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Auszug - Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Kontext des Pflegefachkraftmangels   

Sitzung des Eigenbetriebsausschusses
TOP: Ö 12
Gremium: Eigenbetriebsausschuss Beschlussart: zurückgestellt
Datum: Di, 05.11.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 19:28 Anlass: Sitzung
Raum: Raum 28, Schulungsraum
Ort: Am Markt 1, 23966 Wismar
VO/2019/3212 Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Kontext des Pflegefachkraftmangels
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Fraktionsantrag
Verfasser/-in:1. Fraktion DIE LINKE.
2. Fust, Britta

 

Wortmeldungen:

Frau Runge, Herr Berkhahn, Frau Broy, Herr Manthey, Herr Schneider, Herr Helbig, Frau Tamm, Herr Born, Herr Bergmann, Herr Hilse, Herr Koebe, Herr Weinhold, Herr Keßler, Herr Halfmann (Gast), weitere Gäste

 

Zu Beginn bittet Herr Manthey darum, auch die anwesenden Gäste (Mitarbeiter der Seniorenheime, ehemalige Mitarbeiter und Angehörige) zu diesem Thema noch anzuhören.

 

Frau Runge übergibt das Wort zunächst an Frau Broy, die nun noch einmal ausführlich den Sachstand schildert, so wie er auch der Beantwortung dieses Fraktionsantrages dem ALLRIS zu entnehmen ist.

 

Frau Broy führt weiterhin aus, dass die Bezahlung der Pflegefachkräfte in den Seniorenheimen gemäß Tarifrecht (TVöD) mit durchschnittlich 3.750 Euro brutto (für eine Vollzeitstelle) inkl. Zeitzuschlägen über der Forderung des Gesundheitsministers Herrn Spahn von 2.500 Euro brutto liegt. Der finanzielle Anreiz ist also gegeben. Sie erläutert umfänglich alle bereits unternommenen Versuche, um das Fachpersonal aufzustocken.

 

In der nachfolgenden Diskussion werden viele Vorschläge diskutiert.

 

Herr Senator Berkhahn fasst zusammen, dass die Seniorenheime bereits vieles versucht haben, dem Personal entgegenzukommen.

 

Herr Halfmann aus Warin, ehemaliger Mitarbeiter der Seniorenheime, dem nach Zustimmung der Ausschussmitglieder Rederecht durch Frau Runge erteilt wurde, hegt Vorwürfe gegen die Situation für die Beschäftigten und schildert seine Gründe, die zu einer Kündigung seinerseits führten. Er arbeitet nun in Warin, verdient weniger Geld, ist aber gesünder und zufriedener.

 

Herr Manthey schlägt vor, auch die übrigen anwesenden Gäste zu hören. Die Zustimmung wird erteilt. Die Gäste schildern nun kurz ihre Sichtweisen und die Thematik wird weiterhin umfangreich diskutiert.

 

Als Ergebnis wird vorgeschlagen, dass alle Ausschussmitglieder Ideen der Fraktionen sammeln und diese von Frau Jeschke an Frau Broy weitergeleitet werden.

 

Der Antrag kommt erneut zur Beratung auf den nicht öffentlichen Teil der Tagesordnung der Dezember-Sitzung des Eigenbetriebsausschusses.

 

Bei Vorlage von Ergebnissen wird die Öffentlichkeit darüber informiert.

 

Alle Ausschussmitglieder erklären sich mit dieser Verfahrensweise einverstanden.

 

 


Beschluss:

Der Bürgermeister wird gebeten geeignete Maßnahmen zu prüfen, um weiterem Personalmangel in den Seniorenheimen der Hansestadt Wismar vorzubeugen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Arbeitsplätze und Attraktivität für Fachpersonal in den Seniorenheimen der Hansestadt Wismar muss weiter verbessert werden, um langfristig alle Einrichtungen wieder vollständig betreiben zu können. Die dafür erforderlichen Mittel sind den Rücklagen zu entnehmen. Die Bürgerschaft beschließt, dass die erforderlichen Maßnahmen der Bürgerschaft vorgestellt, und dann zeitnah umgesetzt werden.

 

Abstimmungsergebnis: zurückgestellt