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03.07.2019

MV Werften informiert über Investitionen in Wismar

MV Werften hat am Mittwochabend im Bürgerschaftssaal des Rathauses über abgeschlossene und laufende Vorhaben in der Hansestadt Wismar informiert. Allein auf dem Werftgelände investierte das Unternehmen laut Geschäftsführer Peter Fetten rund 107 Millionen Euro.

Landstromanschluss für Wohnschiff "Superstar Libra"

Dazu gehören demzufolge die Installation eines Landstromanschlusses in Höhe von 1,6 Millionen Euro für das Wohnschiff "Superstar Libra", das bereits im Westhafen an der Kai liegt. Dort sollen zwischen 700 und 1200 Mitarbeiter der Fremdfirmen wohnen. Das Schiff sei mit Wäscherei, Restaurants, Bar, Pool, Fitnessraum und Theater mit 600 Plätzen für Veranstaltungen ausgestattet. Derzeit würden schiffseitig die Installationen für den Landstrom durchgeführt. "Im September geht dann der Diesel aus und nicht wieder an", kündigte Fetten an.

Die "Superstar Libra" soll demnach bis 2021 im Westhafen als Wohnschiff liegen. Dann wolle MV Werften eine Alternative auf dem Gelände der Beherbungsstätte am Schiffbauerdamm anbieten.

Die wird laut Fetten im August eröffnet. Als Partner habe MV Werften dort eine Hotelgruppe gewonnen. "Die Beherbungsstätte nutzen in erster Linie wir - dort gibt es Appartements mit Kitchenette für Mitarbeiter, die mehrere Monate in Wismar arbeiten und sich so autark versorgen können ohne das Hotellebengefühl", erklärte Fetten. Gleichwohl würden Kapazitätsüberhänge von der Hotelgruppe dann auch vermarktet. Der Bau habe 12 Millionen Euro gekostet.

Riesenkran an neuer Kaianlage und wasserstoffbetriebene Lkw

In den Neubau der Kaianlage plus Ausbaggerung des Liegeplatzes seien 27 Millionen Euro geflossen, in die Überdachung der Produktionsanlagen weitere 12 Millionen. Einer der größten Kräne Europas habe 7 Millionen Euro gekostet, liege derzeit in Teilen auf dem Werftgelände und werde dort von Monteuren vormontiert. "Der wird unsere Halle erheblich überragen", sagte Fetten.

Zusätzlich zu den Investitionen auf dem Werftgelände seien weitere 17 Millionen Euro für die MV Werften Fertigmodule in Dammhusen aufgewendet worden. Dort seien derzeit 130 Festangestellte und 50 Leiharbeiter beschäftigt, sagte Geschäftsführer Johannes Gößler. "Die Leiharbeiter werden wir weitestgehend übernehmen, und dann sind wir auch so gut wie vollzählig." Auch die Erweiterung der Produktions- und Lagerkapazitäten seien abgeschlossen, die Straße so gut wie fertig. Derzeit liefen zudem Gespräche mit einem Transportunternehmen, das die Kabinen zur Werft bringen soll. "Geplant ist, Lkw mit Wasserstoffantrieb fahren zu lassen", erklärte Gößler.

Zur und auf der Werft mit dem Rad

Auf dem Werftgelände selbst will die Geschäftsleitung die Beschäftigten mit einem Mobilitätskonzept motivieren, mit dem Rad zur Arbeit zu kommen. Dafür seien unter anderem Fahrradstationen - witterungs- und diebstahlgesichert - für rund 400 Räder in der Nähe der Umkleiden geplant, an denen sich auch E-Bikes aufladen lassen, erklärte Detlef Lemke, Projektmanager bei MV Werften. Darüber hinaus sollen Werfträder für die Wege auf dem Gelände selbst zur Verfügung gestellt werden. Im Gespräch sei zudem ein Pendlerbus und ein Pendlerparkplatz für jene, die von außerhalb kommen.

Mitschiffssektion im Dezember in Wismar erwartet

Im Hinblick auf die öffentliche Debatte über die Probleme am Stralsunder Standort des Werftenverbundes sagte Geschäftsführer Peter Fetten auf Nachfrage, dass Stralsund weder geschlossen würde noch das Schiff zu schwer sei. Richtig hingegen sei, dass der Bau dort zu langsam vorangehe. "Wir haben uns mit Mitarbeitern, Betriebsrat und Gewerkschaft in den kritischen Bereichen auf eine 45-Stunden-Woche geeinigt und auch auf einen Urlaubsverzicht", teilte Fetten mit. Alle anderen in Stralsund würden ihren Urlaub auf zwei Wochen begrenzen. Noch vor Weihnachten soll die Mitschiffssektion dann nach Wismar kommen. Ende November sei Abnahme in Warnemünde.

Die "Global Class" selbst werde dann nur ein Mal von Wismar aus auf Probefahrt gehen und dann auch nicht mehr zurückkommen. "Die Fahrrinne ist kompliziert zu navigieren", sagte Fetten. Diese 27 Kilometer seien ein relatives Risiko, das man nur ein Mal eingehen wolle. "Deshalb hoffen wir auf die Investitionen in die Fahrrinnenvertiefung."

Quelle: Pressestelle der Hansestadt Wismar

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