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03.06.2020

Stadt-Umland-Raum gestalten: Vereinbarung unterzeichnet

In Wismar haben die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von acht Umlandgemeinden und der Hansestadt Wismar die Fortschreibung der Stadt-Umland-Raum-Vereinbarung unterzeichnet. Die Fortschreibung war zuvor von den jeweiligen Gemeindevertretungen und der Wismarer Bürgerschaft verabschiedet worden.

Darin einigten sich Barnekow, Dorf Mecklenburg, Gägelow, Hornstorf, Krusenhagen, Lübow, Metelsdorf und Zierow mit Wismar als sogenannter Kernstadt auf die Erweiterung von Wohnbauflächen.

Stadt-Umland-Raum-Vereinbarung unterzeichnet


© Pressestelle der Hansestadt Wismar

Alle Umlandgemeinden können demnach bis Ende 2030 ihren Wohnungsbestand (Stand 31.12.2018) um sechs Prozent erweitern. 2025 soll die Entwicklung noch einmal in Augenschein genommen werden; darüber hinaus sind jährliche Treffen geplant, auf denen Umlandgemeinden und Kernstadt Planungen und Vorhaben der Wohnbauentwicklung vorstellen sollen.

Nicht so alltäglich nannte Karl Schmude, Leiter des Amtes für Raumordnung und Planung Westmecklenburg, diese Lösung innerhalb von nur zwei Jahren. Es sei ein sehr guter Kompromiss entstanden, der einen Rahmenplan für künftige Entscheidungen vorgebe. Zudem sei es nicht ausgeschlossen, sich weitere Themen wie den ÖPNV oder Radwege im Stadt-Umland-Raum vorzunehmen, sagte Schmude.

Wismars Bürgermeister Thomas Beyer skizzierte noch einmal die Entwicklung der Verhandlungen: Vom Ausgangspunkt, der eine Erweiterung der Wohnbauflächen um drei Prozent vorsah, über ein Gutachten, das 4,5 Prozent als machbar wertete, hin zum Ergebnis der sechs Prozent.

Großartig befand Christian Dahlke, Abteilungsleiter für Energie- und Landesentwicklung im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung. Bei der ersten Vereinbarung 2011 sei die Abwanderung im Hinterkopf gewesen, von einer Strategie aktiven Zuwachses sei dort nichts zu lesen gewesen, sagte Dahlke. Inzwischen sei der Zuzug nach Mecklenburg-Vorpommern wieder attraktiv geworden. Um das Instrument "Stadt-Umland-Raum" würden andere Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern beneiden - es gewähre Rechts- und Planungssicherheit.

Über die freut sich Zierwos Bürgermeister Franz-Josef Boge. "Alles, was wir an B-Plänen haben, stand still ohne die Vereinbarung. Nun können wir die Planungen für den Strand und das Gutshaus voranbringen."

Von intensiven Gesprächen sprach Hornstorfs Bürgermeister Andreas Treumann. Insbesondere zwischen den Umlandgemeinden sei der Austausch groß gewesen, weil es durchaus auch Interessen gebe, die von denen der Hansestadt Wismar abweichen, sagte Treumann. Die Verhandlungen aber seien geprägt gewesen von einem Verständnis für den anderen - das sei Grundvoraussetzung für eine solche Zusammenarbeit. "Mit dieser Fortschreibung haben wir einen großen Test gemacht - der war erfolgreich. Lassen Sie uns das fortsetzen."

Grundlage für diese Stadt-Umland-Vereinbarung ist das Landesraumentwicklungsprogramm, das die Siedlungs- und Wohnbauflächenentwicklung "unter Berücksichtigung einer Flächen sparenden Bauweise auf die zentralen Orte" konzentriert.

Wismar als Mittelzentrum mit teilweise oberzentralen Funktionen ist ein solcher zentraler Ort. Für Kernstadt und Umlandgemeinden gilt laut dem Landesraumentwicklungsprogramm deshalb ein besonderes Kooperations- und Abstimmungsgebot.

Quelle: Pressestelle der Hansestadt Wismar

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