einige wenige Sätze zur Poeler Kogge sagen, wohl wissend, dass dazu auch eine Anfrage vorliegt, deren Beantwortung wir allerdings schriftlich vornehmen werden. Deswegen an dieser Stelle die folgenden Sätze:
Im Hinblick auf das Projekt "Maritimes Erbe Wismar" wurde mit dem Fördermittelgeber der komplexe Sachverhalt um den Förderverein "Poeler Kogge" in Verbindung mit dem Fördermittelantrag besprochen.
Seitens des Fördermittelgebers wird nun lösungsorientiert eine interne Prüfung dieses Sonderfalls erfolgen. Zielstellung ist hierbei, dass der Förderantrag "Maritimes Erbe Wismar" unabhängig vom Förderverein "Poeler Kogge" mit den Fördervereinen der "Atalanta" und der "Marlen" aufrechterhalten wird.
Die Hansestadt Wismar bleibt diesbezüglich in einem engen Austausch mit dem Fördermittelgeber.
Es wird gemeinsam an einer positiven Fortführung des Förderprojekts für die beiden Vereine der "Ataalanta" und der "Marlen" gearbeitet.
Im Übrigen weise ich darauf hin, dass nunmehr auch öffentlich bekannt ist, dass der Förderverein Poeler Kogge einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen gestellt hat. Insofern ist eine Unterstützung seitens der Hansestadt Wismar definitiv nicht möglich. Entscheidend ist jetzt der vorläufige Insolvenzverwalter, der in diesem Verfahren bestellt wurde. Ob ein Insolvenzverfahren eröffnet wird, ist hier bei uns nicht bekannt.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
die Bürgerschaft hatte im März 2025 beschlossen, dass das Ziel Fairtrade-Stadt zu werden, unterstützt wird. Eine Arbeitsgruppe aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern hat sich daraufhin mit ehrenamtlichem Engagement darum gekümmert, dass die geforderten fünf Kriterien erfüllt werden. Aus der Wismarer Stadtgesellschaft beteiligen sich gastronomische Einrichtungen, Geschäfte des Einzelhandels, Cafés, Restaurants, Schulen und kirchliche Einrichtungen an fairem Handel. Anfang Januar dieses Jahres konnte das Bürgerschaftsmitglied Ronny Kessler als Sprecher der Arbeitsgruppe Fair Trade die Bewerbung einreichen, die wir als Stadtverwaltung gern unterstützt haben. Vor ein paar Tagen wurde vom Fairtrade Deutschland e.V. der Erfolg der Bewerbung bestätigt. Für die feierliche Übergabe der Auszeichnung
sind wir gerade in der Terminfindung. Der Titel "Fairtrade-Stadt" soll dazu genutzt werden, den Fairen Handel in Wismar zu stärken. Wir werden als Verwaltung dieses Vorhaben auch weiterhin im positiven Sinne begleiten.
Noch einmal, meine sehr verehrten Damen und Herren, möchte ich auf unser Hilfsprojekt für unsere albanische Partnerstadt Pogradec aufmerksam machen. Sie wissen, dass ein Feuerwehrfahrzeug im Juli nach Pogradec überführt werden soll. Dazu hatte ich auch bereits in der März-Bürgerschaftssitzung ausgeführt. Ein Großteil der Kosten wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung abgedeckt. Aber wir haben einen Eigenanteil und haben diesbezüglich um Spenden gebeten. Der Spendenaufruf läuft weiter. Wir haben aktuell mittlerweile einen Spendenstand von 1.200 Euro und es wäre sehr schön, wenn noch weitere Spenden eingehen. Geben Sie dies also bitte gern an Freunde, Nachbarn oder wen auch immer weiter, damit wir unser Spendenziel von etwa 2.500 bis 3.000 Euro erreichen.
Sie haben gestern, sehr geehrte Mitglieder der Bürgerschaft, die Informationsveranstaltung zur Verkehrsentwicklungsplanung erleben können. Ich möchte Sie auf eine weitere Informationsveranstaltung, diesmal am 19. Mai, hinweisen. Am 19. Mai im Zeughaus wollen wir über die Kommunale Wärmeplanung alle Mitglieder der Bürgerschaft und auch die sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohner informieren. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor, weil danach dann auch die entsprechende Beschlussvorlage der Bürgerschaft vorgelegt werden soll.
Vielen Dank.