Ausstellung mit Fotos der Wismarer Werft im Museum SCHABBELL

Quelle: Schabbell

Das Stadtgeschichtliche Museum der Hansestadt Wismar, das SCHABBELL, Schweinsbrücke 6/8, lädt zur Ausstellungseröffnung "Im besten Licht? Die Wismarer Werft in DDR-Fotografien" ein – am Freitag, dem 24. April 2026, um 19.00 Uhr.

Vor 80 Jahren, im April 1946, wurde in Wismar eine neue Werft aufgebaut. Ihr Auftrag: Bergung, Instandsetzung und Auslieferung im Krieg versenkter Schiffe als Reparationsleistungen an die Sowjetunion. Aus diesen Anfängen entwickelte sich in kurzer Zeit ein bedeutender Werftstandort, der Wirtschaft, Stadtbild und Alltagsleben in Wismar nachhaltig prägte. Die Werft wurde zum industriellen, sozialen und kulturellen Zentrum Wismars. Kaum eine Familie blieb ohne Verbindung zu ihr. Bereits in den 1950er-Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt vom Reparaturbetrieb hin zum eigenständigen Schiffbau.

Der zeitliche Fokus liegt bewusst auf der Zeit zwischen 1946 und 1990. Sie markiert die Phase, in der die Werft nicht nur Produktionsstätte, sondern gesellschaftlicher Mittelpunkt in der Stadt Wismar war. Die Fotografien dokumentieren die Arbeit, Gemeinschaft, Kultur und den Alltag. Es wird aber auch untersucht, was außerhalb des Bildrandes liegt. Welche Konflikte, Mängel oder Spannungen werden nicht gezeigt?

Im Zentrum der Ausstellung steht nicht die Technik des Schiffbaus, sondern der Mensch: die Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte und Lehrlinge. Grundlage der Präsentation sind Fotografien aus dem Bestand des Stadtgeschichtlichen Museums der Hansestadt Wismar. Dabei handelt es sich überwiegend um offizielle Aufnahmen aus der Zeit der DDR, also um Bilder, die für Presse, Betriebschroniken, Propaganda, Werbung oder Repräsentationszwecke entstanden sind. Sie zeigen die Entwicklung von den Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg hin zum sozialistischen Großbetrieb.

Die Ausstellung ist bis zum 1. November 2026 im SCHABBELL zu sehen: dienstags bis sonntags jeweils von 11.00 bis 17.00 Uhr.