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Vorlage - BA/2015/1188-01  

Betreff: Zwischenbericht zur Beschlussvorlage (VO/2014/1065) zur Schaffung einer Willkommenskultur in Wismar

Antwort auf die Nachfragen des Bürgerschaftsmitglieds Schwarzrock
Status:öffentlichVorlage-Art:Bericht/Antwort gem. KV M-V
Verfasser:Trunk, Marco
Federführend:01 Öffentlichkeitsarbeit / Pressestelle Beteiligt:I Bürgermeister
Bearbeiter/-in: Trunk, Marco  1 Büro der Bürgerschaft
Beratungsfolge:
Verwaltungsausschuss Anfrage / Antwort / Bericht
13.04.2015 
Sitzung des Verwaltungsausschusses zur Kenntnis genommen   
Anlagen:
BA-2015-1188 Willkommenskultur  

Bericht/Antwort zur Nachfrage von Herrn Schwarzrock.

Zum B/A 2015/1188 - Zwischenbericht zur Beschlussvorlage (VO/2014/1065)

in Wismargab es Anmerkungen vom Bürgerschaftsmitglied, Herrn Schwarzrock. Diese wurden am 12.03. per E-Mail über das Büro der Bürgerschaft an die Verwaltung übersandt. Diese Nachfrage wird im Folgenden zitiert und nachfolgend beantwortet.

 

Anmerkungen

Sehr geehrter Herr Präsident,

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Sehr geehrter Herr Trunk,

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zu rubriziertem Zwischenbericht möchte ich ein paar kurze Anmerkungen geben.

Sollte sich dazu entschlossen werden, Anglizismen bzw. englische Titel zu verwenden, so sollte die Terminologie auch korrekt gewählt werden. So müsste der englische Begriff wohl lauten: Strategy for empowerment and participation. Ich gebe zudem zu bedenken, dass der deutsche Begriff (Strategie für Aktivierung und Teilhabe) viel zu technisch-hölzern klingt (Es erinnert etwas an Loriot). Er sollte so allenfalls Arbeitstitel sein. Ein Einfaches Willkommen in Wismardürfte in der Außenkommunikation viel positiver wahrgenommen werden. Eine Einbettung in die Kampagne Neugierig.Tolerant.Weltoffen.sehe ich skeptisch. Es wäre zwar eine Belebung dieser Kampagne, die bisher nur aus dem Produzieren von Aufklebern und Buttons bestand. Allerdings sollte das Konzept Willkommen in Wismarein eigenständiges sein und nicht unter vorgenannter Kampagne subsumiert werden um nicht verloren zu gehen, da vorgenannte Kampagne in der Stadt als inhaltsleer und als Marketingblase angesehen wird und vorliegendes Konzept damit automatisch ein negatives Label erhält. Ein eigenständiges Marketing (zwingend mit eigener Homepage als Plattform) würde die Durchdringungsquote erhöhen. Wichtig wäre, die Angebote dann auch leicht und verständlich (in deutscher, englischer, französischer, arabischer und ggf. türkischer Sprache) in eine moderne und einfach zu bedienende Homepage-Oberfläche einzubinden. Ich erlaube mir insoweit auch die Nachfrage, wie die Verwaltung hierzu konkretisieren will, da der vorliegende Bericht als Zwischenberichtdeklariert ist. Gibt es einen Abschlussberichtund wenn ja, wann kann mit diesem gerechnet werden?

Es ist unbedingt wichtig, die Umsetzung nicht nur als kommunikative Aufgabezu verstehen. Als reine Lexentsteht, außer einem blumigen Konzept, nichts. Um ein solches Konzept mit Leben zu füllen, ist eine Plattform einzurichten, die sich insbesondere an die modernen Mediengewohnheiten anpasst um den Zugang zum Vernetzungsangebot so niedrigschwellig wie möglich zu halten.

Im Übrigen ist der erste Entwurf einer solchen Strategie aus hiesiger Sicht gut gelungen.

 

Beantwortung

Zur Rechtschreibung

Der Rechtschreibfehler im Wort Strategy wird selbstverständlich in der Außenkommunikation mit der korrekten Schreibweise wiedergegeben.

 

Zum Ablauf:

Da die Bürgerschaft eine interfraktionelle Vorlage zur Schaffung einer Willkommenskultur in Wismar eingebracht und beschlossen hat, wurde die Verwaltung mit der Entwicklung eines Konzeptes beauftragt.
Uns ist es wichtig zu einem frühen Zeitpunkt über die strategische Ausrichtung des Konzeptes mit den Mitgliedern der Bürgerschaft ins Gespräch kommen, um eine gemeinsame Zielrichtung abzuklären  bzw. diese zu entwickeln.  Aus diesen Überlegungen heraus ist ein Zwischenbericht als B/A an die Bürgerschaft gegangen. Wir sind der Ansicht, dass wir nur im gemeinsamen sachlichen Dialog eine zukunftsträchtige Strategie entwickeln können, insbesondere da der Impuls aus der Bürgerschaft kam.

Es ist vorgesehen über diesen Strategievorschlag im Verwaltungsausschuss zu sprechen und der B/A wird daher auf die Tagesordnung gesetzt. Ziel ist es in einen konstruktiven Dialog zu treten.  Auch Detailfragen, wie Vorschläge zur Benennung etc.  können gerne angesprochen werden.

Schlussendlich ist dann geplant eine Vorlage einzubringen, die in der Bürgerschaft beschlossen werden soll. Der Zeitablauf hängt insbesondere  davon ab, welche Änderungswünsche und Vorschläge im Ausschuss noch an die Verwaltung herangetragen werden.

 

Zur Medialisierung:

Herr Schwarzrock fragte zudem nach der Schaffung einer Plattform und damit der Schaffung einer angemessenen Medialisierung für die Inhalte. Selbstverständlich müssen die Inhalte auch medial kommuniziert werden. Allerdings sind wir aktuell noch in der Phase uns über die Inhalte und die Zielrichtung zu verständigen. Die Frage nach der Medialisierung wurden zwar verwaltungsintern bereits angedacht (insbesondere, wie die Neubürger, die auf Sie zugeschnittenen FAQs abrufen können) allerdings sollte der Grundsatz Inhalt vor Medialisierunggewahrt bleiben. Schließlich müssen wir erst wissen, was wir kommunizieren wollen, um angemessen über Art und Umfang des Medieneinsatzes urteilen zu können. Selbstverständlich muss insbesondere auf Verständlichkeit geachtet werden.  Aber auch solche Fragen können und sollen Teil des Gesprächs im Verwaltungsausschuss werden.

 

Einbindung bestehender Konzepte:

Die Frage inwiefern bestehende Konzepte (beispielsweise neugierig.tolerant.weltoffen) eingebunden werden sollen, ist sehr relevant für den Strategieplan, denn er basiert auf dem Grundsatz zuerst zu schauen, welche Strukturen bereits vorhanden sind. Falls eine Struktur bereits vorhanden ist, ist dieser der Vorzug vor der Schaffung einer neuen Struktur zu geben. Erst dann, wenn etwas nicht vorhanden ist, sollen neue Strukturen geschaffen werden. Beispielweise wollen wir zuerst auf vorhandene Deutschkurse hinweisen, bevor wir neue Deutschkurse auf die Beine stellen.  Der Grund für diese Vorgehensweise ist zum einen rein pragmatischer Natur: Etwas das bereits vorhanden ist, kann sofort eingesetzt werden und muss nicht neu entwickelt werden. Das spart Zeit und Geld. Zum anderen wollen wir Doppelstrukturen vermeiden, da diese zu Missverständnissen führen. Unser Ziel ist es ja gerade nicht den "informationellen Flickenteppich"wie er aktuell für Neubürger vorliegt, insbesondere für diejenigen, die nicht Inländer sind, (z.B. durch die unterschiedlichen Zuständigkeiten, mal Landkreis/Stadt/Ämter/Einrichtungen... ) zu erweitern, sondern Informationen nach Möglichkeit zu bündeln und so für den Neubürger auf einfachere Weise zugänglich zu machen. Die Initiative neugierig.tolerant.weltoffenist allein schon von der Thematik her ein wichtiger Teil der Willkommenskultur in Wismar, daher ist es aus Verwaltungssicht nur folgerichtig auch diese bestehende Struktur einzubinden.


Anlage/n:

- keine

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 BA-2015-1188 Willkommenskultur (70 KB)      
Stammbaum:
    01 Öffentlichkeitsarbeit / Pressestelle   Bericht/Antwort gem. KV M-V
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