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Heinrich Woest

07. Juni 1886 – 08. Februar 1939
St. Georgenkirchhof 13
ermordet im KZ Sachsenhausen

 

Kurzbiografie:

 "Aus Liebe im Vertrauen und Glauben zu  Gott."
(Antwort von Heinricht Woest auf die 1937 im Strafgefängnis Neustrelitz-Strelitz gestellte Frage, "auf welche Veranlassung er die Tat begannen" habe.)


Im St. Georgenkirchhof 13 wohnte und arbeitete der Schuhmacher Heinrich Woest. 1921 hatte er sich den Bibelforschern (Zeugen Jehovas) angeschlossen. Die Nationlsozialisten verhafteten ihn 1935 das erste Mal und verurteilten ihn zu einer viermonatigen Gefängnisstrafe, weil er mit anderen Mitgliedern der Wismarer Gemeinde der Zeugen Jehovas einen Protestbrief an die Hitlerregierung geschickt hatte.

Nach seiner Freilassung engagierte er sich weiterhin für die 1933 verbotene Glaubensgemeinschaft und so dauerte es nicht lange, bis die Gestapo wieder auf ihn aufmerksam wurde.

Im Sommer 1936 wurde er verhaftet und schließlich am 3. Februar 1937 vom Schweriner  Sondergericht, das im Wismarer Fürstenhof tagte, verurteilt. Die zweijährige Haftstrafe verbrachte er in Neustrelitz-Strelitz und Dreibergen-Bützow. Statt aber 1938 entlassen zu werden, überführte ihn die Gestapo in das Konzentrationslager Sachsenhausen. Dort verstarb Heinrich Woest nur wenige Monate später.

Er war einer von 168 Zeugen Jehovas, die in Sachsenhausen um Leben kamen.

 

Verlegung des STOLPERSTEINS:

Für Heinrich Woest wurde am 15. Juli 2008 Am St. Georgenkirchof 13 ein STOLPERSTEIN verlegt. Die Patenschaft für den STOLPERSTEIN haben das Ehepaar Matthias und Beate Oehm übernommen.

Zum Weiterlesen:
Bersch, Falk, Stolpersteine in Wismar. Wismar: 2018.

Falk Bersch, Protestaktion der Zeugen Jehovas vor 70 Jahren - der 7. Oktober 1943 in Mecklenburg, in: Zeitgeschichte regional. Mitteilungen aus Mecklenburg-Vorpommern. 8. Jg., 2004, H. 2, S. 5-17