Lesung in der Stadtbibliothek Wismar - Christa Unzner setzt sich mit Erlebnissen ihrer Mutter auseinander

Quelle: Stadtbibliothek Wismar

Die Tagebuchaufzeichnungen der 18-jährigen Thea berichten von den letzten Wochen und Monaten des Zweiten Weltkrieges, die sie auf einem Gut im Norden Brandenburgs verbrachte. Vom Näherkommen der Alliierten und der Roten Armee, vom Aufruf zum Volkssturm, der in ihr Grauen und Entsetzen auslöst, von ihrer Flucht auf dem Treck und ihrer Rückkehr durch das zerstörte Berlin nach Hause. Ihre Aufzeichnungen sind von frappierender Authentizität, denn Thea schrieb, wo sie ging und stand, von ihren Gedanken und Ängsten, teils von schwärmerischen Mädchenträumen begleitet, teils journalistisch präzise, bis hin zu einem Erwachen, einem Begreifen und … einer großen Scham.

Nichts ist durch den Filter gegangen. Dies inspirierte ihre Tochter Christa Unzner zu einer Graphic Novel, einem grafischen Roman oder Comic-Roman mit dem Titel "Thea. Tagebuch". Christa Unzner setzt sich so mit ihrer 18-jährigen Mutter in einen fiktiven Dialog. Diesen Dialog hat sie, mit dem Regisseur Jürgen Bonk, in eine szenische Lesung umgesetzt, die breites Interesse fand und seit 2020 zahlreich aufgeführt wurde.

Christa Unzner ist mit ihrer Lesung zu Gast in der Stadtbibliothek der Hansestadt Wismar, Ulmenstraße 15: am 11. Mai um 19.00 Uhr.

Karten für diese ergreifende Lesung gibt es ab sofort in der Stadtbibliothek. Vorbestellungen werden entgegengenommen unter Telefon 03841 251-4020 oder per E-Mail an stadtbibliothek@wismar.de.