Ernst Scheel
16. Juni 1872 – 4. Juli 1944
Wohnort: Böttcherstraße 4
Schicksal: Ermordet im Konzentrationslager Dachau
Kurzbiografie
Ernst Scheel wurde 1872 in Loppin geboren und wuchs in Wismar auf. Nach seiner Ausbildung zum Schlosser fuhr er mehrere Jahre zur See und verbrachte viel Zeit im Ausland. Später veröffentlichte er einige seiner Reiseerlebnisse. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD).
1921 wurde Ernst Scheel in die Wismarer Stadtverordnetenversammlung gewählt. 1926 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Rotfrontkämpferbundes und war am Aufbau einer Schalmeienkapelle beteiligt.
Auch nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten blieb er seiner politischen Überzeugung treu. Wegen seines Engagements wurde er verhaftet und als politischer Häftling in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Im November 1942 überführte man ihn in das Konzentrationslager Dachau, wo er am 4. Juli 1944 im Alter von 72 Jahren starb.
Verlegung des Stolpersteins
Für Ernst Scheel wurde am 15. Juli 2008 vor dem Haus Böttcherstraße 4 ein Stolperstein verlegt.