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05.10.2018

Ausstellung "Neue Subjektivität" in der Gerichtslaube des Wismarer Rathauses

Ausstellung „Neue Subjektivität“ in der GERICHTSLAUBE im RATHAUS WISMAR

Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 26.10.2018 um 19.30 Uhr

Bis zum 23.11.2018 sind die Arbeiten der Fotoklasse der Hochschule Wismar, die in den letzten beiden Semestern entstanden sind, in der Gerichtslaube des Wismarer Rathauses zu sehen. Unter Anleitung von Prof. Knut Maron, der die Fotografie-Ausbildung länger als 25 Jahre in Mecklenburg-Vorpommern leitet und seit 2000 in Wismar diese Fotoklassen begleitet, stellen sechs Studenten ihre Fotos zu eigenen Themen aus.

Eine Fotoausstellung, die zur Tradition geworden ist und bereits einmal im Jahr im BAUMHAUS am Alten Hafen gezeigt wurde.

Jordi Ashworth - Wismar von oben
Babette Liebisch - Akt-Fotografien
Katrin Michalski-Möller - Bilder über Depression
Philipp Ring - Technik. Zeit Raum Dimensionin "Slit-Scan" Technik.
Henriette Simons - Porträts aus West Afrika (Senegal)
Steffen Stender - Entwicklung von Porträts mit unüblichen Substanzen.

Auf die Frage nach dem WARUM und dem ANLIEGEN dieser Ausstellung äußerte Prof. Maron folgende Gedanken: „In unserer völlig medialisierten Welt werden wir von Fotografien förmlich erschlagen. Im Internet, im Fernsehen, in Tages- und Wochenzeitungen, in Magazinen, auf Werbeprospekten und Werbetafeln werden wir bombardiert mit visuellem Müll, der unsere Vorstellungen, unsere Wirklichkeit und unsere Träume, unsere Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen stetig manipuliert. So entstehen
entrückte und entfremdete Vorbilder, die gleichgerichtet um den Erdball vagabundieren. So korrumpiert der gleichgeschaltete freiradikale Müll unsere Haltung zur Welt auf höchstem Niveau und entfremdet unsere Vorstellungen und »unzeitgemäßen Betrachtungen«, indem er unser (Unter-) Bewusstsein barbarisiert. Internetfotografien, Werbefotografien, Pressefotografien, Kriegsfotografien,
Pornofotografien, Wissenschaftsfotografien, Modefotografien, Medizinfotografien, Weltraumfotografien, Reisefotografien, ethnologische Fotografien, Tierfotografien, Porträtfotografien,
Tatortfotografien, Amateurfotografien, Handyfotografien, Überwachungsfotografien, Biometrische Fotografien, usw.“

Deshalb ist der oberste Grundsatz von Prof. Maron in seiner eigenen Lehrtätigkeit nicht, überholte und fragwürdige Standards zu vermitteln, deren Halbzeitwert oft weniger als 24 Stunden beträgt, sondern die Auseinandersetzung der Studierenden mit sich selbst, mit Ihrem ureigenen bildnerischen Antrieb.

Oft ist am Anfang ein gewähltes Thema noch gar nicht klar. Erst langsam entwickelt es sich zu einem eigenen Anliegen, dem dann mühsam eine Form des eigenen Ausdrucks gegeben sein will.

Durch die im gemeinsamen Studium vermittelten Impulse hat sich unter seiner Anleitung im Laufe der Jahre eine hochwertige fotografische Kultur zwischen den Studierenden, den Absolventen und ihm selbst entwickelt, die weit über die Grenze des Landes Mecklenburg – Vorpommern hinausreicht.

So haben Studierende seiner Fotoklasse gemeinsam mit Ihm, in den 2000er Jahren eine der größtangelegten Wanderausstellungen im Fotografie-Kunstkontext durchgeführt, die bis Australien (Sydney) und in die USA (New York) führte. 17 Stationen waren es insgesamt.

Trotz verschiedener Produktionsmethoden und bildnerischer Strategien ist das gemeinsame Element einer „NEUEN SUBJEKTIVEN“ Sicht auf die Wirklichkeit maßgebend. Damit bezieht die Fotoklasse eine Gegenposition zu einer dokumentarischen, realitätsvermittelnden Fotografie und wendet sich einer metaphorischen, lyrischen, narrativen und experimentellen Auffassung zu. Es gilt, die Ansätze der einzelnen Individuen zu reflektieren, zu fokussieren und zu fördern.
Denn zuallererst geht es um das Sichtbarmachen der eigenen Betrachtungen, so divergent sie auch in der Klasse sein mögen. Nicht pseudo-professionelle Imitation, sondern Befreiung von ewig-gestrigen Zerrbildern bietet die Möglichkeit, Neuland zu betreten.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr
ab November Dienstag - Sonntag 10.00 – 16.00 Uhr

Quelle: SG Kulturprojekte und Vertragsmanagement