Verkehrsentwicklungsplan Verkehrsentwicklungsplan für die Hansestadt Wismar
Die Hansestadt Wismar soll attraktiv bleiben – für die Bürgerinnen und Bürger, für den Tourismus und die Wirtschaft. Und die Lebensqualität soll mindestens erhalten bleiben, besser noch gesteigert werden. Dieses Ziel soll unter anderem durch einen strategischen Verkehrsentwicklungsplan, kurz VEP, erreicht werden, welcher beschreibt, wie das Verkehrssystem in der Hansestadt Wismar in den nächsten Jahren gestaltet werden soll.
Der Verkehrsentwicklungsplan deckt daher alle Verkehrsmittel ab. Dazu zählen Fußverkehr, Radverkehr, motorisierter Individualverkehr, Schwerlastverkehr sowie der Öffentliche Personennahverkehr.
"Ich freue mich, dass es jetzt losgeht mit dem Verkehrsentwicklungsplan. Er wird das verkehrliche Planungsinstrument für die nächsten Jahrzehnte sein", sagt Bürgermeister Thomas Beyer. "Es gibt viele Bürgerbeteiligungselemente. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, die darum gebeten werden, sich einzubringen."
Die Bürgerschaft der Hansestadt Wismar hat die Aufgabenstellung mit den darin enthaltenen vier Arbeitspaketen, welche nachfolgend kurz erläutert sind, beschlossen.
Arbeitspaket I beinhaltet zunächst die Aufarbeitung aller Grundlagen für den VEP. Dazu gehören insbesondere Stadt- und Bevölkerungsentwicklung, Flächennutzung, Entwicklung von Wirtschaft und Tourismus und so weiter.
Im Arbeitspaket II sind unter Berücksichtigung der bereits in der Analyse erkannten Mängel sowie der zukünftigen Herausforderungen Leitlinien und Ziele für die Entwicklung von Mobilität und Verkehr in Wismar zu entwickeln. Die Mobilität der Zukunft und auch der Klimaschutz werden dabei eine große Rolle spielen.
Im Arbeitspaket III sind auf Grundlage der Erkenntnisse aus den Arbeitspaketen I und II für alle relevanten Handlungsfelder Konzepte und Maßnahmen zu entwickeln. Dieser Teil stellt den umfangreichsten bei der Erarbeitung des VEP dar. Es werden Teilkonzepte unter anderem zum Fußverkehr, zum Radverkehr, zum ruhenden Verkehr und zur Verkehrs- und Mobilitätsentwicklung erstellt und zu einem Gesamtkonzept zusammengefügt.
Im Arbeitspaket IV werden die entwickelten Maßnahmen hinsichtlich ihrer zeitlichen Einordnung und den Kostenschätzungen geordnet und priorisiert.
Mit dem Gesamtkonzept soll der Kommunalpolitik und der Verwaltung ein Instrument an die Hand gegeben werden, welches in kompakter Form eine schnelle Übersicht über die aktuellen und kommenden Aufgaben, Maßnahmen und Projekte ermöglicht. Im Arbeitspaket IV ist zudem ein Konzept für das Monitoring/die Evaluierung des VEP zu entwickeln, um die Kontrolle der Umsetzung zu ermöglichen und die eintretenden Wirkungen mit den Zielen des VEP abzugleichen.
Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren konnte der Auftrag für das Erstellen des VEPs nunmehr an das Ingenieurbüro IVAS aus Dresden vergeben werden. "Wir haben mit dem Ingenieurbüro IVAS nicht nur ein erfahrenes Unternehmen an unserer Seite, sondern mit Herrn Ohm auch einen Partner, der die Hansestadt Wismar sehr gut kennt. Das sind beste Voraussetzungen, um gut voranzukommen", sagt Senator Michael Berkhahn.
Diplom-Ingenieur Dirk Ohm, Inhaber des Büros IVAS: "Ich freue mich, dass wir den Auftrag erhalten haben. Die Hansestadt Wismar liegt mir auch persönlich am Herzen und wir werden einen guten und zukunftsfesten Verkehrsentwicklungsplan erstellen."
In den kommenden Wochen wird in der Hansestadt Wismar bereits mit der Erhebung der Grundlagen begonnen. Hierzu zählen Verkehrszählungen, die Auswertung bereits vorhandener Konzepte sowie auch die Erfassung des ruhenden Verkehrs.
In die Erarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans werden auch die Bürgerinnen und Bürger einbezogen. In diesem Zusammenhang wird voraussichtlich im dritten Quartal 2023 eine Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten der Wismarer Einwohner stattfinden. Hierfür werden, verteilt auf die Wohnbezirke, 3000 Haushalte durch ein Zufallsprinzip und unter paritätischen Gesichtspunkten durch das Einwohnermeldeamt angeschrieben. Des Weiteren wird im Anschluss an die Haushaltsbefragung eine Pendler- und Beschäftigtenbefragung erfolgen. "Ich würde mich sehr freuen, wenn alle Angeschriebenen uns unterstützen", sagt Thomas Beyer.
Die erste Öffentlichkeitsveranstaltung ist im vierten Quartal 2023 vorgesehen. Weitere Öffentlichkeitsveranstaltungen und Workshops finden in den Jahren 2024 und 2025 statt. Hier können sich die Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Sachstand des VEP informieren und in den Prozess mit einbringen. Derzeit wird für die Erstellung des VEP von einer Projektlaufzeit von drei Jahren ausgegangen.
Weitere Informationen und alle Unterlagen: https://www.wismar.de/Bürger/Bürgerangebote/Bürgerbeteiligung/