Bürgermeister Thomas Beyer besucht Wismars ukrainische Partnerstadt Tschornomorsk
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Bild: © Stadtverwaltung Tschornomorsk/Olena Loboda
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Am vergangenen Wochenende hat Bürgermeister Thomas Beyer erneut Wismars ukrainische Partnerstadt Tschornomorsk besucht. Die Reise an das Schwarze Meer erfolgte, um erneut Solidarität zu zeigen einer Stadt gegenüber, die in den letzten Monaten mehrfach von russischen Raketen getroffen wurde und die tagtäglich unter dem Krieg Russlands gegen die Ukraine zu leiden hat. Und um das nächste Projekt - modulare Schutzräume - zu besprechen.
An der "Allee der Erinnerung", einem langen Weg in einem Park, an dem den aus Tschornomorsk stammenden Gefallenen des Krieges Russlands gegen die Ukraine gedacht wird, soll ein solcher modularer Bunker aufgebaut werden, der im Falle eines Luftangriffs den anwesenden Passantinnen und Passanten Schutz gewähren kann. Ein weiterer Schutzraum ist in der Nähe des Strandes geplant, der bald wieder zum Schwimmen freigegeben werden soll.
Die mobilen Bunker werden in der Ukraine hergestellt. Finanziert wird das Projekt durch "Engagement Global" mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Benötigt wird aber auch ein kleiner Eigenanteil, für den die Hansestadt Wismar zu Spenden aufrufen wird.
Im Rahmen des vollgepackten Delegationsprogramms besichtigte Thomas Beyer außerdem zwei Schulen, an denen gerade der Abschluss des Schuljahres gefeiert wurde, einen Kindergarten, eine Poliklinik und ein Krankenhaus, das mit einer Spende eines Arztes aus Ribnitz-Damgarten unterstützt wird. Die Spende für das Krankenhaus ging zunächst an den Christlichen Hilfsverein Wismar.
Darüber hinaus gab es viele weitere Programmpunkte, beispielsweise ein Treffen im Rathaus von Tschornomorsk mit Vertreterinnen und Vertretern von Jugendorganisationen. Für Kinder eines Waisenhauses hatte der Wismarer Bürgermeister auf Wunsch der Stadt Tschornomorsk Powerbanks, also tragbare Ladestationen für zum Beispiel Mobiltelefone, im Gepäck.
Im Bereich der Jugendarbeit soll zukünftig enger zwischen den Partnerstädten Wismar und Tschornomorsk zusammengearbeitet werden. Hierzu sind in naher Zukunft Videogespräche geplant.
In Tschornomorsk besichtigte Thomas Beyer auch den Computerraums einer Schule. Die Anschaffung von technischen Geräten für diesen Raum war möglich, weil sich ein Lehrer aus Erlangen an die Hansestadt Wismar gewandt hatte und die Stadt den Kontakt vermitteln konnte.
"Beeindruckend waren die zahlreichen Begegnungen mit Menschen in Tschornomorsk, auch auf der Straße, die meine Gastgeber ermöglicht haben. Ich habe einmal mehr erlebt, wie tapfer die Leute den Alltag trotz Krieges durchstehen und wie sie immer wieder Sorge dafür tragen, dass insbesondere Kinder und Jugendliche ein Stück Normalität erleben und das öffentliche Leben aufrechterhalten wird", sagt Bürgermeister Thomas Beyer. "Ich habe in den vergangenen Tagen eine große Dankbarkeit und Wertschätzung unseres Engagements erlebt. Für unsere ukrainischen Freunde ist es unwahrscheinlich wichtig zu wissen, dass wir sie nicht allein lassen."
Hier sehen Sie ein Video vom Besuch der Partnerstadt (Quelle: Stadtverwaltung Tschornomorsk):