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11.09.2019

Zeugnis in der Tasche und dann?! - 24. Berufsinfobörse in Wismar

"Ich bin selbst noch auf der Suche", antwortet Jenny auf die Frage nach ihrem Ausbildungswunsch. Ein Praktikum in der Altenpflege habe ihr viel Spaß gemacht. Wofür man sich am Ende entscheiden könne, hänge aber auch von der Leistung in der Schule ab, die man erbringe.

Jenny macht kommendes Jahr ihren Abschluss auf der Bertolt-Brecht-Schule. An diesem Mittwoch sitzt sie unter anderem mit Vertretern des Landkreises Nordwestmecklenburg, der Hansestadt Wismar, des Arbeitskreises Schule Wirtschaft in einem Konferenzzimmer und beantwortet Fragen von Journalisten. Thema ist die 24. Berufsinfobörse in Wismar am 20. und 21. September in der Alten Reithalle und im Phantechnikum.

Jenny wird dort mit weiteren 14 jungen Leuten aus der Brecht-, der Ostseeschule und dem Goethe-Gymnasium den Besuchern der Börse bei Fragen zur Seite stehen.

Die entscheidende Frage, welcher Weg nach der Schule zu gehen ist, den können die Schülerinnen und Schüler sich am Ende nur selbst beantworten. Um ihnen diese Entscheidung zu erleichtern, präsentieren sich an diesen beiden Tagen 70 Unternehmen, Vereine, Hoch- und Fachhochschulen in der Alten Reithalle und im Außenbereich.

"Wir haben einen Bewerbermarkt - das ist eine extrem positive Situation", erklärte Guntram Sydow von der Agentur für Arbeit Schwerin. Inzwischen könne man in dieser Region zweifelsohne seinen Traumjob finden. Anders als noch vor Jahren sei in Mecklenburg-Vorpommern nun eine Erwerbsbiographie vom Start bis zum Eintritt ins Rentenalter möglich. "Voraussetzung dafür aber ist, dass den jungen Leuten die Erwartungshalten der Unternehmen klar sind, zum Beispiel Schulnoten in bestimmten Fächern - und deshalb ist eine solche Berufsinfobörse auch weiterhin enorm wichtig." Noch immer seien die Abbrecherquote in Ausbildung und Studium hoch, bestätigt auch Holger Stein, Leiter des Berufsschulzentrums Nord. Daher sei es wichtig, mit dieser Börse die richtigen Leute zusammenzubringen, damit junge Menschen möglichst beim ersten Aufschlag die richtige Ausbildung für sich finden, ergänzte Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss.

Im Vordergrund der diesjährigen Berufsinfobörse steht das Handwerk. "Großinvestitionen beispielsweise im Wismarer Holzcluster schaffen Arbeitsplätze - doch den Unternehmen fehlen die Mitarbeiter", sagte etwa Wismars stellvertretender Bürgermeister Michael Berkhahn. Hinzu komme, dass die Werft für ihre Produktion Mitarbeiter aus anderen, auch kleineren Betrieben gewinnen konnte. Die Berufsinfobörse sei deshalb auch gerade für diese Betriebe wichtig, die inzwischen vielfach auch ihre Nachfolge regeln müssen.

Der Karrierenavigator im Phantechnikum hingegen soll vor allem Abiturienten Wege und Ideen aufzeigen, wie es nach der Schule weitergehen kann. Vom freiwilligen sozialen Engagement über Wanderjahre bis zu hin zu ungewöhnlichen Karrierewegen wie dem von der Radiofrau zur Architekturstudentin oder dem von der Friseurausbildung über Abitur und Studium zur Hochschulkarriere erzählen Menschen, wie ihre Ausbildung verlaufen ist.

Erstmals wird es bei der Berufsinfobörse ein Elterncafé geben. "Etwa 70 Prozent der Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium sind von der Beratung der Eltern getrieben", sagte Guntram Sydow. Im Elterncafé soll Müttern und Vätern der Druck genommen und in dem breiten Angebot von Ausbildung und Studium Rat und Orientierung gegeben werden.

Für Brecht-Schülerin Jenny bietet sich an diesen zwei Tagen vielleicht auch die Gelegenheit, mit dem ein' oder anderen Unternehmen ins Gespräch zu kommen.

Vollständiges Veranstaltungsprogramm der 24. Berufsinfobörse

Organisiert wird die Berufsinfobörse von:

  • Arbeitskreis Schule Wirtschaft Hansestadt Wismar und Landkreis Nordwestmecklenburg e.V.
  • Landkreis Nordwestmecklenburg
  • Hansestadt Wismar
  • Kreisjugendring Nordwestmecklenburg e.V.
  • Schulsozialarbeiter der Arbeiterwohlfahrt
  • Agentur für Arbeit
Quelle: Pressestelle der Hansestadt Wismar

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