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Beglaubigung ausländischer öffentlicher Urkunden zur Verwendung in Deutschland

Allgemeine Informationen

Damit deutsche Urkunden im Ausland Verwendung finden können, bedürfen sie in der Regel der vorherigen Legalisation durch eine diplomatische oder konsularische Vertretung der ausländischen Staaten, in denen die Urkunden Verwendungen finden sollen. Bevor eine ausländische Vertretung eine solche Legalisation vornimmt, verlangt sie eine Vor- oder Überbeglaubigung durch eine deutsche Behörde oder einen Konsularbeamten (§ 14 Konsulargesetz).

Für die Beglaubigung öffentlicher Urkunden aus Mecklenburg-Vorpommern, die zum Gebrauch im Ausland bestimmt sind bzw. für die Ausstellung der "Haager Apostille" ist das Ministerium für Inneres und Europa M-V zuständig. Dies gilt jedoch nicht für Urkunden aus dem Bereich der Justiz. Die Zuständigkeit des Justizministeriums ist gegeben für öffentliche Urkunden aus seinem Geschäftsbereich, soweit nicht die Präsidenten der Landgerichte zuständig sind. Diese sind zuständig hinsichtlich öffentlicher Urkunden, die in ihrem jeweiligen Geschäftsbereich oder von einem Notar, der seinen Amtssitz im betreffenden Landgerichtsbezirk hat, ausgestellt wurden (z.B. Urteile oder notarielle Urkunden). Öffentliche Urkunden aus dem Bereich des Ministeriums für Inneres und Europa sind durch die Landräte, Oberbürgermeister der kreisfreien und der großen kreisangehörigen Städte für Urkunden, die durch Kommunen ihres Zuständigkeitsbereiches ausgestellt wurden, vorzubeglaubigen. Öffentliche Urkunden aus den Bereichen der anderen Ministerien - ausgenommen Urkunden aus dem Geschäftsbereich des Justizministeriums - sind durch die jeweiligen Fachministerien im Rahmen ihrer Fachaufsicht vorzubeglaubigen. Nur mit einer gültigen Vorbeglaubigung kann die Beglaubigung oder die Ausstellung der Apostille durch das Ministerium für Inneres und Europa erfolgen.

Erforderliche Unterlagen

Mitzubringen ist die Urkunde mit dazugehöriger Vorbeglaubigung.

Kosten

Für die Beglaubigung von Urkunden fallen gemäß Ziffer 2.2.4 IMKostVO M-V Verwaltungsgebühren in Höhe von 15 Euro pro Urkunde an. Werden gleichzeitig mehrere Urkunden für einen Antragsteller beglaubigt, ermäßigt sich die Gebühr auf 12 Euro pro Urkunde. Die Vorbeglaubigung ist gebührenfrei.

Fristen

Die Gültigkeitsdauer einiger Urkunden kann zeitlich begrenzt sein (z. B. ist das Ehefähigkeitszeugnis nur 6 Monate vom Tag der Ausstellung an gültig).

Formulare

Beglaubigungen werden ausschließlich auf Grundlage eines schriftlichen, formlosen Antrages vorgenommen. 

Hinweise

Führungszeugnisse werden bei der örtlichen Meldebehörde beantragt und vom Bundesamt für Justiz in Bonn erstellt. Die Überbeglaubigung wird ebenfalls vom Bundesamt für Justiz, Sachgebiet IV 21 IR, in Bonn vorgenommen.
Für die Erteilung einer Apostille auf dem Führungszeugnis ist das Bundesverwaltungsamt, Referat ZMVII 6, in Köln zuständig. Die Vorbeglaubigung wird vom Bundesamt für Justiz in Bonn vorgenommen.

Das Bundesverwaltungsamt nimmt für nachfolgend aufgeführte Staaten die Endbeglaubigung vor:

Afganistan, Bangladesch, China, Irak, Iran (außer Hochschulzeugnisse), Jordanien, Kambodscha, Katar, Libanon (nur Urkunden aus dem Universitäts- bzw. Hochschulbereich), Mali, Mauretanien, Myanmar, Ruanda, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan, Syrien, Togo.

Das Standesamt I in Berlin nimmt folgende Aufgaben wahr:

1. Auslandsstandesamt

  • Beurkundung von Geburten und Sterbefällen Deutscher ohne Inlandswohnsitz, die sich im Ausland ereignet haben
  • Beurkundung von Geburten und Sterbefällen auf deutschen Seeschiffen
  • Ausstellung von Ehefähigkeitszeugnissen
  • Ausstellung von Bescheinigungen über die Namensführung von Ehegatten, Lebenspartnern und Kindern
  • Aufbewahrung, Benutzung und Fortführung der Konsular- und Kolonialregister
  • Führung der beim ehemaligen Standesamt I in Berlin (Ost) sowie den Auslandsvertretungen der DDR in der Zeit von 1948 - 1990 angelegten Personenstandsbücher

2. Ersatzstandesamt

Im Rahmen seiner Funktion als Ersatzstandesamt führt das Standesamt I in Berlin die Personenstandsregister für die ehemaligen deutschen Ostgebiete, die Personenstandsregister der Angehörigen der ehemaligen Wehrmacht und eine Urkundensammlung für die ehemaligen deutschen Ostgebiete.

3. Zentralstandesamt

Als Zentralstandesamt ist das Standesamt I in Berlin zuständig für die Sammlung der amtsgerichtlichen Todeserklärungs- und Todesfeststellungsbeschlüsse und Aufbewahrung der nach dem Personenstandsgesetz der DDR hinterlegten Beschlüsse über Todeserklärungen und Feststellungen der Todeszeit.

Standesamt I in Berlin
Schönstedtstraße 5
13357 Berlin (Mitte)
 

Fachlich freigegeben am

18.12.2017

Allgemeine Informationen

Die Verwendung ausländischer Urkunden in Deutschland kann von einer Beglaubigung abhängig sein. Sie brauchen entweder eine "Legalisation" der deutschen Auslandsvertretung (deutsche Botschaften und Konsulate im Ausland) oder eine "Apostille" der jeweils zuständigen ausländischen Behörde. Beglaubigt werden können nur öffentliche Urkunden, wie beispielsweise gerichtliche und notarielle Urkunden, Urkunden und Bescheinigungen der Verwaltungsbehörden, Personenstandsurkunden oder private Urkunden (z. B. Vollmachten, Arbeitsbescheinigungen, Kaufverträge) oder Übersetzungen, die von einem Notar beurkundet wurden.

Ob eine Legalisation oder eine Apostille erforderlich ist oder ob die ausländische Urkunde auch ohne weiteren Nachweis als echt anerkannt wird, entscheidet die Behörde in Deutschland, bei der die Urkunde verwendet werden soll.

Einigen deutschen Auslandsvertretungen fehlt aufgrund der Verhältnisse im jeweiligen Land die Möglichkeit, Urkunden ausreichend überprüfen zu können. Davon hat das Auswärtige Amt Kenntnis. Die im Ausland tätigen deutschen Konsularbeamten können aber im Rahmen der Amtshilfe für deutsche Behörden im Einzelfall eine eingeschränkte Überprüfung vornehmen. Deutsche Behörden oder Gerichte, die Urkunden aus einem dieser Länder benötigen (etwa für die Anmeldung zur Eheschließung oder die Nachbeurkundung der im Ausland geschlossenen Ehe) können eine solche Überprüfung verlangen. Die Überprüfungskosten müssen aber vom Urkundeninhaber getragen werden.

Abweichend davon bestehen im Bereich des Personenstandswesens völkerrechtliche Verträge zwischen Deutschland und anderen Staaten (Bilaterale völkerrechtliche Verträge), in welchen vereinbart ist, dass zwischen den Staaten bestimmte Urkunden nicht legalisiert oder nur zwischenbeglaubigt werden müssen. Außerdem besteht das Übereinkommen der Internationalen Kommission für das Zivil- und Personenstandswesen (CIEC), wonach Personenstandsurkunden und Ehefähigkeitszeugnisse, die von einem Vertragsstaat (CIEC-Übereinkommen) nach einem bestimmten Muster ausgestellt wurden, in den anderen Vertragsstaaten von jeder Förmlichkeit befreit sind.

Erforderliche Unterlagen

  • Originalurkunde, wenn nötig mit deutscher Übersetzung
  • eventuell Vor- oder Überbeglaubigung des Ausstellerstaates
  • Kopie des Reisepasses oder eines sonstigen Identitätsnachweises, wenn ein Antrag schriftlich gestellt wird oder durch einen Vertreter vorgenommen wird

Kosten

Für die Legalisation werden von den deutschen Auslandsvertretungen Gebühren und Auslagen erhoben. Die Gebühr beträgt zurzeit zwischen 20 Euro und 80 Euro pro Urkunde. Auch wenn die Legalisation nicht erfolgen kann, weil sich etwa die Urkunde als falsch erwiesen hat, fällt eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 75 Prozent an.

Für die Apostille werden ebenfalls Gebühren und Auslagen nach dem Recht des jeweiligen ausländischen Staates erhoben.

Für die Überprüfung von Urkunden aus Staaten, in denen eine Legalisation nicht möglich ist, fallen Kosten für die Recherche der Konsularbeamten oder Vertrauensanwälten an. Diese bestimmen sich nach dem Staat und dem Aufwand des Einzelfalles. Je nach Zeitaufwand der Prüfung sind Auslagen zu erstatten, die sich auf mehrere hundert Euro belaufen können.

Fristen

keine

Formulare

ergeben sich gegebenenfalls aus dem ausländischen Recht

Hinweise

keine

Ansprechpunkt

Nähere Auskünfte zum Legalisationsverfahren erteilt die deutsche Auslandsvertretung, in deren konsularischem Amtsbezirk die Urkunde ausgestellt worden ist. Es ist zu beachten, dass es in manchen Staaten keine deutsche Botschaft gibt und der entsprechende Amtsbezirk von einer deutschen Botschaft im Nachbarstaat betreut wird.

Fachlich freigegeben am

18.03.2015

Zuständig

Landkreis Nordwestmecklenburg
Rostocker Straße 76
23970 Wismar
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Telefon: 03841 3040-0
Fax: 03841 3040-6599
E-Mail oder Kontaktformular
www.nordwest­mecklenburg.de

Zuständig

Sachgebiet Allgemeine Ordnungsangelegenheiten
Börzower Weg 1-3
23936 Grevesmühlen
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Telefon: 03841 3040-9101
www.nordwest­mecklenburg.de

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Langer Steinschlag 4
23936 Grevesmühlen
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