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Das Maritime Traditionszentrum im Baumhaus am Alten Hafen in Wismar

Das Baumhaus

Am Ende der fast 300 m langen Lastadie, wo einst die Schiffe be- und entladen wurden, waltete seit dem 16. Jahrhundert der „Boomschlüter“. Er schloss an dieser Stelle zur Nacht, bei Gefahr und im Winter, wenn die Seefahrt ruhte, die Hafeneinfahrt mit Hilfe eines schwimmenden Baumes. Später wurde dieser durch eine Kette ersetzt, die am Tag auf dem Grund des Hafenbeckens lag und nachts gespannt war. Im 19. Jahrhundert bestand der Baum nur noch symbolisch.

Anfang des 17. Jahrhunderts wird das „hauß auffm Bohm“ erwähnt. Es stand wohl etwas im Weg. Man klagte darüber, dass es hinderlich war, als ein draußen liegendes feindliches Schiff vom Wassertor beschossen werden sollte.
Das alte Baumhaus war nach einhundert Jahren baufällig und wurde im Stil des Barocks erneuert. Bis auf wenige bauliche Veränderungen hat es sein Aussehen bewahrt.
Das Baumhaus war Sitz des Hafenmeisters und Lotsen, Hafenbehörde und Seefahrtsamt.

Das Maritime Traditionszentrum

Das Baumhaus am Alten Hafen in Wismar wurde ab dem 01.01.2018 vom Förderverein „Poeler Kogge“ e.V. in Erbbaurecht übernommen.
Gemeinsam mit den Fördervereinen Schoner „Atalanta“ e.V. und „Marlen“ e.V. entstand hier ein maritimes Traditionszentrum, das seit April 2019 für die Besucher geöffnet hat.

Herzstück des Hauses ist eine Dauerausstellung. Diese bietet Einblicke in die Entwicklung Wismars in der Hansezeit, informiert über den Bau der Poeler Kogge „Wissemara“, die Restaurierung des Lotsenschoners „Atalanta“, des Fischkutters „Marlen“ und den Schiffbau auf der Wismarer Werft von 1946 bis in die Gegenwart mit einem Ausblick in die Zukunft. Eindrucksvolle Ausstellungsstücke zeigen die Liebe zu den Traditionsschiffen und den Wismarer Schiffbau.
Unter den ausgestellten Exponaten sind Originalteile des 1997 vor der Insel Poel gefundenen Schiffswracks, das die Grundlage für den Nachbau der „Wissemara“ bildete.

Hier, wo heute die Wismarer und Gäste der Stadt flanieren, wollen wir daran erinnern, dass der Hafen immer Lebensader der Stadt war. Schon lange vor Stadtgründung galt er als einer der sichersten Ankerplätze an der Ostsee. Vor über 800 Jahren lagen hier schon Koggen.
Fischerei und Schiffbau prägten immer das Leben der Menschen hier.
Dieses maritime Erbe wollen wir bewahren.

Öffnungszeiten:
April - Oktober Montag - Sonntag | 11.00 - 17.00 Uhr
November - März: Freitag - Sonntag |11.00 - 15.00 Uhr
(24./25./26. Dezember, 31. Dezember und 1. Januar geschlossen)

Quelle: Maritimes Traditionszentrum