Hilfsnavigation
Seiteninhalt

Auszug - Vorstellung der Vorplanung zum Zaun Fürstenhofgarten  

Sitzung des Bau- und Sanierungsausschusses
TOP: Ö 8
Gremium: Bau- und Sanierungsausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 09.11.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 19:15 Anlass: Sitzung
Raum: Ohlerich-Speicher
Ort: Alter Hafen, 23966 Wismar


Frau Domschat-Jahnke erläutert die Chronologie und Entwurfsplanung anhand von Plänen zum  Fürstenhofgarten und erklärt, dass der Garten des Fürstenhofes zusammen mit dem Fürstenhof als Denkmal in die Denkmalliste der Hansestadt Wismar eingetragen ist. Sie ging auf die geschichtliche Entwicklung des Fürstenhofgartens ein. Die Fläche des Fürstenhofgartens ist seit Ende des 17. Jahrhunderts eine unbebaute Grundstücksfläche inmitten der historischen Altstadt. 

 

Die Entwurfsplanung zur Aufwertung und Gestaltung des Gartens basiert auf einer mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege abgestimmten denkmalpflegerischen Zielstellung aus dem Jahre 2005.  Eine Rekonstruktion soll ausgeschlossen werden, moderne Gestaltung und Einfriedung der Gartenanlage sind darin eingeschlossen. Mit der Entwurfsplanung wurden folgende Gestaltungsziele verfolgt:

 

      Klare Zuordnung des Gartens zum Gebäudeensemble

      Übernahme der überlieferten Gestaltungselemente aus der denkmalpflegerischen Zielstellung

      Berücksichtigung der Blickbeziehungen zur Architektur

      Unaufdringliche, ruhige Gestaltung mit Spielpunkt und geringen Pflegefolgekosten

      Einfriedung des Gartenraumes

      Abgrenzung zum Straßenraum

      Einsatz zeitgemäßer, nicht historisierender Materialien

      Verbesserung des Aufenthalts und der Erholungsfunktion.

 

Des Weiteren wurde die Planung 2006 im vorherigen und 2011 im jetzigen Sachverständigenbeirat vorgestellt. Beide Beiräte haben sich für eine Einfriedung des Gartens ausgesprochen.

 

Die Aufstellung eines Musterzaunfeldes in der Papenstraße erfolgte 2008. Eine Vorstellung der Planungen erfolgte im damaligen Sanierungsausschuss 2008. Eine Zustimmung der überarbeiteten Zaunvariante durch die Landesdenkmalpflege erfolgte ebenfalls 2008.

 

In der Sitzung des Sachverständigenbeirates im September 2011 sprach sich dieser für eine „mannshohe Zaunhöhe“ aus, so wie es schon durch das Beispiel – Zaunfeld in der Bliedenstraße demonstriert wird.

 

Frau Domschat-Jahnke verwies darauf, dass die Überplanung des Fürstenhofgartens im mittelfristigen Investitionshaushalt und im Rahmen der Planung der Städtebaufördermittel für 2019 eingeplant sind. Die Umgestaltung soll dann im Anschluss 2020 erfolgen. Derzeit stehen keine Planungs- und Investitionsmittel zur Verfügung.

 

Herr Kargel dankt Frau Domschat-Jahnke für ihre Ausführungen.

 

Herr Senator Berkhahn fasst zusammen, dass der Sachverständigenbeirat 2011 feststellte, dass der gegenwärtige Zustand dieser Freifläche als gestalterisch unbefriedigend eingeschätzt wurde und befürwortet eine Umgestaltung des Fürstenhofgartens.

Auf die Frage von Herrn Hilse welcher Landschaftsarchitekt hier tätig war, antwortet Herr Senator Berkhahn, dass es sich hierbei um einen renommierten Landschaftsarchitekten aus Rostock handelt. Die Planung könnte noch einmal überdacht werden auch vor dem Hintergrund, dass die Kostenansätze für einen Zaun (industrielle Fertigung) längst nicht mehr so hoch sind – beispielhaft dafür könnte der Sicherheitszaun im Alten Hafen, der noch im Dezember 2015 gestellt wird, dienen. 

 

Frau Runge möchte wissen, ob zukünftig ein offener Zugang geplant ist oder ob zu einer Tageszeit die Schließung erfolgt. Frau Dofmschat-Jahnke antwortet, dass der Garten immer öffentliche Zugänglichkeit bleiben soll und auf Tore ggf. gänzlich verzichtet werden könnte. 

 

Herr Kargel bekräftigt noch einmal, dass die jetzige schon seit Jahren bestehende Situation unbefriedigend ist und die jetzigen Zaunfelder doch eingelagert werden sollten.

 

Herr Litzner stellt einen Antrag an die Geschäftsordnung den Punkt nicht weiter zu diskutieren.

 

Abstimmung: 8 Ja-Stimmen

          1 Nein

 

Herr Tiedke stellt den Antrag für eine „Auszeit“, um sich noch einmal zu konsultieren und eine Diskussion nicht mehr weiterzuführen.

 

Die Sitzung wird um 18:55 Uhr fortgesetzt.

 

Herr Kargel schlägt vor, dass die Verwaltung beauftragt wird, Möglichkeiten zu finden, diese Zaunfelder zu demontieren und einzulagern. Er regt an, dass noch einmal in den Fraktionen dazu beraten wird.

 

Es wird die Empfehlung ausgesprochen, in der nächsten Sitzung des Ausschusses im Dezember diesen Punkt noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen.

Es wird darum gebeten, dass zusammen mit der Einladung zur nächsten Sitzung der Gestaltungsplan zum Fürstenhofgarten eingescannt wird.

Der Bitte wird durch die Verwaltung entsprochen. 

 

 

 

Herr Kargel beendet den nicht öffentlichen Teil der Sitzung.