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Auszug - Erstellung und Umsetzung eines Personalentwicklungskonzeptes für die Seniorenheime der Hansestadt Wismar  

Sitzung des Eigenbetriebsausschusses
TOP: Ö 8
Gremium: Eigenbetriebsausschuss Beschlussart: abgelehnt
Datum: Di, 01.09.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 18:40 Anlass: Sitzung
Raum: Raum 123, Bürgerschaftssaal im Rathaus
Ort: Am Markt 1, 23966 Wismar
VO/2020/3405 Erstellung und Umsetzung eines Personalentwicklungskonzeptes für die Seniorenheime der Hansestadt Wismar
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag aus der Politik öffentlich
Verfasser/-in:Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen / Fraktion FÜR-WISMAR-Forum
Federführend:1 Büro der Bürgerschaft Bearbeiter/-in: Stieber, Jeanette

 

 

Wortmeldungen:

Frau Runge, Herr Bergmann, Herr Koebe, Herr Senator Berkhahn, Herr Schöning, Herr Helbig, Frau Broy

 

Frau Runge verliest den Beschlussvorschlag aus dem Antrag an die Bürgerschaft vom 14.02.2020. Bevor sie die antragstellenden Fraktionsvertreter um deren Stellungnahme bittet, ob sie den Antrag nach den vielen geführten Diskussionen zu dieser Thematik aufrecht erhalten wollen, berichtet sie über die von Herrn Gundlack ins Leben gerufene Diskussionsrunde zur Pflege. Zu der gestrigen Runde (31.08.2020) war auch die Sozialministerin Stefanie Drese eingeladen. In dieser Runde wurde einmal mehr deutlich, dass die vorhandenen Probleme in der Personalsituation uneingeschränkt von allen Pflegeheimen landesweit so wahrgenommen werden. Ein Konzept zur Personalentwicklung kann hier kein Allheilmittel sein.

 

Herr Bergmann teilt mit, dass seine Fraktion alle Bemühungen seitens der Verwaltung erkennt, dennoch die derzeitige Situation nicht hinnehmen kann und ihren Antrag, einen externen Berater zu beauftragen, weierhin aufrecht erhält.

 

Herr Koebe schließt sich dem an und ergänzt, dass Personal nur dann bleibt, wenn es sich wohl fühlt. Dies zu ergründen, ist nicht Sache des Ausschusses. Auch seine Fraktion steht nach wie vor zu dem Antrag.

 

Herr Senator Berkhahn kann nicht verstehen, warum die Ergebnisse aus den lange geführten Diskussionen und die aktuellen Ausführungen von Frau Runge nicht zur Kennntis genommen werden. Es besteht ein genereller Mangel an Fachkräften, für den nicht die Führung der Einrichtungen verantwortlich ist.

 

Die Ausschussmitglieder diskutieren weiterhin darüber, dass der Pflegeberuf deutschlandweit härter geworden ist und inwieweit die Erstellung eines Personalentwicklungskonzepts zur Fachkräftegewinnung beitragen könnte. Möglicherweise wird uns dies genauso ratlos zurück lassen, aber viel Geld gekostet haben, meint Herr Helbig. Seine Fraktion wird gegen den Antrag stimmen, zumal auch er nicht den Erfolg eines Personalentwicklungskonzeptes sieht.

 

Frau Broy bestätigt dies. Wenn gesehen worden wäre, dass ein solches Konzept etwas bringen könnte, hätte sie es längst in Auftrag gegeben. Sie schildert noch einmal alle bisherigen Bemühungen zur Gewinnung und Haltung des Personals und berichtet über bereits erzielte Erfolge bei der Übernahme von Auszubildenen und bei Personalrückgewinnungen. Die theoretische Ausbildung findet nun wieder in Wismar statt, so dass auch hier die Bedingungen für die Auszubildenden verbessert werden konnten. Im Zuge der gestrigen Gesprächsrunde mit Herrn Gundlack wurde der Sozialministerin mit auf den Weg gegeben, das derzeit in Entwicklung befindliche Personalbemessungssystem für die stationäre Pflege voran zu treiben. Demnach könnte künftig nach einer gewissen Erprobungszeit ein Qualifikationenmix die deutschlandweit angewandte starre Fachkraftquote aufweichen.

 

Frau Runge lässt über den Beschlussvorschlag abstimmen.

 

 


Beschlussvorschlag:

Die Bürgerschaft beauftragt die Verwaltung, ein Personalentwicklungskonzept (PEK) für die Seniorenheime der Hansestadt Wismar von einem geeigneten externen Beratungsunternehmen möglichst bis zum 01.06.2021 erstellen zu lassen.

 

Ziel ist es, die Gründe für die personellen Engpässe herauszuarbeiten, um auf dieser Grundlage die Personalsituation der Seniorenheime nachhaltig zu verbessern und so eine höhere Auslastung bei der Belegung zu erreichen. Ein besonderer Fokus ist auf die möglichen Einflussfaktoren und Maßnahmen zur Mitarbeiter- und Fachkräftebindung und deren Gewinnung zu richten.

Die Aufgabenstellung und Methodik sind dem Eigenbetriebsausschuss vorzustellen und mit diesem abzustimmen. Des Weiteren sind die Ergebnisse der Ist-Analyse und das erstellte Konzept im Fachausschuss zu beraten.

 

Die erforderlichen finanziellen Mittel sind den Rücklagen der Seniorenheime zu entnehmen.

 



Abstimmungsergebnis:

- mehrheitlich abgelehnt

 

Ja-Stimmen:

2

Nein-Stimmen:

5

Enthaltungen:

1