Der Fürstenhof – Meisterwerk der Renaissance in Wismar
In unmittelbarer Nachbarschaft zur St.-Georgen-Kirche wurde der Fürstenhof als Sommerresidenz der mecklenburgischen Herzöge in zwei Bauabschnitten errichtet. Heute besteht er aus zwei Flügeln, die fast rechtwinklig zueinander stehen.
Das „Alte Haus“ entstand 1512/13 im spätgotischen Stil, während das „Neue Haus“ von 1553 bis 1555 im Stil der italienischen Renaissance erbaut wurde. Auffällig sind der reiche Schmuck aus Kalkstein und Terrakotta sowie die figürlichen Friese, die die drei Geschosse gliedern. Auch die Portale der Tordurchfahrt beeindrucken mit ihrer plastischen Gestaltung.
Nach 1648, als Wismar an die schwedische Krone fiel, diente der Fürstenhof fast 150 Jahre lang als Sitz des höchsten schwedischen Gerichts in Norddeutschland, dem sogenannten Tribunal. Heute beherbergt das prächtige Bauwerk das Amtsgericht Wismar.