Ein Jahr "Sichere Orte" in Wismar – Erfolgreiches Projekt wird fortgesetzt
Seit Juni 2025 setzt das Gemeinschaftsprojekt "Sichere Orte" in der Hansestadt Wismar ein sichtbares Zeichen für Zivilcourage und gelebten Zusammenhalt. Mit zunächst 28 teilnehmenden Geschäften und Einrichtungen wurde ein Netzwerk geschaffen, das Menschen in Notsituationen schnell und unbürokratisch einen geschützten Anlaufpunkt bietet.
Nach einem Jahr Projektlaufzeit wurde "Sichere Orte" umfassend evaluiert. Ziel war es, Erfahrungen aus der Praxis zu erfassen, mögliche Vorfälle in den teilnehmenden Geschäften auszuwerten sowie Anregungen und Wünsche der Beteiligten für die weitere Entwicklung des Projektes einzuholen.
Die Evaluation erfolgte durch persönliche Gespräche, die durch Präventionsbeamte der Polizei Wismar geführt wurden, sowie durch eine ergänzende schriftliche Befragung. Insgesamt gingen 17 von 25 möglichen Rückmeldungen ein. Drei Geschäfte konnten aufgrund zwischenzeitlicher Schließungen nicht mehr an der Evaluation teilnehmen.
Das Ergebnis fällt insgesamt sehr positiv aus: Der überwiegende Teil der Teilnehmenden steht weiterhin hinter dem Projekt. Zwei Geschäfte regten an, die öffentliche Wahrnehmung von "Sichere Orte" weiter zu erhöhen. Gleichzeitig erklärten sie ihre Bereitschaft, Informationsflyer auszulegen und das Projekt noch stärker sichtbar zu machen.
Die positive Resonanz reicht inzwischen über die Hansestadt Wismar hinaus. Weitere Städte haben Interesse an dem Projekt bekundet und prüfen derzeit eine Umsetzung nach Wismarer Vorbild.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Die Evaluation bestätigt den Erfolg des Projektes "Sichere Orte". Die teilnehmenden Geschäfte und Einrichtungen sind weiterhin bereit, ihre Räumlichkeiten Menschen in Notsituationen als sichere Anlaufstelle zur Verfügung zu stellen und damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit und Zivilcourage in der Hansestadt Wismar zu leisten.
Vor diesem Hintergrund spricht sich die Polizeiinspektion Wismar gemeinsam mit der Hansestadt Wismar dafür aus, das Projekt fortzuführen und weiter auszubauen. In enger Abstimmung mit dem Büro für Chancengleichheit soll die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert werden, um das Projekt noch bekannter zu machen und weitere Partner für das Netzwerk zu gewinnen.
"Sichere Orte" zeigt, dass Sicherheit dort beginnt, wo Menschen Verantwortung übernehmen - unkompliziert, engagiert und mitten in der Stadt.