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14.11.2018

Großes Interesse an Planungen für Ersatzneubau Hochbrücke

Mitarbeiter des Landesstraßenbauamtes informierten Öffentlichkeit über Varianten

Das Land Mecklenburg-Vorpommern beabsichtigt, einen Ersatzneubau der Hochbrücke Rostocker Straße zu errichten. Am Dienstagabend stellten Mitarbeiter einer Projektgruppe des Landesstraßenbauamtes der Öffentlichkeit unterschiedliche Varianten für den Ersatzneubau vor.

Zwölf Möglichkeiten hatten die Planer erarbeitet – eine davon wird derzeit vom Land Mecklenburg-Vorpommern favorisiert. Sie führt in südlicher S-Kurve über den Mühlenteich. Für diese müsste die ehemalige Brauerei „Wissemaria“ abgerissen werden. Der Vorteil dieser Variante sei, dass die alte Brücke während der Bauzeit nicht gesperrt werden, sondern weiter genutzt werden könne.

Die von Wismarer Bürgerinnen und Bürgern an das Land herangetragene Variante einer Tunnellösung lehnten die Planer ab. „Ein Tunnel scheidet für uns aus und ist aus Kostengründen für uns keine Option.“ Er wäre mit etwa 50 Millionen Euro rund 30 Millionen Euro teurer als die favorisierten Brückenlösungen. Darüber hinaus entstünden auch nach dem Bau weitere Kosten – etwa für ein Pumpwerk, das dauerhaft das Grundwasser abpumpen müsste.

Notwendig ist der Ersatzneubau laut Straßenbauamt, weil an der Hochbrücke erhebliche Schäden festgestellt worden seien. Die Planer benennen die weitere Nutzungsdauer der Hochbrücke mit weniger als zehn Jahren. Die Frage, ob die Brücke im Wismarer Stadtverkehr nicht komplett entbehrlich sei, der Verkehr also über bestehende Verkehrswege geleitet werden könne, verneinten die Planer. Prognosen hätten ergeben, dass der Verkehr bis 2030 in ganz Wismar zunehmen werde. Allein die Hochbrücke würden dann täglich rund 19000 Fahrzeuge nutzen.

Nach dem Willen des Straßenbauamtes sollen die neue Brücke nach Fertigstellung sowie die Landesstraße „Rostocker Straße“ selbst herabgestuft werden zu einer städtischen Straße. Dann wäre die Hansestadt für den Erhalt der Straße – auch finanziell – zuständig. „Dagegen werden wir uns zu wehren wissen – das werden wir nicht klaglos hinnehmen“, entgegnete Wismars Bürgermeister Thomas Beyer.

Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Vorplanung. In den weiteren Stufen „Entwurfsplanung“ und „Genehmigungsplanung“ werde das Landesstraßenbauamt weiter über den Fortgang informieren. Offen ist bislang, wann mit dem Bau der Ersatzvariante begonnen wird. Die Planer rechnen dann mit einer Bauzeit von zwei bis zweieinhalb Jahren. Weitere Informationen zur Vorplanung des Ersatzneubaus Hochbrücke finden Sie auf der Seite des Landesstraßenbauamtes.

Quelle: Pressestelle der Hansestadt Wismar

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