Brunkowkai mit Wasserwanderrastplatz eingeweiht

Quelle: Pressestelle der Hansestadt Wismar

Nach mehreren Monaten Bauzeit wurde am 23. Februar 2026 in Wismar der sanierte Brunkowkai mit Wasserwanderrastplatz eingeweiht. Bei der feierlichen Eröffnung am Areal an der Stockholmer Straße/Kopenhagener Straße waren neben Senator Michael Berkhahn und Senatorin Heike Bansemer unter anderem auch Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, die Präsidentin der Bürgerschaft, Sylvia Bartsch, Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerschaftsfraktionen sowie der Stadtverwaltung und von Planungsbüros und Baufirmen vor Ort.

Schriftzug an der Kaimauer

Nach Grußworten enthüllten Senator Berkhahn und Minister Blank gemeinsam den Schriftzug "Brunkowkai" an der Kaimauer. Dieser wird bei Dunkelheit beleuchtet.

Mit dem neuen Wasserwanderrastplatz setzt Wismar ein weiteres Zeichen für die nachhaltige Weiterentwicklung des Hafengebietes und stärkt zugleich die touristische Infrastruktur der Hansestadt. Michael Berkhahn sprach von einem schönen Tag für Wismar. "Wir haben hier schicke neue Bootsliegeplätze sowie eine Fläche zum Flanieren und mit Stufen runter zum Wasser, auch mit Platz zum Genießen von Sonnenuntergängen, also mit ganz viel Aufenthaltsqualität", sagte der Senator. "Dies ist wieder ein Mosaiksteinchen, die Stadt lebens- und liebenswert zu gestalten."

Wolfgang Blank überreichte einen Zuwendungsbescheid des Wirtschaftsministeriums und betonte: "Der Brunkowkai ist ein kleiner Baustein zur weiteren Entwicklung des Wassertourismus in Mecklenburg-Vorpommern."

Die Baumaßnahme war nötig geworden, weil die Kaianlage marode war. Investiert wurden insgesamt rund 8,5 Millionen Euro. Etwa 3,95 Millionen Euro stellte das Land zur Verfügung. Vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Westmecklenburg kamen knapp 672.000 Euro. Die Hansestadt Wismar brachte rund 3,87 Millionen Euro an Eigenmitteln auf.

Hochwasserschutzwand und 14 neue Bootsliegeplätze

Kern der Maßnahme war die Herstellung einer etwa 140 Meter langen, horizontal rückverankerten Spundwand mit aufbetoniertem Stahlbetonholm. Zur weiteren Verbesserung des Hochwasserschutzes der Hansestadt Wismar wurde landseitig eine neue Hochwasserschutzwand errichtet. Diese basiert auf einer gemischten Rohrwandkonstruktion mit aufgesetzter Stahlbetonwand. Die zwei Zugangsöffnungen in der Hochwasserschutzwand können bei Hochwasserereignissen durch doppelte mobile Dammbalken verschlossen werden.

Ergänzend zur konstruktiven Sicherung sind eine moderne Schwimmsteganlage mit 14 Liegeplätzen für Boote sowie ein separater Steg für zwei Einsatzschiffe der Wasserschutzpolizei entstanden. Die Steganlage wird durch Dalben mit Durchmessern von bis zu 75 Zentimetern gefasst, Haltepfähle garantieren ein sicheres Festmachen der Sportboote. In diesem Bereich gibt es nun insgesamt 49 Bootsliegeplätze.

Uferpromenade mit Drehliegen, Spielschiff und Bäumen

Eine Uferpromenade mit Bongossi-Holzbelag und integrierter Treppenanlage wertet das Hafenbecken zusätzlich auf. Installiert wurden Beleuchtungsanlagen, Stromversorgungssäulen auf den Schwimmstegen, es gibt ein Wlan-Netz und Trinkwasserhähne. In Kürze sollen mehrere Sitzgruppen mit Tischen, Drehliegen und ein Spielschiff folgen.

Sechs Großbäume, zwei mehrstämmige Großgehölze sowie Stauden- und Gräserpflanzungen mit Solitätsträuchern (auf 300 Quadratmetern) werden gepflanzt. Komplettiert wird die Anlage unter anderem mit einer 150 Quadratmeter großen Blühwiese, mit verkehrsbegleitenden Einsaatflächen (170 Quadratmeter), 1500 Frühjahrszweibelpflanzen, Fahrradständern und Abfallbehältern.

Die Bauarbeiten für die Anlage in unmittelbarer Nähe des Alten Hafens und der Altstadt der Hansestadt Wismar hatten im Februar 2024 begonnen. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für März 2026 vorgesehen, wenn finale Ausstattungs- und Straßenbauarbeiten abgeschlossen sind.

Hier der Freiflächenplan: