Der Kampf in der Kühlung
Auf einem Berg in der Kühlung soll früher einmal ein Schloss gestanden haben. Nach der Sage öffnet sich der Berg alle hundert Jahre. Dann tritt ein Ritter mit all seinen Mannen heraus, die im Berg verzaubert sind. Wer dieses Wunder sieht und dabei still ein Vaterunser betet, kann den Ritter und seine Gefährten erlösen.
Eine alte Frau sah die Verzauberten, als sie am Berg Himbeeren pflückte. Doch sie wusste nichts von dem Zauber – und sprach kein Gebet.
Später kamen drei Männer, die den Schlossberg erlösen wollten. Als sich der Berg öffnete, gingen zwei von ihnen hinein, während der dritte draußen Wache hielt. Da kam plötzlich ein Reiter vorbei. Vor sich auf dem Pferd hatte er einen Sack voller Geld. Er bat den Wächter, ihn in den Berg zu lassen. Zuerst weigerte sich der Mann. Doch als der Reiter den Sack schüttelte und ihm all das klingende Geld versprach, konnte er nicht widerstehen und ließ ihn ein.
Kurze Zeit später kam der Reiter wieder aus dem Berg heraus. Vor sich auf dem Pferd hingen die beiden Männer, die in den Berg gegangen waren – ihre Haare waren zusammengeknotet. Mit ihnen ritt der Reiter in die Luft davon.