Eisenbahnüberführung Poeler Straße: Verkehrsfreigabe am 28. April
Die Bauarbeiten rund um die Eisenbahnüberführung in der Poeler Straße in Wismar sind so gut wie abgeschlossen. Die Deutsche Bahn (DB) optimiert mit dieser Maßnahme unter anderem die Schienenanbindung des Wismarer Seehafens für einen effizienteren Güterverkehr vom Hafen in das Hinterland. Dafür wurden vor allem zwei Bahnübergänge zurückgebaut und eine neue Eisenbahnüberführung geschaffen.
Der Straßenbau hat ein wenig mehr Zeit im Anspruch genommen. Nachdem seit November 2022 bereits Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer die Eisenbahnüberführung Poeler Straße queren können, folgt am 28. April 2023 die offizielle Verkehrsfreigabe für den Straßenverkehr. Lange Wartezeiten vor den Bahnübergängen sind damit Geschichte.
Bürgermeister Thomas Beyer und der DB-Konzernbevollmächtigte für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Alexander Kaczmarek, werden am 28. April um 11.30 Uhr mit einem Grußwort und dem symbolischen Band-Durchschneiden den Startschuss für die Inbetriebnahmefeier geben. Bis der Verkehr um 14.00 Uhr wieder rollt, haben Interessierte die Möglichkeit, diesen Abschnitt der Poeler Straße zu Fuß zu erkunden.
Zwischen 12.00 und 16.00 Uhr werden sich die DB und beteiligte Unternehmen in einem Festzelt hinter dem Lokschuppen der Eisenbahnfreunde Wismar e.V., Poeler Straße 3, präsentieren und Fragen zum Bauprojekt beantworten. Zusätzlich gibt es Sonderfahrten mit einem historischen Reichsbahn-Triebwagen der Neustrelitzer Hafenbahn, kleine Überraschungen und eine Dankeschön-Aktion: Die DB spendiert 1090 Bratwürste für 1090 Tage Straßensperrung als Dank an alle Betroffenen für 1090 Tage Geduld.
Um eine nachhaltige Lösung für die Nutzerinnen und Nutzer sowie die Anwohnerinnen und Anwohner der Poeler Straße zu schaffen, wurden in den vergangenen drei Jahren die beiden vorhandenen Bahnübergänge durch eine dreigleisige Eisenbahnüberführung ersetzt. Die neue Brücke macht einen fließenden Verkehr ohne Unterbrechungen und Rückstau möglich. Davon profitieren zukünftig auch der überregionale Ostseeküstenradweg und der sich in unmittelbarer Nähe befindliche Zentrale Omnibusbahnhof.
Die bauvorbereitenden Maßnahmen zum Bauprojekt starteten im Jahr 2018, ab Anfang Mai 2020 folgten die Hauptarbeiten des Bauprojektes. Neben dem Neubau der Eisenbahnüberführung inklusive der Herstellung des Trogbauwerkes mussten ebenfalls Arbeiten zur Anpassung an den Gleisanlagen und umfangreiche Straßenbauarbeiten stattfinden.