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20.02.2021

Ausschreibung des kommunalen Grundstücks "Gröningsgarten" in Wismar Süd

Die Hansestadt Wismar schreibt ein kommunales Grundstück in Wismar Süd zur Bebauung mit einem Wohngebäude aus:

Gröningsgarten: Flurstücke 5263/2, 5271/1, 5264/10
zur Gesamtgröße von 2.392

Kaufpreis: 35.000,00 Euro (Mindestgebot)

Besichtigungstermin: 11.03.2021 um 15.00 Uhr

Das unbebaute Grundstück befindet sich im Außenbereich gemäß § 35 BauGB. Hier stellt jedes Bauvorhaben einen Eingriff in die Natur dar. Von der Unteren Wasser- und Naturschutzbehörde wird daher im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens jeweils zu prüfen sein, ob das Vorhaben schädliche Umwelteinwirkungen hervorruft oder die Natur beeinträchtigt wird. Das bedeutet für den Käufer, dass vermeidbare Beeinträchtigungen der Natur zu unterlassen sind; unvermeidbare Beeinträchtigungen sind auszugleichen.

Auf dem Grundstück ist kein Anschluss an die öffentliche Abwasseranlage möglich, weshalb eine dezentrale Schmutzwasserbeseitigung vom Käufer hergestellt werden muss. Hierbei ist eine Abwasserbeseitigung mittels Kleinkläranlage grundsätzlich möglich.
Bezüglich der Entsorgung des Niederschlagswassers kommt die Versickerung auf dem Grundstück in Frage.
Die abschließende Bewertung erfolgt für die Abwasser- und Niederschlagswasserentsorgung jeweils erst im Baugenehmigungsverfahren.

Im vorderen Bereich des Grundstücks befindet sich eine private Abwasserleitung, deren genauer Verlauf nicht bekannt ist. Diese Leitung ist bei einer Bebauung des Grundstücks zu berücksichtigen und darf nicht überbaut werden.

Der hintere Bereich des Grundstücks befindet sich im Landschaftsschutzgebiet „Wallensteingraben“. Das heißt, dass dort grundsätzlich keine Bebauung zulässig ist. Diese Tatsache schränkt die Bebaubarkeit im vorderen Bereich des Grundstücks allerdings nicht ein.

Das Grundstück wird zum oben genannten Mindestgebot ausgeschrieben und zum Höchstgebot veräußert. Alle mit der Veräußerung des Grundstücks verbundenen Kosten trägt der Käufer.


Verkaufsbedingungen:

  1. Im Kaufvertrag wird eine Nachzahlungsverpflichtung zugunsten der Hansestadt Wismar grundbuchlich gesichert, falls der hintere Teil des Grundstücks (derzeit Landschaftsschutzgebiet) zu Bauland umgewandelt wird.
  2. Außerdem wird eine aufschiebende Bedingung Teil des Kaufvertrages sein, falls die Baugenehmigung wegen Belangen des Natur- und Umweltschutzes oder der nicht abschließend geklärten Abwasser- und Niederschlagswasserbeseitigung nicht erteilt werden kann. Das heißt, dass der Kaufvertrag erst wirksam wird, wenn eine Baugenehmigung für das Bauvorhaben erteilt wurde.
  3. In diesem Zusammenhang wird auch eine Bauverpflichtung im Kaufvertrag gesichert. Danach hat der Käufer 6 Monate nach Beurkundung des Vertrages Zeit, um einen genehmigungsfähigen Bauantrag stellen. Nach Erteilung der Baugenehmigung muss das Bauvorhaben innerhalb von 3 Jahren fertiggestellt werden. Bei Nichteinhaltung werden jeweils Vertragsstrafen fällig. Die Hansestadt Wismar behält sich zudem ein Wiederkaufsrecht vor.
  4. Zuzüglich zum oben genannten Kaufpreis werden insbesondere folgende Kosten vom Käufer getragen: Kosten des Verkehrswertgutachtens, des Bodengutachtens zuzüglich Freilegungsarbeiten und die Kosten des Vertrages.
  5. Zudem wird die private Abwasserleitung als Grunddienstbarkeit grundbuchlich gesichert.


Interessenten werden gebeten, schriftliche Bewerbungen - im verschlossenen Briefumschlag – bis zum 03.04.2021 (es gilt das Datum des Eingangsstempels) bei der

Hansestadt Wismar
Amt für Zentrale Dienste
Abt. Gebäudemanagement
Sachgebiet Liegenschaften
Hinter dem Rathaus 6
23966 Wismar

einzureichen. Hierzu ist der Briefkasten im Rathaus zu nutzen. Die Gebote können auch direkt in den Diensträumen des Sachgebietes Liegenschaften abgegeben werden.
Der Umschlag muss die deutlich lesbare Aufschrift tragen:

Grundstücksangebot „Gröningsgarten“ – Nicht öffnen!

Gebote, die nach dem oben genannten Termin eingehen oder Gebote, die unter dem Mindestgebot von 35.000,00 Euro liegen oder aus denen der gebotene Kaufpreis nicht eindeutig erkennbar ist, so dass andere Unterlagen herangezogen werden müssen, werden nicht berücksichtigt.
Es besteht für den Höchstbietenden kein Rechtsanspruch auf Erwerb des Grundstücks oder Entschädigungen für entstandene Aufwendungen.
Die Hansestadt Wismar bleibt in ihrer Vergabeentscheidung frei.

Weitere Auskünfte erteilt:

Frau Wegener
Telefon: 03841 251-1632
E-Mail: AWegener@wismar.de 


Für den Inhalt und die Richtigkeit der Verkaufsunterlagen und der obigen Angaben wird jegliche Haftung ausgeschlossen. Die Daten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern dienen lediglich der Orientierung.

Quelle: Amt für Zentrale Dienste, SG Liegenschaften