Löschfahrzeug aus Wismar ist nun in Pogradec im Einsatz
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Bild: © Stadtverwaltung Pogradec
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Bild: © Pressestelle der Hansestadt Wismar
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Bild: © Pressestelle der Hansestadt Wismar
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Am 13. Juli 2026 hat Bürgermeister Thomas Beyer auf seiner letzten Dienstreise im Amt zusammen mit der Präsidentin der Bürgerschaft, Sylvia Bartsch, in Wismars Partnerstadt Pogradec ein Feuerwehrauto übergeben. Das Mittlere Löschfahrzeug (MLF) war ab 1995 in den Diensten der Wismarer Feuerwehr und wurde zuletzt von der Freiwilligen Feuerwehr Altstadt genutzt, jedoch inzwischen durch moderneres Gerät ersetzt.
Bevor das Fahrzeug mithilfe des Christlichen Hilfsvereins Wismar e.V. nach Albanien gebracht wurde, wurde es in hunderten freiwilligen Arbeitsstunden durch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr Wismar überholt, erneuert und neu ausgestattet.
Durch das Fahrzeug hat die Feuerwehr von Pogradec, die ein sehr weitläufiges Gebiet rund um die Stadt betreut, ein sehr gut ausgestattetes Fahrzeug hinzugewonnen, um den Herausforderungen der Brandbekämpfung und -vorbeugung gerecht zu werden. Schon 2016 hatte die Hansestadt Wismar Pogradec mit einem Feuerwehrfahrzeug unterstützt.
Brandbekämpfer aus Wismar und Pogradec tauschten sich aus und trainierten gemeinsam
Ein wichtiger Teil der Reise neben der offiziellen Übergabe war eine detaillierte Einweisung in das Fahrzeug, die neuen Geräte und das Abhalten von Trainingseinheiten sowie das Besprechen von Feuerwehrtaktiken durch drei Mitglieder der Wismarer Feuerwehr mit ihren Pogradecer Kameraden. So wurde ein intensives Training im Bereich der technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen durchgeführt, bei dem insbesondere die Nutzung des neuen hydraulische Schneid- und Spreizgeräts im Fokus stand.
Neben der reinen Anwendung wurden auch taktische Grundsätze vermittelt und dabei festgestellt, dass es zwischen Deutschland und Albanien viele gemeinsame Schnittpunkte gibt. Der gemeinsame, rege Austausch zwischen den albanischen und deutschen Feuerwehrleuten spiegelt das beidseitige hohe Interesse an den Ausführungen der jeweils anderen Feuerwehr wider.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Training im Bereich der Brandbekämpfung. Hier wurde durch die Wismarer Kollegen eine Taktik vorgestellt, die eine schnellere Rettung von Personen in Brandwohnung ermöglichen kann. Diese Taktik wurde an zwei Tagen mit allen Pogradecer Kameraden ausprobiert, besprochen und optimiert. So wurden insbesondere Fragen im Bereich der taktischen Entrauchung offen angesprochen und gemeinsam erprobt.
Vielfältiges Programm für Gäste aus Wismar
Neben dem großen Thema Feuerwehr bot der Delegationbesuchs in der albanischen Partnerstadt Pogradec ein vielfältiges Programm: Während die drei Wismarer Feuerwehrleute ihre Kameraden in das neue Fahrzeug aus Wismar einwiesen und verschiedene Trainingseinheiten abhielten, besuchte Thomas Beyer zusammen mit Sylvia Bartsch zwei weitere Dörfer, die zu Pogradec gehören. Im Ort Lin direkt am Ufer des Sees besichtigten sie eine historische Stätte - einen Ort, an dem eine Basilika aus dem fünften Jahrhundert mit einem außergewöhnlichen Bodenmosaik entdeckt wurde. Danach schauten sie sich eine Fischzuchtanlage an, die ebenfalls zur Stadt Pogradec gehört. Dort wird der im Ohridsee typische Fisch "Koran" vermehrt und dann im Erwachsenenalter in den See ausgesetzt.
Darüber hinaus besuchten der Bürgermeister und die Präsidentin der Bürgerschaft noch einen Winzer, der in Familientradition auf über 750 Metern Höhe einen der besten Weine Albaniens herstellt. Die Wismarer wurden jeweils von ihren Kolleginnen und Kollegen aus der Pogradecer Stadtverwaltung begleitet.
Vertiefung der Partnerschaft
Der Besuch in der Partnerstadt diente nicht nur der Übergabe des Feuerwehrfahrzeugs und des Trainings der Pogradecer Kameraden, sondern auch generell der Vertiefung der Partnerschaft zwischen den beiden Städten. Zum Abschluss betonte der Bürgermeister von Pogradec, Ilir Xhakolli, seine Dankbarkeit und beide Bürgermeister versicherten einander die Fortführung der Partnerschaft.
Finanziert wurden die Überholung und Instandsetzung des Feuerwehrfahrzeugs und die Schulungseinheiten von der Servicestelle "Kommunen in der Einen Welt" von Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ein notwendiger Eigenanteil des Hansestadt Wismar von 10 Prozent der Kosten kam durch eine Spendenaktion zusammen. Allen Spenderinnen und Spendern sei an dieser Stelle herzlich Danke gesagt.