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26.06.2020

Info zur Auslegung des B-Plans Nr. 68/17 für das ehemalige Hevag-Gelände

Der Bebauungsplan für das ehemalige Hevag-Gelände an der Schweriner Straße (B-Plan Nr. 68/17 "Sondergebiet Einkaufszentrum, Sondergebiet Wohnmobilstellplatz, öffentlicher Parkplatz, Mischgebiet und Wohngebiet am Drewes Wäldchen") liegt seit dem 16. Juni 2020 im Bauamt sowie auf der Homepage der Hansestadt Wismar online zur Einsicht aus. Interessierte haben noch bis zum 3. August 2020 die Gelegenheit, die umfangreichen Unterlagen zu studieren und Hinweise, Anregungen und Kritik an die Verwaltung zu richten. Die Möglichkeit, einen Termin zur Einsichtnahme und Erläuterung der Unterlagen im Bauamt der Hansestadt Wismar zu vereinbaren, haben bislang (Stand 26. Juni 2020) nur zwei interessierte Familien wahrgenommen.

Entwickelt wird das Gelände von einer privaten Investorengruppe, der HD Invest Gruppe in Zusammenarbeit mit der Peko GmbH, die das Grundstück von der e.dis AG erworben hat. Wegen der ursprünglichen Nutzung als Gaswerk ist das Areal mit Schadstoffen kontaminiert. Derzeit wird dort eine Sanierung des Bodens durchgeführt. Auch nach der Sanierung bleiben Teile des Areals nur eingeschränkt nutzbar - beispielsweise für Parkplätze, nicht aber für Wohnbebauung. Daraus ergibt sich unter anderem die Anordnung der unterschiedlichen Nutzungsarten in den Planungen.

Die Investorengruppe plant auf dem Gelände ein Einkaufszentrum, Wohnbebauung, einen Wohnmobilstellplatz sowie einen öffentlichen Parkplatz. Die Hansestadt Wismar gibt bei diesem Investorenprojekt mit entsprechenden Beschlüssen der Bürgerschaft die städtebaulichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Hevag-Geländes vor.

Diese Bedingungen sehen zum Beispiel vor, dass das Drewes Wäldchen in seiner historischen Größe unangetastet bleibt. In Abstimmung mit der Forstbehörde des Landes Mecklenburg-Vorpommern mussten - gegenüber ersten Entwurfsplanungen der Investorengruppe - beispielsweise die Flächen für Wohnbebauung und Einzelhandel reduziert werden, um ausreichend Abstand zum Drewes Wäldchen zu halten. Eine Waldumwandlung hingegen wird auf der Fläche des geplanten Wohnmobilparkplatzes und des Parkplatzes derzeit von der Forstbehörde geprüft.

Im Rahmen der städtebaulichen Entwicklungsplanung der Hansestadt Wismar sind für das Vorhaben der Investoren zwei Gutachten beauftragt worden mit der Frage, wie sich die zusätzlichen Einzelhandelsflächen auf den bestehenden Einzelhandel in der Hansestadt auswirkt. Beide Gutachten halten die Erweiterung der Verkaufsflächen für zulässige Sortimente und in maximal zulässiger Größenordnung für verträglich. Die Nähe zur Innenstadt - circa 900 Meter südlich vom Marktplatz - , Sortimente für die Nahversorgung (Lebensmittel und dergleichen), Synergieeffekte für die Altstadt dank Parkplätzen fast unmittelbar am Altstadtring tun ein Übriges.

Quelle: Pressestelle der Hansestadt Wismar