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Wismarer Sagen "Verhext und verwünscht - sagenhaftes Wismar"

Der Kampf in der Kühlung

 

Der Kampf in der Kühlung © Hansestadt Wismar, Stadtgeschichtliches Museum
Fotograf: Kay Zimmermann 

Auf einem Berg in der Kühlung stand in alten Zeiten ein Schloß. Dieser Berg tut sich nach der Sage alle hundert Jahre einmal auf, und dann kommt ein Ritter heraus mit allen seinen Mannen, die darin verzaubert sind. Wenn jemand das sieht und in aller Stille ein Vaterunser betet, ohne ein Wort laut zu sagen, so wird der Ritter mit seinen Mannen erlöst.

Eine alte Frau sah einmal die Verzauberten, als sie an dem Berg Himbeeren pflückte. Da sie aber nichts von dem Zauber wußte, betete sie auch kein Vaterunser.

Einmal kamen drei Männer, die den Schloßberg erlösen konnten. Der Berg tat sich auf, und zwei von ihnen gingen hinein, während der dritte draußen Wache hielt.

Da kam ein Mann geritten, der vor sich auf dem Pferd einen Sack voll Geld hatte. Dieser verlangte von dem Wächter, er solle ihn in den Berg hineinlassen.

Der Wächter wollte das zunächst nicht; als aber der Reiter den Sack auf das Pferd stauchte und ihm all das klingende Geld versprach, erlag er der Versuchung und ließ ihn ein.

Bald darauf kam der Reiter wieder aus dem Berg heraus. Er hatte die beiden andern Männer, mit den Haaren zusammengeknüpft, vor sich auf dem Pferd baumeln. So ritt er in die Luft hinein.zurück
Quelle: Stadtgeschichtliches Museum der Hansestadt Wismar