Morhof, Daniel Georg

Polyhistor, Philologe, Dichter und Bibliothekar

geboren am 6. Februar 1639 in Wismar,
gestorben am 30. Juli 1691 in Lübeck
Vater: Notar


Lebensstationen und Wirken
  • 1655–1657: Besuch der Wismarer Gelehrtenschule und des Pädagogiums in Stettin

  • 1657: Beginn des Studiums der Rechte, Medizin und neuen Sprachen in Rostock

  • 1659: Bereits im Alter von 21 Jahren zum Professor der Poesie an der Universität Rostock ernannt

  • 1665: Berufung zum Professor der Eloquenz und Poesie in Kiel

  • 1680: Leiter der Universitätsbibliothek Kiel; veröffentlichte als erster Deutscher eine umfassende Geschichte der Weltliteratur

  • Wurde als „Vater der deutschen Literaturgeschichte“ bezeichnet

  • Verfasste Schriften zur Poetik, lateinische und deutsche Gedichte sowie das Bildungswerk „Polyhistor“

  • Erlangte als Wissenschaftler internationale Bedeutung


Kurzbiografie

Daniel Georg Morhof gilt als einer der bedeutendsten Gelehrten Norddeutschlands im 17. Jahrhundert.
Mit seinem Werk „Polyhistor“ schuf er ein Grundlagenwerk der europäischen Geistesgeschichte.
Er war einer der ersten, die das Wissen seiner Zeit systematisch und fächerübergreifend zusammenstellten.
Seine Arbeiten prägten die deutsche Literaturwissenschaft und Bildungsgeschichte nachhaltig.