Willgeroth, Gustav

Heimat- und Familienforscher

geboren am 11. November 1865 in Wismar,
gestorben am 15. März 1937 in Wismar
Vater: Kaufmann


Lebensstationen und Wirken
  • Die Familie stammte ursprünglich aus Braunschweig und war seit Ende des 18. Jahrhunderts in Wismar ansässig.

  • Besuchte die Große Stadtschule Wismar.

  • 1886–1889: Theologiestudium in Rostock und Erlangen, jedoch ohne akademischen Abschluss.

  • Wandte sich anschließend der Journalistik zu.

  • 1893: Gründete in Wismar eine Zeitung, die er jedoch bald wieder aufgab.

  • 1893–1906: Besitzer der Buchdruckerei Willgeroth & Menzel in Wismar.

  • Ab 1897 erschienen dort die „Lyrischen Blätter“.

  • 1898: Veröffentlichung eines Bandes eigener Gedichte.

  • Wegen mangelnden Erfolgs gab er 1906 Druckerei und Verlag auf.

  • Wurde anschließend Vorsteher des Vorschussvereins der Filiale der Rostocker Bank in Wismar.

  • 1928–1936: Leiter des Kirchensteueramtes Wismar.

  • Betrieb intensive Forschungen zur Regional- und Familiengeschichte.


Wichtige Veröffentlichungen
  • 1898: Geschichte der Stadt Wismar. Teil 1 – Bis Mitte des 14. Jahrhunderts

  • 1903: Bilder aus Wismars Vergangenheit

  • 1911: Notizen zur Geschichte Wismars

  • 1924: Die Mecklenburg-Schwerinschen Pfarren

  • 1929: Die Mecklenburgischen Ärzte

  • 1932: Beiträge zur Wismarer Familienkunde

  • 1934: Poeler Familienkunde (in den Jahrbüchern)

  • 1934 und 1935: Die Lehrer der Großen Stadtschule Wismar

Als langjähriger Mitarbeiter des Ratsarchivs Wismar fertigte er zudem Register zu familienkundlichen Beständen an.


Kurzbiografie

Gustav Willgeroth widmete sein Leben der Dokumentation der Geschichte Wismars und Mecklenburgs.
Mit seinen akribischen Forschungen zur Familien- und Kirchengeschichte schuf er wichtige Nachschlagewerke für Historikerinnen, Genealogen und Heimatforscher.
Seine Werke sind bis heute Grundlagen der regionalen Geschichtsforschung.