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23.04.2019

Hochbrücke vs. Troglösung: Gespräch im Rathaus mit AG Baukultur

Vertreter von Stadt und Land haben sich am Dienstag im Rathaus mit Vertretern der bürgerschaftlichen Initiative "AG Baukultur" zu einem Gespräch über den Ersatzneubau über den Mühlenteich getroffen. Die Erneuerung ist eine Baumaßnahme des Landes Mecklenburg-Vorpommern unter Federführung des Landesstraßenbauamtes.

Diskussionsgrundlage war die von der Hansestadt Wismar favorisierte und von der Bürgerschaft beschlossene Trassenvariante, die einen Brückenneubau über den Mühlenteich vorsieht. Während der Baumaßnahme sollte die alte Hochbrücke für den Verkehr nutzbar bleiben.

Die AG Baukultur stellte im Rathaus eine Troglösung vor und verwies auf das städtebauliche Potenzial des Quartiers am Mühlenteich, das von Wohn- und Gewerbenutzung, Wegebeziehungen für Fußgänger und Radfahrer bis hin zu Aufenthalt an Uferpromenaden reiche und durch eine Troglösung nutzbar würde.

Das Landesstraßenbauamt lehnte eine Troglösung erneut sowohl aus Kostengründen als auch umweltplanerischen Gesichtspunkten ab. Zum einen seien die bisher ermittelten Kosten für eine Brückenvariante beziehungsweise deren Planung in Höhe von rund 20 Millionen Euro bereits in den Landeshaushalt eingestellt worden, zum anderen gingen mit einer Troglösung hochwertige Uferflächen verloren. Darüber hinaus müsste im Falle einer Troglösung die Bahntrasse angepasst werden - das wiederum müsse unter Einhaltung des Eisenbahnkreuzungsgesetzes geschehen.

Im Hinblick auf das Potenzial des Quartiers am Mühlenteich stellten Vertreter des Bauamtes die Fortschreibung des städtebaulichen Rahmenplans Wismar Ost vor, die unter anderem die Erschließung von Rad- und Fußwegebeziehungen, Wohnen und Gewerbe sowie Grünflächen für Aufenthalt, Spielen oder auch Vereinsnutzung vorsieht - alles jedoch mit einem Mindestabstand zum Mühlenteich von mindestens 30 bis 50 Metern, weil es sich um eine Schutzzone handele.

Klar gestellt wurde zudem, dass das Vorhaben noch immer in der Vorplanung sei. So würden städtebauliche Belange und auch die Brückenvariante, die den Abriss der "Wismaria" vermeidet, in der Entwurfsplanung noch zu prüfen seien, hieß es vom Landesstraßenbauamt. So waren sich Stadtverwaltung und AG Baukultur beispielsweise auch darin einig, dass im Falle eines Brückenersatzbaus Stützen - statt der vom Land bisher vorgeschlagenen Dämme - vorzuziehen sind.

Quelle: Pressestelle der Hansestadt Wismar

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