"Museumswinter"-Vortrag am 13. November: "Marienfrömmigkeit am Vorabend der Reformation"
Auch in diesem Jahr lädt das Stadtgeschichtliche Museum der Hansestadt Wismar, das SCHABBELL, zu einer kleinen, aber feinen Veranstaltungsreihe mit wissenschaftlichen Vorträgen ein. Sie bieten spannende Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten. Das Format "Museumswinter" hat sich über die Jahre hinweg als feste Größe etabliert.
"Marienfrömmigkeit am Vorabend der Reformation": Am Freitag, dem 13. November 2026, hat das SCHABBELL, Schweinsbrücke 6/8, Professor Dr. Marc von der Höh (Universität Rostock) gewinnen können. Er wird in seinem Vortrag, der um 19 Uhr beginnt, spannende Einblicke in den Glauben der Bürgerinnen und Bürger unserer Region im 15. Jahrhundert geben. Woran die Menschen glaubten und wie sie ihren Glauben sichtbar machten, wird im Zentrum des Vortrages durch den Mittelalter-Historiker beleuchtet.
Am Vorabend der Reformation erreichte die Marienverehrung in den Hansestädten des südlichen Ostseeraums eine letzte Blüte: Bruderschaften und Marienaltäre, Rosenkranzandachten und Memorialstiftungen prägten das religiöse Leben.
Die durch die Reformation geprägte regionale Kirchengeschichtsschreibung hat diese Praktiken lange Zeit ausschließlich als Aberglaube gewertet. Der Vortrag setzt diesen Deutungen eine andere Perspektive entgegen, die weniger auf eine Wertung zielt, sondern die Funktion dieser Frömmigkeitsformen für die städtische Gesellschaft in den Fokus rückt.
Tickets: 7 Euro, mit Jahreskarte frei.
Weitere "Museumswinter"-Termine:
20. November 2026, 19.00 Uhr: "Die Ostseesturmflut 1625 in der Wismarbucht"
27. November 2026, 19.00 Uhr: "Warum sammelt das Museum eigentlich noch? Von Sammlern, Schätzen und Geschichten"