Denkmal der Märzgefallenen

Im Jahr 1920 rief ein Aktionsausschuss, dem Vertreter der KPD, SPD, USPD, Gewerkschaften und Parteilose angehörten, die Bevölkerung zum Widerstand gegen die Kapp-Putschisten auf.

Als die von General Lettow-Vorbeck befehligten Truppen Wismar besetzten, kam es zu einem Gefecht, bei dem Franz Hameister in Gefangenschaft geriet und ermordet wurde.

Dem Terror der Soldateska fielen am 19. und 20. März 1920 weitere Arbeiter zum Opfer:
Otto Haase, Ludwig Jahn, Wilhelm Bartels, Willi Gebhard, Hans Wulff und Otto Puschmann.

Im Jahr 1921 errichteten die Gewerkschaften zum Gedenken an diese mutigen Arbeiter auf dem Wismarer Ostfriedhof ein Grabmal, das in eine Ehrenhainanlage integriert wurde.
Es zeigt in einem Bogenfeld die nackte Gestalt eines Jünglings, der die Flamme einer Fackel am Boden auslöscht.
Auf zwei Gedenktafeln sind die Namen der ermordeten Arbeiter verzeichnet.

Die Anlage besteht aus einer hellen Quadermauer.
Im Mittelpfeiler erinnert eine Gedenktafel an Johann Frehse und Ernst Scheel, die im KZ Dachau ermordet wurden.
Vor der Mauer erstreckt sich eine Terrasse, deren etwas tiefer liegender linker Teil das Urnenfeld der hier Beigesetzten umfasst.