Alltagsrassismus gibt es auch in Wismar, wir alle sind gefragt

Quelle: Pressestelle der Hansestadt Wismar

Statement von Thomas Beyer, Bürgermeister der Hansestadt Wismar:

"Viele unserer Mitmenschen erleben es täglich: Anfeindungen, Beleidigungen, Herabsetzungen, sie werden angepöbelt, ausgelacht, bespuckt, geschlagen, getreten. Und das alles nur, weil sie eine dunkle Hautfarbe haben, ein Kopftuch tragen, eine vermeintlich fremde Kleidung wählen oder noch nicht perfekt Deutsch sprechen. Wir sprechen hier von Alltagsrassismus, aber ich weigere mich, dies als alltäglich, als normal hinzunehmen. Dieser Rassismus ist der Nährboden für Gewalt, ja dieser Rassismus ist Gewalt. Der Angriff auf Kinder in Grevesmühlen zeigt, wohin das führt.

Alltagsrassismus gibt es auch in Wismar, leider. Wir alle sind gefragt und ich kann nur an uns alle appellieren, dass wir nicht wegschauen, wenn so etwas geschieht. Zeigen Sie Zivilcourage, gehen sie dazwischen, leisten Sie den Menschen Beistand, die es benötigen. Wismar ist neugierig, tolerant und weltoffen, das wollen wir unseren Mitmenschen zeigen."

Hier sehen Sie eine Videobotschaft von Bürgermeister Thomas Beyer: