Grundstein für Multimediahaus im Ökologischen Schulort Wismar gelegt

Quelle: Pressestelle der Hansestadt Wismar

Der Ökologische Schulort Wismar bekommt ein Multimediahaus. Am 10. Dezember 2024 haben Monika Naß, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Wismar, Tilo Gundlack, Vorstandsvorsitzender der AWO Wismar, und sein Stellvertreter Frank Junge den Grundstein für das neue Gebäude auf dem Gelände am Mühlenteich gelegt.

In die Zeitkapsel kamen eine Schriftrolle mit guten Wünschen von Gästen der Grundsteinlegung, Münzen und eine Tageszeitung. Danach mauerten Monika Naß, Tilo Gundlack und Frank Junge den Behälter aus Kupfer in das Fundament ein. Bei der Zeremonie waren unter anderem Bürgermeister Thomas Beyer, die verantwortlichen Bauingenieure Manuela Bünger und Christian Bünger sowie Ingo Funk, stellvertretender Landrat von Nordwestmecklenburg und Kultur- und Bildungsdezernent, dabei.

Der Bau des Multimediahauses hatte im Oktober 2024 begonnen. Zuvor musste eine alte Scheune weichen. Die Eröffnung des Gebäudes ist im August 2025 geplant.

Investiert werden etwa 900.000 Euro. 400.000 Euro bringt die AWO Wismar auf, 500.000 Euro kommen vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Den Fördermittelbescheid hatte Umweltminister Dr. Till Backhaus bereits im Oktober 2020 übergeben.

Nach der Corona-Pandemie und dem Wechsel der AWO-Geschäftsführung waren die veranschlagten Kosten auf 1,4 Millionen Euro gestiegen. Zu viel für den Bauherren. Also wurde die Planung angepasst. "Der Grundriss ist um etwa 30 Prozent auf etwa 200 Quadratmeter verkleinert worden, eine geplante Terrasse wird nicht gebaut", nannte Manuela Bünger zwei Maßnahmen.

Das Multimediahaus mit interaktiven Geräten wird eingeschossig (drei Meter Raumhöhe, offene Holzbalkendecke) und mit einer Wärmepumpe, einer Photovoltaik-Anlage und einem Gründach ausgestattet sein. Das Ziegelmauerwerk bekommt eine Holzverkleidung. Die Seite Richtung Mühlenteich wird verglast.

Das Gebäude soll künftig für verschiedene Veranstaltungen genutzt werden, etwa als Natur- und Bildungshaus für Kindergruppen und für Weiterbildungen. Auch eine Anmietung für Feiern wird möglich sein.

Und es gibt weitere Ideen. So soll zum Beispiel eine kleine Kamera das emsige Treiben in einem Bienenstock auf einen Bildschirm im Gebäude übertragen. Eine weitere Kamera könnte zeigen, welche Wildtiere nachts um den Mühlenteich streifen. Geplant sind nicht zuletzt Nistmöglichkeiten für Vögel und Unterkünfte für Fledermäuse.

Ebenfalls angedacht ist ein kleiner Hofladen mit Produkten, die im Ökologischen Schulort angebaut werden. Die Automaten, in denen die Produkte aufbewahrt werden, sollen rund um die Uhr zugänglich sein.

Thomas Beyer dankte den vielen Engagierten, die am Bau beteiligt sind. Der Bürgermeister nannte den Ökologischen Schulort eine "segensreiche Einrichtung, die auch stark von Schulklassen und Kita-Gruppen frequentiert wird".

Dezernent Ingo Funk sagte: "Der Ökologische Schulort hat eine große Bedeutung für nachhaltige Bildung und die Begegnung der Menschen aller Generationen. Mit dem neuen Multimediahaus entstehen viele neue Möglichkeiten, miteinander zu interagieren, Natur- und Umweltbildung in Kombination mit den modernen Herausforderungen wie der Digitalisierung zu bewerkstelligen und letztendlich, Wismar und den Landkreis Nordwestmecklenburg als wichtigen Standort dafür zukünftig noch attraktiver zu machen."

Zum Ökologischen Schulort Wismar: Als Umweltbildungsanbieter für Schulen und Kindertagesstätten in der Hansestadt Wismar und im Landkreis Nordwestmecklenburg schafft der Ort vielfältige Möglichkeiten, Natur und Umwelt praktisch kennenzulernen und Kompetenzen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu erlangen. Die Vermittlung von sozioökologischen Kenntnissen sowie die Erarbeitung der nachhaltigen Bedeutung des eigenen Handelns sind zentrale Bestandteile der Veranstaltungen im Ökologischen Schulort Wismar.
Seit 2014 befindet sich der Ökologische Schulort Wismar in Trägerschaft der Protinus Projektentwicklung gGmbH Wismar und wird durch die Hansestadt Wismar und das Jobcenter Nordwestmecklenburg gefördert.