Rede von Bürgermeister Thomas Beyer zum Neujahrsempfang 2025 (in Einfacher Sprache)
Hallo Bürger und Bürgerinnen von Wismar,hallo Besucher und Besucherinnen von diesem Neujahrs-Treffen,
hallo Damen und Herren,
ich denke zurück an das Jahr 2024.
Für unsere Stadt war es ein besonderes Jahr.
Es war ein Jahr mit vielen internationalen Begegnungen.
Mit "international" meine ich:
Viele Menschen aus anderen Ländern haben in unserer Stadt studiert.
Mehr als an allen anderen Universitäten und Hochschulen in unserem Land.
Das war auch ein wichtiges Thema bei einem Treffen.
Das Treffen fand am 29. November letzten Jahres statt.
Es war ein Treffen über Hochschul-Politik.
Ein wichtiger Gast war Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.
Er ist der Chef vom Deutschen Akademischen Austausch-Dienst.
Er hat über das Internationale an den Hochschulen gesprochen.
Und mit "international" meine ich auch:
Viele unserer Besucher und Besucherinnen kommen aus anderen Ländern.
Mehr als 10 Prozent aller Besucher und Besucherinnen.
Und fast 13 Prozent der Menschen, die hier wohnen, kommen aus anderen Ländern.
Unsere Firmen arbeiten auch mit Firmen aus anderen Ländern zusammen.
Und sie verkaufen ihre Produkte in der ganzen Welt.
Das alles zeigt:
Wir sind Teil von Europa und der Welt.
Das bringt viele gute Dinge mit sich.
Aber es gibt auch Herausforderungen.
Ich spreche über unsere Freundschaften mit anderen Städten.
Im Jahr 2024 waren diese Freundschaften sehr lebendig.
Das bedeutet: Wir haben viel mit den anderen Städten gemacht.
Zum Beispiel hatten wir Besuch aus der Stadt Kemi.
Der Bürgermeister von Kemi war auch dabei.
Er kam zu unserem Straßen-Theater-Fest.
Nach dem Fest ist mein Stellvertreter, Herr Berkhahn, nach Kemi gefahren.
Herr Schomann, der Landrat, war auch dabei.
Er wollte dort lernen, wie man in Notfällen hilft.
Wir haben beschlossen, noch mehr zusammen zu machen.
Wir wollen voneinander lernen.
Zum Beispiel zum Thema Umwelt-Schutz und Tourismus.
Wir haben auch unsere Freundschaft mit der Stadt Calais erneuert.
Die Deutsch-Französische Gesellschaft hat uns dabei geholfen.
Schülerinnen und Schüler haben einen Film über unsere Stadt gemacht.
Der Film ist in französischer Sprache.
Wir haben den Film gesehen.
Das war bei einer Feier am 2. Oktober.
Herr Lindenau, der Bürgermeister unserer Freundesstadt Lübeck, hat dort geredet.
Ein Feuerwehrmann aus unserer Stadt ist nach Dänemark gereist.
Er war in der Stadt Aalborg.
Dort hat er bei den World Firefighters Games mitgemacht.
Das ist ein Wettkampf für Feuerwehrleute.
Eine Frau aus unserer Stadtverwaltung war auch in Aalborg.
Sie hat dort eine Konferenz besucht.
Es ging um Städte, die gut für die Umwelt sind.
Die Leute aus der Stadt Kalmar in Schweden haben mit uns gefeiert.
Wir feiern jedes Jahr das Schwedenfest.
Das war sehr lustig und wir haben viel gelacht.
Ich habe ein altes Krankenauto an unsere Freunde in der Stadt Pogradec in Albanien gegeben.
Jugendliche aus unserer Stadt haben das Auto schön gemacht.
In Pogradec kann man das Auto gut benutzen, um kranke Menschen zu transportieren.
Im Jahr 2025 wollen wir ein Feuerwehrauto nach Pogradec bringen.
Kurz vor Weihnachten haben wir etwas Schönes gemacht.
Wir haben einen Kleinbus gekauft.
Dieser Bus ist für Kinder mit Behinderungen.
Sie können mit dem Bus zur Schule fahren.
Der Bus steht in einer Stadt in der Ukraine.
Die Stadt heißt Tschornomorsk.
Das Geld für den Bus kam vom Staat und von vielen Leuten, die gespendet haben.
Vielleicht haben auch Sie gespendet.
Dafür danke ich Ihnen sehr.
Es gibt ein Video dazu.
In dem Video sehen Sie Bilder vom Bus.
Die Menschen aus Tschornomorsk waren auch bei uns.
Sie waren zweimal hier im Jahr 2024.
Die Menschen dort machen viel Gutes.
Sie sind sehr tapfer und denken auch an die schwachen Menschen.
Das ist schwierig, weil es dort Krieg gibt.
Russland macht dort viele schlechte Sachen.
Zum Beispiel gibt es oft keinen Strom.
Viele Dinge sind kaputt, zum Beispiel Straßen oder Häuser.
Der Strand ist gesperrt.
Viele Menschen sind im Krieg gestorben.
Trotzdem helfen die Menschen dort einander.
Das finden wir sehr gut.
Deshalb wollen wir ihnen weiter helfen.
Ich habe eine Reise nach Tschornomorsk gemacht.
Darüber habe ich einen Bericht geschrieben.
Das ist ein Text, in dem ich erzähle, was ich dort erlebt habe.
Wenn Sie den Bericht lesen wollen, können Sie das tun.
Der Bericht steht hier auf unserer Internet-Seite.
Also, liebe Leute, wir sind mitten in der Welt.
Wir helfen anderen Ländern und zeigen, dass wir Freunde sind.
Wir lernen von anderen Ländern.
Wir sind Freunde mit anderen Ländern.
Wir wollen das auch in 2025 weiter machen.
Weil wir alle Freunde mit anderen Ländern sein sollen.
Es gibt viele Beispiele, wie wir mit anderen Ländern zusammen arbeiten.
Zum Beispiel gibt es ein Treffen über Häuser aus Backstein.
Oder ein Fest auf der Straße mit Theater.
Aber ich erzähle jetzt nicht mehr davon.
Wenn ich an das Jahr 2024 denke, dann war es ein gutes Jahr.
Die Menschen in der Stadt haben gezeigt, dass sie viele verschiedene Menschen mögen.
Sie mögen, dass nicht alle gleich sind.
Sie mögen viele Farben.
Sie mögen keine Menschen, die andere Menschen hassen.
Sie mögen keine Menschen, die andere Menschen weg schicken wollen.
Es gibt viele Beispiele von Veranstaltungen.
Zum Beispiel:
Der erste CSD in Wismar.
CSD steht für Christopher Street Day.
Luis Dannewitz hat diesen Tag organisiert.
Er war am 14. September.
Ein anderes Beispiel ist eine Demonstration am 9. November.
Bei dieser Demonstration wollten die Menschen, dass die Partei AfD verboten wird.
Es gab noch mehr Demonstrationen in Wismar.
Alle hatten das Motto "Für ein Wismar ohne Hass und Hetze".
Zum Beispiel am 27. Januar, dem Tag zum Gedenken an den Holocaust.
Oder am 17. Februar.
An diesem Tag sind die Menschen mit Fahrrädern für ein Wismar ohne Hass und Hetze gefahren.
Und am 30. März gab es noch eine Demonstration.
Diese hatte auch das Motto "Weil die Menschenwürde unantastbar ist".
An diesem Tag sind die Menschen mit einem Kreuz voran gegangen.
Sie haben an den Stolpersteinen auf dem Weg zum Marktplatz angehalten.
Es gab auch Veranstaltungen zu den Antirassismus-Wochen.
Und die Interkulturellen Wochen.
Viele Vereine und Menschen haben bei diesen Wochen mitgemacht.
Es gab auch die Ausstellung "Toleranzräume" auf dem Marktplatz.
Und das Lesefest der Demokratie.
Und es gibt noch viele andere Beispiele.
Ich freue mich darüber.
Wir als Stadt wollen auch in Zukunft solche Veranstaltungen machen.
Wir wollen sie unterstützen und organisieren.
Aber es ist auch gut, wenn Menschen aus der Stadt selber aktiv werden.
Und wenn sie zusammen mit anderen für unser demokratisches Zusammenleben eintreten.
Ich möchte etwas ins Jahr 2025 mitnehmen.
Das möchte ich zusammen mit Ihnen tun.
Mit den Kindern und Jugendlichen aus dem Kinder- und Jugendparlament.
Mit den alten Menschen vom Seniorenbeirat.
Mit vielen Vereinen.
Mit den 'Omas gegen Rechts'.
Mit unseren politischen Parteien.
Mit allen, die unsere Demokratie schützen wollen.
Demokratie heißt, dass alle Menschen mitentscheiden können.
Und mit allen, die ein freundliches Miteinander fördern wollen.
Und mit allen, die gegen extreme Ansichten kämpfen wollen.
Wenn ich auf das letzte Jahr 2024 schaue, dann war es ein Jahr, in dem viel in unserer Stadt passiert ist.
Viele Menschen haben dabei geholfen.
Kommen Sie mit mir in die verschiedenen Stadtteile von Wismar.
Zum Beispiel zum Kagenmarkt.
Dort hat die Wohnungsbaugesellschaft zusätzliche Bäume gepflanzt.
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die das Leben besser machen.
Schauen Sie zum Friedenshof.
Das Krankenhaus hat Geld ausgegeben, zum Beispiel 5 Millionen für einen sehr modernen Operationssaal.
Die Altenheime am Friedenshof bauen einen Wohnbereich um.
Wir geben Geld für die große Sporthalle aus.
Die Menschen in der Stadt möchten, dass sie Stadthalle genannt wird.
Wir bauen auch weiter an einer neuen Sporthalle am Friedenshof.
Bald danach ist das Kurt-Bürger-Stadion dran.
Dort bauen wir ein neues Umkleidegebäude.
Die Wohnungsbaugesellschaft hat gerade neue Wohnungen Am Köppernitztal fertiggestellt.
Die Wohnungsbaugesellschaft gibt auch in Wendorf Geld aus.
Unsere Kita gGmbH plant, die Kita Seebad Wendorf neu zu bauen.
Das wird bald mit Geld von EFRE unterstützt.
EFRE ist ein Programm, das Geld für wichtige Projekte gibt.
Wir haben viele Straßen und Wege neu gemacht.
Das kann manchmal Ärger machen.
Zum Beispiel gibt es dann Staus.
Das war so in der Lübschen Straße.
Oder in der Schweriner Straße.
Oder in der Zierower Landstraße.
Aber wir haben auch in anderen Orten gearbeitet.
Zum Beispiel im Dendrologischen Lehrgarten.
Dort haben die Wege für Fußgänger und Fahrradfahrer eine neue Oberfläche bekommen.
Wir haben auch etwas für Fahrradfahrer gemacht.
Am Bahnhof gibt es einen Platz zum Abstellen von Fahrrädern.
Diesen Platz haben wir größer gemacht.
Viele Menschen benutzen diesen Platz.
In der Altstadt gibt es neue Möbel.
Viele Menschen finden die neuen Möbel gut.
Die Firma Goertz hat auch Bänke für die Geschäfte gemacht.
Die Bänke sind sehr beliebt.
Wir haben auch die Wasserkunst neu bepflanzt.
Das ist ein gutes Zeichen.
In St. Georgen haben wir neue Lampen gemacht.
Und wir haben neue Wohnungen gebaut.
Zum Beispiel an der Lübschen Burg.
Oder am Schwanzenbusch.
Oder am Klußer Damm.
Aber nicht nur die kleinen Sachen sind wichtig.
Auch die großen Sachen sind wichtig.
Zum Beispiel die Gleisanlagen am Haffeld.
Oder das neue Großgewerbegebiet am Autobahnkreuz.
Ihr alle habt dabei geholfen.
In Wismar gibt es keinen Stillstand.
Und das sind nur einige der Dinge, die wir gemacht haben.
Im Jahr 2024 haben wir gut mit unserem Geld umgegangen.
Unser Plan für das Geld hat uns gesagt:
Wir werden mehr als 15 Millionen Euro weniger haben.
Aber das ist nicht passiert.
Am Ende des Jahres hatten wir nur 192.000 Euro weniger.
Dazu haben wir auch noch 3,7 Millionen Euro für unsere Schulden bezahlt.
Das bedeutet:
Wir haben 3,9 Millionen Euro weniger.
Aber das ist besser als wir gedacht haben.
Es ist 11 Millionen Euro besser.
Wir können das Minus ausgleichen.
Wir haben noch Geld aus den letzten Jahren übrig.
Und wir haben weniger Schulden als vorher.
Unsere Schulden sind von 77,5 Millionen Euro auf 73,8 Millionen Euro gesunken.
Früher hatten wir mal Schulden von mehr als 110 Millionen Euro.
Das ist aber schon eine Weile her.
Wir starten das Jahr 2025 mit 17 Millionen Euro.
Im Jahr 2024 mussten wir kein Geld leihen.
Das sind gute Nachrichten.
Wir haben gute Arbeit geleistet.
Aber das ist nur ein vorläufiges Ergebnis.
Wir dürfen nicht übermütig werden.
Im Jahr 2025 wird es schwieriger mit dem Geld.
Aber vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben.
Danke an die Verwaltung und die Bürger.
Und auch danke an die Unternehmen, die Steuern zahlen.
Das Jahr 2024 war spannend.
Wir haben viele Sachen aus aller Welt in unserer Stadt gemacht.
Und wir haben uns um unsere Stadt gekümmert.
Wir haben uns an alte Sachen erinnert.
Zum Beispiel die Sparkasse.
Die Sparkasse ist 200 Jahre alt geworden.
Die Sparkasse gibt viel Geld für gute Sachen in der Stadt.
Die Kantorei ist 50 Jahre alt geworden.
Die Tourist-Information auch.
Licht am Horizont hat den 15. Geburtstag gefeiert.
Wir haben auch daran erinnert, dass wir selbst entscheiden können, was passiert.
Wir haben gefeiert, dass das Geschäft Karstadt weiterhin da ist.
Das war am 27. April.
Ein Café namens Glücklich hat einen Preis gewonnen.
Es ist das beste Café im Nordosten.
Das hat das Magazin "Der Feinschmecker" gesagt.
Aber wir machen nicht nur alte Sachen.
Wir machen auch neue Sachen.
Zum Beispiel in Wismar.
Wismar ist ein Ort in Mecklenburg-Vorpommern.
Dort machen wir viele neue Sachen.
Zum Beispiel mit der Innovationsagentur.
Und mit dem Innovations- und Wissenschaftspark.
Ich habe beim Frühstück mit Unternehmerinnen und Unternehmern gehört, was sie machen.
Einige haben neue Firmen gegründet.
Und diese Firmen machen gute Sachen.
Wismar ist jetzt Teil vom ESA-Netzwerk.
Das ist ein Netzwerk für Weltraumforschung.
Wismar ist der einzige Ort im Osten von Deutschland, der dazu gehört.
Wir machen also nicht nur alte Sachen.
Wir machen auch neue Sachen.
Wir denken auch an die Zukunft.
Wir planen, wie der Verkehr in der Stadt sein soll.
Das machen wir zusammen mit Ihnen.
Wir planen das bis zum Jahr 2025 oder 2026.
Wir wollen auch einen Plan machen, wie wir in der Stadt heizen.
Dafür brauchen wir einen Wärmeplan.
Das ist wichtig für die Zukunft.
Liebe Leserinnen und Leser,
im Jahr 2024 mussten wir uns von einigen Menschen verabschieden.
Ich kann nicht alle nennen.
Vielleicht denken Sie gerade auch an Menschen, von denen Sie sich verabschieden mussten.
Manuel Krastel ist gestorben.
Er war der Chef von der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest.
Er ist am 3. März gestorben.
Das war viel zu früh.
Lotte Meyer wurde sehr alt.
Sie wurde 101 Jahre alt.
Sie hat Geld gegeben, damit St. Georgen gebaut und erhalten werden kann.
Lotte Meyer wollte nicht, dass man sie fotografiert.
Deshalb gibt es kein Bild von ihr.
Ich möchte auch Siegfried Dorau erwähnen.
Vielleicht kennen Sie ihn nicht so gut.
Er war lange Zeit der Chef und Trainer vom SV Dargetzow.
Leider ist auch er im Jahr 2024 gestorben.
Am Ende des Jahres mussten wir uns auch von Thomas Agerholm verabschieden.
Er hat viel für unsere Stadt und für Wismar gemacht.
Wir werden uns an alle diese Menschen erinnern.
Auch an die, die ich nicht nennen konnte.
Sie sind ein Teil von unserer Stadtgesellschaft.
Durch unsere Erinnerung bleiben sie das.
Liebe Leute,
viele Menschen haben mich gefragt, was ich vom Jahr 2025 erwarte.
Und ich habe die Frage immer beantwortet.
Aber dann habe ich überlegt.
Ist es richtig, diese Frage so zu stellen?
Es klingt so, als ob wir nur zuschauen und nichts tun.
Aber wir sollten uns selbst fragen:
Was wollen wir im Jahr 2025 erreichen?
Und was möchte ich dieses Jahr erreichen?
Wir sollten nicht einfach alles hinnehmen.
Wir sollten auch nicht tatenlos sein.
Vieles hat sich geändert.
Unsere Demokratie ist in Gefahr.
Aber wir können sie schützen.
Im Jahr 2024 hat die Stadtgesellschaft gezeigt, dass sie das möchte.
Nicht alle, aber viele Menschen.
Am 23. Februar können wir zum Beispiel einen wichtigen Schritt machen.
Wir können unsere Demokratie schützen.
Die Demokratie, für die viele mutige Menschen 1989 gekämpft haben.
Lassen Sie uns das tun!
Die Wirtschaft hat schwierige Zeiten.
Aber wir dürfen nicht aufgeben.
Die Stadt Paris hat ein Motto:
Sie schwankt, aber sie geht nicht unter.
Es könnte gut für uns und unsere Wirtschaft sein.
Ich sehe viele gute Zeichen.
Zum Beispiel sind mehr Menschen auf Urlaub gekommen.
Bis September haben 346.000 Menschen hier übernachtet.
Im Jahr 2019, unserem besten Jahr, waren es 324.000 Menschen.
Viele Menschen besuchen unsere Sehenswürdigkeiten.
Zum Beispiel St. Georgen, das Welt-Erbe-Haus oder den Film "Bruno Backstein" in St. Marien.
Auch das Schabbell haben mehr als 20.000 Menschen besucht.
In unserer Stadt Wismar wird noch mehr gebaut.
Zum Beispiel die Straße zur Werft.
Und andere Straßen auch.
Die Arbeiten an der Brunkowkai werden fertig.
Wir hoffen, dass die Hochbrücke im Jahr 2025 fertig wird.
Das Gewerbegebiet Drewespark an der Schweriner Straße wird auch fertig, auch wenn es später ist.
Die Flächen in Kritzow können bald verkauft werden.
Und die Werft ist sehr beschäftigt.
Dort wird das große Schiff für Disney fertig.
Das wird ein tolles Ereignis im Jahr 2025.
Das Schiff wird dann die Stadt verlassen.
Die Werft hat auch viele Aufträge für die Marine.
Und den Auftrag für das Schiff Polarstern II.
Es könnte noch mehr Aufträge geben.
Wir können bei der wirtschaftlichen Entwicklung mitbestimmen.
Das machen wir auch.
Die Kriege in der Welt machen uns unsicher.
Zum Beispiel in Gaza und Israel, Syrien und der Krieg von Russland gegen die Ukraine.
Wir sind eine Mittelstadt und Teil der Welt.
Wir können nicht alles bestimmen.
Aber wir müssen hinsehen.
Wir müssen sehen, was in der Ostsee passiert.
Zum Beispiel, dass russisches Erdöl mit alten Schiffen transportiert wird.
Das ist nicht erlaubt.
Oder dass Kabel in der Ostsee kaputt gemacht werden.
Oder dass das GPS-System gestört wird.
Die Welt hat sich verändert.
Wir müssen das sehen und uns darauf einstellen.
Auch wir in Wismar können uns nicht zurückziehen.
Wenn wir mit unseren Freunden aus Kalmar oder Kemi sprechen, hören wir viele Dinge über Sicherheit.
Von ihnen können wir lernen.
Ich möchte über ein anderes Thema sprechen.
In unserer Stadt Wismar leben viele Menschen aus Syrien.
Mehr als 800 Menschen.
Einige Leute sagen, dass die Menschen aus Syrien jetzt zurück in ihr Land gehen sollen.
Weil das Assad-Regime gestürzt ist.
Das macht mich wütend.
Viele Politiker sagen, dass wir eine christliche Tradition haben.
Die gleichen Politiker sagen, dass die Menschen aus Syrien zurückgehen sollen.
Aber das Kind im Zentrum des christlichen Glaubens musste auch fliehen.
Mit seinen Eltern.
Wir sollten daran denken.
Die Menschen aus Syrien, die in unserer Stadt leben und arbeiten, sind willkommen.
Sie sollen selbst entscheiden, ob und wann sie zurückgehen.
Einige haben mir das schon gesagt.
Aber alle anderen sind auch weiterhin willkommen.
Ich möchte eine kleine Geschichte erzählen.
Vor vielen Jahrzehnten hat die amerikanische Anthropologin Margaret Mead einen Vortrag gehalten.
Ein Student hat gefragt, was das erste Zeichen unserer Zivilisation war.
Mead hat gesagt: "Ein verheilter Knochen."
Wenn ein Tier sich etwas bricht, kann es nicht überleben.
Aber wenn ein Mensch sich etwas bricht, kann er überleben.
Weil andere Menschen ihm helfen.
Sie bringen ihm Essen und Trinken.
Sie bleiben bei ihm.
Das erste Zeichen unserer Zivilisation ist also, dass wir uns um andere kümmern.
Liebe Gäste unseres Neujahrsempfangs,
wenn wir uns etwas für das Jahr 2025 vornehmen, dann das:
Wir sollen uns daran erinnern, dass wir uns um andere kümmern können.
Das wünsche ich uns allen.
Ich danke allen Menschen in unserer Stadt für ihre Hilfe im Jahr 2024.
Ich hoffe, dass das Jahr 2025 ein gutes Jahr für uns wird.
Vielen Dank.
Quelle: Büro des Bürgermeisters