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Vorlage - VO/2014/0975  

Betreff: Konzept zur Willkommenskultur in Wismar
Status:öffentlichVorlage-Art:Fraktionsantrag
Verfasser:SPD-Fraktion
Federführend:SPD-Fraktion Bearbeiter/-in: SPD-Fraktion, Fraktion
Beratungsfolge:
Bürgerschaft der Hansestadt Wismar Entscheidung
28.08.2014 
Sitzung der Bürgerschaft der Hansestadt Wismar Verweisung in einen Ausschuss   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
03.11.2014 
Sitzung des Verwaltungsausschusses zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Wirtschaft und kommunale Betriebe Vorberatung
07.10.2014 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und kommunale Betriebe zurückgestellt   

Beschlussvorschlag:

Der Bürgermeister wird gebeten, ein Konzept zur Willkommenskultur in Wismar zu entwickeln, um mittel- und langfristig die Zukunftsfähigkeit Wismars als Lebensmittelpunkt und bedeutender Industrie-, Tourismus- und Hochschulstandort   dauerhaft zu sichern.

 


Begründung:

Der Begriff Willkommenskultur bezeichnet laut Wikipedia die Offenheit einer Gesellschaft, eines Unternehmens, einer Bildungseinrichtung, eines Sportvereins oder einer Institution gegenüber Migranten. Die Willkommenskultur signalisiert Migranten, ob sie erwünscht sind und es für sie Perspektiven gibt. Die Bildung einer Willkommenskultur kann nicht nur unterstützt, sondern auch geschaffen werden.

Die Willkommenskultur in Wismar soll weitergehender als in bekannten Definitionen Neuzuwanderer und auch bereits hier lebende Zuwanderer, wie Studenten, Arbeitgeber, Arbeitnehmer aus dem In- und Ausland, genauso wie Aussiedler und Flüchtlinge ansprechen.

Eine Willkommenskultur im Sinne von Service und Unterstützung von Neubürgern und potenziellen Arbeitskräften bzw. Unternehmern, gibt es in Wismar bisher nur in Einzelfällen, wie z.B. bei der Hochschule Wismar.

Andererseits besteht mittlerweile ein breites und auch politisch getragenes Verständnis dafür. Das sollten wir nutzen.

Die zunehmenden Bedarfe der Fachkräftesicherung und die Auswirkungen des demographischen Wandels sind längst auch in Wismar zu spüren. Der veränderte Arbeitsmarkt, der deutlich interkultureller und internationaler geworden ist, verlangt geradezu nach einer Willkommenskultur im umfassenden Sinne.

Insofern ist damit auch die Aufforderung an die Wismarer Bürgerinnen und Bürger mit ihren Institutionen, Vereinen und Verbänden verbunden, sich in dieser Frage weiter zu öffnen, um Wismar für nationale und zunehmend internationale Arbeits- und Fachkräfte attraktiver zu machen. Das ist für unsere Stadt, ihre wirtschaftliche Stabilität und Entwicklung überlebensnotwendig.

Dazu ist die Auseinandersetzung mit den Themen Fachkräftesicherung und Integration von Zuwanderern unter den relevanten Akteuren aus Wirtschaft, Politik und kommunaler Verwaltung in Zwischenschritten zu entwickeln und zu koordinieren.

Zur Entwicklung einer Willkommenskultur in Wismar können z.B. vorhandene Strukturen, Kampagnen (Wismar - Neugierig. Tolerant. Weltoffen) und Aktivitäten (z.B. die Interkulturelle Woche) genutzt, neu gestaltet oder zusammengeführt werden und somit vor allem in ihrer Außenwirkung verbessert werden.

Die Internetseite der Hansestadt Wismar ist als weiteres Beispiel unter dem Gesichtspunkt Willkommenskultur neu auszurichten, damit sich bspw. ein Neubürger schneller und kompakter über Informationen wie Arbeitsmöglichkeiten, Wohnungs-, Schul- oder KITA-Angebote, selbstverständlich auch in Englisch, informieren kann.

Die Internetpräsentation ist hinsichtlich der Entwicklung einer Willkommenskultur aus unserer Sicht bislang zu vordergründig auf Touristen und weniger auf die spezifischen Bedarfe ausgerichtet.

 

Kosten:

 

Wie beschrieben sind vorhandene Strukturen zu nutzen und auszubauen. Maßnahmen sind möglichst kostenneutral zu gestalten und zu verwirklichen.

Die Arbeit an Verbesserungen des Internetauftrittes der Hansestadt Wismar sollte im Rahmen des Personalentwicklungskonzeptes ermöglicht werden.

Weitere Einzelmaßnahmen, die Kosten verursachen, sind in Bürgerschaftsbeschlüssen zu konkretisieren und im Haushalt nach Bedarf und Möglichkeit einzustellen. Beteiligungen Dritter sind hinsichtlich geeigneter Finanzierungsmodelle zu prüfen und unabhängiges Sponsoring gegebenenfalls zu nutzen.

 

 


Anlage/n:

- keine