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Vorlage - VO/2019/3029-01  

Betreff: Erhalt des Baumbestands durch verpflichtende Nachpflanzung
Status:öffentlichVorlage-Art:Bericht/Antwort gem. KV M-V
Verfasser:1. Groth, Jan
2. Rittemann, Peter
Bezüglich:
VO/2019/3029
Federführend:60.2 Abt. Planung Beteiligt:I Bürgermeister
Bearbeiter/-in: Groth, Jan  II Senator
   60 BAUAMT
   68 Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb
   1 Büro der Bürgerschaft
Beratungsfolge:
Bürgerschaft der Hansestadt Wismar Anfrage / Antwort / Bericht

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Antrag:

 

Die Bürgerschaft beschließt, innerhalb der Altstadt, in den Grenzen des Sanierungsgebietes Altstadt und des Erweiterungsgebietes Altstadt für die Hansestadt Wismar die Selbstverpflichtung festzulegen, dass für jeden gefällten Baum im öffentlichen Raum zwei neue Bäume zu pflanzen sind.

 

Antwort:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
für Baumfällungen greift §18 des Naturschutzausführungsgesetztes M-V. Hier ist festgesetzt, dass Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 100 cm (gemessen in 1,30 m Höhe) gesetzlich geschützt sind.  Für diese Bäume ist eine Fällgenehmigung bei der Unteren Naturschutzbehörde einzuholen. Die erforderliche Ersatzpflanzung ist im Regelfall durch Ersatzpflanzungen mit einheimischen und standortgerechten Bäumen zu kompensieren. Der Kompensationsbedarf richtet sich nach dem Stammumfang des gefällten Baumes: 50 – 150 cm 1:1, > 150 bis 250 cm 1:2 und > 250 cm 1:3.

Dementsprechend besteht in den überwiegenden Fällen bereits eine Verpflichtung zu einer höheren Kompensation.

Eine bindende Umsetzung der Ersatzpflanzung innerhalb der Altstadt wird kritisch gesehen, da die im Verhältnis nur gering zur Verfügung stehenden Grünflächen schlichtweg nicht vorhanden sind. Eine Baumpflanzung kann demnach nur im dicht versiegelten Stadtboden stattfinden, dieser stellt für die Bäume jedoch einen sehr schwierigen Lebensraum dar. Aufgrund der hohen Verdichtung, Ver- und Entsorgungsleitungen im unterirdischen Raum, Fundamenten und Abfangungen, etc. kann sich das Wurzelsystem des Baumes nur sehr schwer entwickeln. Für eine nachhaltige und erfolgsversprechende Baumentwicklung muss daher ein großer Wurzelraum geschaffen werden – diese Maßnahme ist, wenn überhaupt, nur mit sehr aufwendigen und überdurchscnittlich kostenintensiven Wurzelschutzsystemen umsetzbar. Dort, wo Flächen zur Verfügung stehen, werden diese auch für Baumstandorte genutzt.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:
 

 

Stammbaum:
VO/2019/3029   Erhalt des Baumbestands durch verpflichtende Nachpflanzung   Fraktion FDP/GRÜNE   Fraktionsantrag
VO/2019/3029-01   Erhalt des Baumbestands durch verpflichtende Nachpflanzung   60.2 Abt. Planung   Bericht/Antwort gem. KV M-V