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Verfahrensfrei dürfen beseitigt werden:

  1. Anlagen nach § 61 Absatz 1 Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern,
  2. freistehende Gebäude der Gebäudeklassen 1 und 3,
  3. sonstige Anlagen, die keine Gebäude sind, mit einer Höhe bis zu 10 m.

Die Beseitigung aller anderen Gebäude und Anlagen ist der unteren Bauaufsichtsbehörde mindestens 1 Monat zuvor anzuzeigen.

Dieses gilt nicht für Anlagen, die als Denkmale in die Denkmalliste eingetragen sind. Deren Beseitigung bedarf grundsätzlich der Baugenehmigung.

Wenn die Bauaufsichtsbehörde keine bauaufsichtlichen Maßnahmen ergreift, kann nach Ablauf der Monatsfrist mit den Arbeiten begonnen werden.

Eine nur teilweise Beseitigung eines Bauvorhabens ist eine Änderung einer baulichen Anlage und bedarf einer Baugenehmigung.

Bei nicht freistehenden Gebäuden muss die Standsicherheit des Gebäudes oder der Gebäude, an die das zu beseitigende Gebäude angebaut ist, durch einen qualifizierten Tragwerksplaner im Sinne des § 66 Absatz 2 Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern beurteilt und im erforderlichen Umfang nachgewiesen werden; die Beseitigung ist, soweit notwendig, durch den qualifizierten Tragwerksplaner zu überwachen. Dies gilt nicht, soweit an verfahrensfreie Gebäude angebaut ist.